Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2006
Originaltitel:Cherry Crush
Länge:85:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nicholas DiBella
Buch:Nicholas DiBella, Paul Root
Kamera:Tim Wainwright
Musik:Joe Kaltenbach
SFX:Tom Dubois
Darsteller:Nikki Reed, Jonathan Tucker, Julie Gonzalo, Michael O'Keefe, Haviland Morris, Dennis Boutsikaris, Frank Whaley, Sara Anderson, Arthur Brown, Nicolette Hart, Howard Jacobson, Nick Lang
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.03.2008 (Verleih) / 25.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Der junge Jordan hat eine Leidenschaft: die Fotographie. Dies bringt ihm auch prompt einen Schulverweis ein, da er Nacktfotos einiger Mitschülerinnen ins Internet gestellt hat. An seiner neuen Highschool lernt er die bildhübsche Shay kennen. Shay wirkt äußerst anziehend auf Jordan und schon bald sind die beiden ein Paar. Doch ein Schatten legt sich schon bald über die frische Beziehung, denn Shay hat ein dunkles Geheimnis. Sie erzählt Jordan, dass sie von dem bankrotten Anwalt Wade bedrängt wird, der ihr Privatstunden an einer Musikschule im Austausch gegen Sex mit ihm anbietet. Shay bittet Jordan ihr dabei zu helfen, Wade aus dem Weg zu räumen - durch einen eiskalt geplanten Mord. In seiner blinden Liebe zu Shay bemerkt Jordan nicht, dass sich ein Spinnennetz aus Intrigen um ihn zusammenzieht und willigt ein. Was fatale Folgen hat ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der auf HD gedrehte "Cherry Crush" ist ein neuartiger Versuch, den Begriff "Film noir" wieder massentauglich zu gestalten. Mit diesem Stil, der eigentlich in den vierziger und fünfziger Jahren in den USA seine Wurzeln hatte, versucht Nicholas DiBella eine zeitgenössische Version für das heutige junge Publikum, quasi einen "Teen noir", zu inszenieren. Hierbei merkt man auch dem Transfer seinen eigentlichen Ursprung an, obwohl er im Gegensatz zu vielen seiner Vorgängern nicht in schwarz/weiß vorliegt, sondern in Farbe. Besonders auffällig sind die hervorgehobenen Kontrastwerte und die erzeugten Schattenbilder. Aus technischer Sicht werden hierbei durchgehend gute Ergebnisse erbracht, womit der Kontrast auch sehr ausgewogen wirkt. Die Farben wirken natürlich und kräftig, aber gleichzeitig auch durch Filtereinsätze stellenweise in ihrer Intensität reduziert. Die Schärfe kann als gut bezeichnet werden, hätte aber noch deutliches Potenzial gehabt. Zwar sind viele Details vorhanden, doch wirken gerade Gesichtsaufnahmen immer wieder etwas weich. Die Kompression hingegen gibt keinen Anlass zur Kritik, auch ist der anamorphe Transfer frei von Defekten.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Dolby Digital 5.1-Abmischung überzeugt durch eine saubere Front und klare Sprachwiedergabe. Die Rears werden überwiegend zur Unterstützung für den Score und die Umgebungsgeräuschen genutzt. Direktionale Effekte sind bei dem ohnehin sehr frontlastigen Film kaum vorhanden, dafür schaffen es aber die Musik sowie die vorhandenen Umgebungsgeräusche eine dem Film passende Räumlichkeit zu entlocken. Insgesamt könnte das vorhandene Klangspektrum aber etwas kraftvoller sein. Im Vergleich fällt die englische Originalversion zumindest innerhalb der Front etwas kräftiger aus und wirkt auch etwas natürlicher. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
Extras
  • Behind the Scenes (27:37 Min.)
  • Originaltrailer (1:50 Min.)
  • Traileshow:
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Deepwater (1:53 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • Tough Luck (1:36 Min.)
    • Vexille (2:12 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben einer obligatorischen Trailershow und dem Originaltrailer des Films befindet sich zudem noch ein wirklich interessantes Behind the Scenes-Featurette auf der DVD. Innerhalb von Interviews, Filmausschnitten und B-Roll-Aufnahmen wird der Verlauf der Produktion von der Pre-Production bis zur Post Production näher beleuchtet. Sehr schön sind hierbei die kritischen Argumentationen der Beteiligten, da so ein effektiver Werbeeffekt filmspezifischem Hintergrundwissen zu "Cherry Crush" weichen musste. Deutsche Untertitel stehen für die Extras zudem zur Verfügung.
 +/----

Fazit
Die Idee von "Cherry Crush" ist ganz sicher nicht neu: (Relativ) Unschuldiger Mann verliebt sich Hals über Kopf in eine geheimnisvolle Schönheit, rutscht dabei aber in eine Situation hinein, die sein Leben auf den Kopf stellen wird. Um ihr zu helfen, begeht er ein Verbrechen, bringt sich damit aber weiter in die Bredouille und wird innerhalb kurzer Zeit zum Geächteten. Mit der Polizei auf den Fersen verliert er nun das Vertrauen in seine Angebetete, es könnte schließlich alles ein geschickt inszeniertes Spiel von ihr sein - oder sagt sie doch die Wahrheit und er sollte ihr Glauben schenken?
"Cherry Crush" geht die Idee nicht ganz so typisch an wie der 08/15-Thriller in diesem Bereich. Was nicht gesprochen wird, erkennt der Zuschauer anhand der Darstellung der Figuren, der Ausdrücke in ihren Gesichtern. Action spielt keine Rolle, übermäßig viel Erotik aber schon, schließlich ist der junge Protagonist ein Freizeitfotograf, der am liebsten seine Mitschülerinnen hüllenlos ablichtet. Das bringt den Sohn einer reichen Familie das erste Mal in Schwierigkeiten, das zweite Mal als sein neues Motiv Shay kennenlernt, die für ihn eine völlig neue Erfahrung darstellt. Bis schließlich aus einer vermeintlich harmlosen, gegenseitigen Hilfeleistung ein Mord entsteht, der mit jeder Lüge die Chancen für die beiden verringert, damit davonzukommen.
Das Ungewöhnliche an "Cherry Crush" ist seine Poesie, die stärkere Züge annimmt mit jeder Minute, dafür aber auch ein wenig den Film ausbremst. Man muss einfach Gefallen an Szenen finden, in denen die Akteure die Gedanken oder Gefühle spielen lassen, um das zu genießen. Gleichzeitig verhilft das dem Film aber auch zu einem eindringlichen Endteil, denn wo sich andere Thriller in Rasanz und Action stürzen, hebt man hier die psychologische Komponente und die Auswirkung jeder Handlung eines Individuums auf seine Freiheit hervor. Die Jungdarsteller leisten dabei Überdurchschnittliches und beide bringen etwas mit, was dem Charakter ihrer Rolle zugute kommt. Während man Johnathan Tucker mit Leichtigkeit den zielstrebigen, aber introvertierten Menschen abnimmt, der sein Inneres durch sein Hobby preisgibt und dem die Last von Reichtum zu schaffen macht, gibt Nikki Reed perfekt den sinnlichen Vamp, der es stets gelingt, jegliche Lüge zu ihren Gunsten zu wenden.
Übrigens sei noch erwähnt, dass es komplett unblutig im Film zugeht, also das Cover lediglich eine interessante Montage darstellt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.