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USA, UK 2007
Originaltitel:Golden Compass, The
Alternativtitel:His Dark Materials: Northern Lights
Länge:108.37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Chris Weitz
Buch:Philip Pullman (Buch), Chris Weitz (Drehbuch)
Kamera:Henry Braham
Musik:Alexandre Desplat
SFX:Trevor Wood
Darsteller:Nicole Kidman, Daniel Craig, Dakota Blue Richards, Ben Walker, Eva Green, Jim Carter, Tom Courtenay, Charlie Rowe, Clare Higgins, Steven Loton, Sam Elliott, Simon McBurney, Christopher Lee, Simon McBurney, Derek Jacobi, Magda Szubanski
Vertrieb:Warner Home
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.04.2008 (Verleih) / 25.04.2008 (Kauf)



Inhalt
In einer magischen Parallelwelt, in der Hexen den Himmel beherrschen und kämpfende Eisbären den eisigen Norden regieren, hält ein einziges Mädchen das Schicksal des gesamten Universums in ihren Händen. Als Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ein goldener Kompass anvertraut wird, erfährt sie, dass ihre gesamte Welt - und auch die Welten darüber hinaus - von den geheimen Plänen des Magisteriums, angeführt von der düsteren Mrs. Coulter (Nicole Kidman), bedroht wird. Unterstützt von Lord Asriel (Daniel Craig) und einer kleinen Gruppe Verbündeter begibt sich Lyra auf eine abenteuerliche Mission, in der Freundschaft, Mut und Tapferkeit auf eine harte Probe gestellt werden.

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer zeigt sich wie zu erwarten von seiner besten Seite. Wirklich angebrachter Kritikpunkt ist lediglich die Schärfe, die das Bild stellenweise etwas weich erscheinen lässt, was zur Ursache hat, dass sich die Detailwiedergabe nicht immer so offenbart, wie man es sich gewünscht hätte. Dies betrifft aber hauptsächlich Szenen in der Totalen. Werden Nahaufnahmen gezeigt, hält das Bild eine konstante Schärfe mit vielen Details. Zu keiner Zeit ist ein Bildrauschen auszumachen. Sehr überzeugend ist die Farbgebung gewählt worden, die sich je nach Szene immer in passenden und satten Tönen widerspiegelt. Im Bereich des Kontrasts fällt ein leichter Hang zum Überstrahlen innerhalb von hellen Flächen auf, was aber zu keiner Zeit das Bild beeinträchtigt. Mit sehr guten Werten zeigt sich die Kompression, die ruhig im Hintergrund ihre Arbeit verrichtet ohne auffällig in Erscheinung zu treten. Mängel durch Schmutz oder Defekte sind nicht auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
 Sowohl Originalfassung als auch deutsche Synchronisation liegen im Format Dolby Digital 5.1 vor. Deutliche Unterschiede zwischen den Tonspuren, außer der jeweiligen Sprache natürlich, sind nicht auszumachen. Die Surroundkanäle konzentrieren sich durchgehend auf die musikalische Begleitung, insbesondere in actionhaltigen Szenen werden sie auch immer mit gekonnt platzierten Effekten versorgt. So wird über die gesamte Laufzeit ein atmosphärisches und vor allem räumliches Klangbild geschaffen. Dank einer ausgewogenen Dynamik wird auch dem Subwoofer eine wichtige Rolle in der Abmischung zuteil. Überlagerungen entstehen nicht und auch vor störenden Nebengeräuschen wird man verschont. Die Dialoge werden immer klar und deutlich wiedergegeben, nur bei den Eisbären würden die Stimmen absichtlich dumpfer angelegt, doch auch hier bleibt eine gute Verständlichkeit gegeben. Sicherlich hätte man an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr rausholen können, doch mit dem vorliegenden Endergebnis kann man als Besitzers eines Heimkinos vollauf zufrieden sein. Untertitel stehen optional noch in Deutsch, Englisch sowie für Hörgeschädigte zur Verfügung.
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Extras
Extras
DVD 1:
  • Audiokommentar mit Regisseur Chris Weitz
  • Trailer: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
DVD 2:
  • Die Entstehung:
    • Der Roman (18.59 Min.)
    • Die Adaption (16.03 Min.)
    • Oxford (7.24 Min.)
  • Lyras Welt:
    • Die gepanzerten Bären (17.35 Min.)
    • Das Alethiometer (14.49 Min.)
    • Die Dämonen (19.48 Min.)
  • Hinter den Kulissen:
    • Das Casting von Lyra Belacqua (15.00 Min.)
    • Die Kostüme (11.41 Min.)
    • Die Musik (11.42 Min.)
    • Das Produktionsdesign (25.55 Min.)
    • Die Veröffentlichung (7.50 Min.)
  • Trailer:
    • Teaser Trailer (2.19 Min.)
    • Trailer Nr. 2 (0.53 Min.)
    • Finaler Trailer (2.56 Min.)
  • Fotogalerien:
    • Dämonen (35 Fotos / 2.55 Min.)
    • Alethiometer (jedes Symbol kann ausgewählt werden)
    • Bären in gepanzerter Rüstung (12 Fotos / 1.00 Min.)
    • Kostüme (56 Fotos / 4:40 Min.)
    • Umwelt (85 Fotos / 7.05 Min.)
    • Objekte (28 Fotos / 2.20 Min.)
    • Fahrzeuge (9 Fotos / 0.45 Min.)
  • Postergalerie: 16 Filmposter
VerpackungDigipack im Schuber
 Während die Film-DVD neben dem Trailer zu "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" noch einen informativen Audiokommentar mit Regisseur Chris Weitz besitzt, der viel auf die Entstehung und auch damit verbundene schwierige Prozesse eingeht, bekommt man auf der Bonus-DVD, ein Rundumsorglos-Paket für alle Interessierten, die sich neben dem Film auch über den Entstehungsprozess informieren möchten. Dieses Material wird in vier Gruppen sortiert und besitzt eine Gesamtlaufzeit von fast drei Stunden. Jede der vorhandenen Gruppen bezieht sich auf einen Teilbereich der Produktionsphase. Die Entstehung befasst sich mit dem Roman, der Adaption sowie dem Handlungsort Oxford. Erklärungen zu den gepanzerten Bären, dem Alethiometer und den Dämonen gibt es innerhalb Lyras Welt. Der Bereich Hinter den Kulissen beschäftigt sich u.a. mit den Castings, den Kostümen sowie der Musik. Zudem gibt es noch Fotogalerien, aber auch drei Trailer bzw. Teaser zum Film. Das Besondere ist die jeweilige Laufzeit der Berichte, da man nicht einfach schnell was aufzeigen möchte, sondern sich für die Beiträge auch Zeit nimmt, um möglichst viel Hintergrundwissen vermitteln zu können. Ein weiterer Pluspunkt ist der hohe Informationsgehalt, der weitestgehend ohne lästigen Werbecharakter auskommt. Dass zudem noch alles mit deutsche Untertiteln versehen wurde, unterstreicht den gelungenen Eindruck.
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Fazit
Fantasy-Bücher scheinen nach den Erfolgen von "Harry Potter" und "Herr der Ringe" die beliebtesten literarischen Vorlagen zum Erstellen neuer Drehbücher zu sein. So war es eigentlich auch nur eine Frage der Zeit, bis man auf Philip Pullmans Trilogie "His Dark Materials" aufmerksam wurde, um den Büchern auch auf der Leinwand die Möglichkeit zu geben, den Charme der Fantasy auf sein Publikum zu übertragen. Das Ergebnis ist hierbei allerdings etwas zwiespältig ausgefallen, was wohl auch der emsige Kinogänger zu bemängeln hatte und dem Film nicht ganz den Erfolg bescherte, den man sich wohl von Seiten der Produzenten erhoffte. Fraglich ist nun, ob es aus diesem Grund eine filmische Fortsetzung geben wird oder ob man das Kapitel schon nach dem ersten Teil für beendet erklärt. Dabei hat der Film - das Buch in diesem Fall natürlich auch - alle Ingredienzien, die in einen Fantasyfilm gehören: Magie, Hexen, sprechende Tiere und böse Mächte. Gerade die dunklen Mächte wurden sehr düster angelegt, entgegen dem Buch aber etwas verharmlost dargestellt. Regisseur Chris Weitz ("About a Boy oder: Der Tag der toten Ente") hält sich dennoch sehr dicht an die literarische Vorlage, was bei genauer Betrachtung aber nicht immer von Vorteil ist, da auch die teils unbegründeten Ereignisse, die im Roman vorhanden sind, für den Film übernommen wurden, was zur Folge hat, dass es gelegentlich zu lückenhaften Szenenabfolgen kommt, die weder der Handlung dienlich sind, noch diese weiterbringt. Auch die Charakterisierung bleibt stellenweise auf der Strecke, was letztendlich aber auch das Los eines Mehrteilers ist und sich erst im Laufe der Geschichte entfaltet.
Wirklich sehenswert sind die oscarprämierten Spezialeffekte. Mit viel Liebe zum Detail wurde eine faszinierende Parallelwelt erschaffen. Der Mix aus historischer (man beachte den viktorianischen Stil) und phantastischer Kulisse ist einfach umwerfend. Dies gilt auch für die anwesenden Fabelwesen und ihre Gestaltung. Da haben die CGI-Schöpfer bewiesen, wie man mit einem ordentlichen Budget richtige Animationen erstellt und diese in den Film einfügt. Auch wenn einige Kritiker meinten, dass der Film auf darstellerischer Seite sehr blass wirkt, kann dem nicht entsprochen werden, denn sämtliche Darsteller wurden sorgfältig ausgewählt. Einzig könnte man bemängeln, dass einige in ihren Rollen etwas zu kurz kommen, allen voran natürlich der große Christopher Lee (Interner Link"Herr der Ringe", "Dracula"). Auch Daniel Craig (Interner Link"James Bond 007: Casino Royale") hätte man gern noch etwas mehr gesehen und dies am liebsten in einem Zusammenspiel mit Nicole Kidman, die beide ja schon in Interner Link"Invasion" von Oliver Hirschbiegel zu sehen waren. Wobei gerade Kidman wieder in ihrem elegant diabolischen Auftreten in Erinnerung bleiben wird. Auch die Hauptrolle durch Dakota Blue Richards geht völlig in Ordnung, und man wird von ihr sicherlich in naher Zukunft noch einiges hören.
Betrachtet man sich die verschiedenen Aspekte des Films, wird man hin- und hergerissen sein. Chris Weitz gelang zweifelsohne ein optisch bestechendes und tricktechnisch einwandfreies Fantasywerk, das aber in der Charakterisierung und dem Handlungsablauf einige Schwächen vorzuweisen hat. Bleibt zu hoffen, dass man grünes Licht in Hollywood erteilt und zügig eine Fortsetzung inszeniert, welche die Geschichte weiter erzählt und Handlungslöcher aufgreift bzw. fortführt.



Bilder der DVD




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