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UK 1967
Originaltitel:Night of the Big Heat
Alternativtitel:Island of the Burning Damned
aka. Island of the Burning Doomed
Länge:90:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Terence Fisher
Buch:Ronald Liles
Kamera:Reginald H. Wyer (als Reginald Wyer)
Musik:Malcolm Lockyer
SFX:Martin Gutteridge
Darsteller:Christopher Lee, Patrick Allen, Peter Cushing, Jane Merrow, Sarah Lawson, William Lucas, Kenneth Cope, Percy Herbert, Thomas Heathcote, Anna Turner, Jack Bligh, Sydney Bromley
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Während in England Winter herrscht, wird die Kanalinsel Fara von einer Hitzewelle heimgesucht. Die Dorfschenke "Swan" wird zum Mittelpunkt des Lebens, denn nur dort gibt es noch ausreichend kalte Getränke. Zu den zurückhaltenderen Gästen zählt der geheimnisvolle Wissenschaftler Godfrey Hanson, der sich kaum in der Kneipe blicken lässt und sich meistens in seinem Zimmer einschließt. Panik bricht aus, als ein Inselbewohner nach dem anderen verschwindet. Nur Hanson scheint mehr zu wissen, doch zunächst verrät er nichts - bis Callum in dessen Zimmer einbricht und eine grauenvolle Entdeckung macht ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Dortmunder Label ließ den fast 40 Jahre alten Klassiker anamorph codieren und veröffentlicht ihn im Format 1,85:1, was das Originalformat zu sein scheint (zumindest habe ich bisher nichts Gegenteiliges herausfinden können). Das Bild zeigt leichtes Rauschen und ein paar Defekte, sowie Drop-Outs, was aber kaum wirklich stört. Selbst die Kompression arbeitet bis auf leichte Blockbildung auf großen Flächen sehr sauber. Der Kontrast überzeugt zwar nicht gänzlich, liefert aber angenehme Werte ab, wobei helle Bildbereiche immer wieder zu Überstrahlung neigen. Hinzu kommt ein eher schwacher Schwarzwert, der mehr ins Grünliche tendiert und dadurch dem Transfer etwas an Plastizität raubt. Die Farben sind meist blass und wirken altersbedingt etwas ausgewaschen, wobei dies der Atmosphäre durchaus zugute kommt. Ein Stilmittel wird dies allerdings nicht sein, was man daran sieht, dass es immer wieder Sequenzen gibt, bei denen die Farben deutlich kräftiger und satter zu Geltung kommen. Bleibt eigentlich nur noch die Schärfe zu erwähnen, welche nicht gut, aber auch nicht schlecht ausfällt. Hier wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen und leichte stehende Rauschmuster deuten auf den Einsatz von Filtern hin. So bleibt uns ein angenehm scharfer, aber nicht sonderlich detaillierter Transfer - für einen Horrorfilm wie "Brennender Tod" ist das Ergebnis bei zur Kenntnisnahme des Alters absolut in Ordnung.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Sprachfassungen liegen in Mono vor und lassen nicht viel Erwartungen zu. In Anbetracht dessen ist das Ergebnis aber durchaus gut. Sicherlich, der deutsche Track klingt etwas dumpf und lässt leichtes Rauschen ausmachen, jedoch bleibt alles im Rahmen des Vertretbaren und schließlich darf man auch nicht mehr erwarten. Der englische Mix klingt etwas unnatürlich und verzerrt im Hochtonbereich. Hinzu kommt eine leicht blechern klingende Dialogwiedergabe, was beim deutschen Pendant kein Problem darstellt.
 ++----

Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Bildergalerie (20 Bilder)
  • Trailershow:
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:26 Min.)
    • Die Schöne und das Biest (1:47 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:05 Min.)
    • Petroleum Miezen (1:14 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben der obligatorischen Trailershow spendiert man uns ein 8seitiges, schön illustriertes und informatives Booklet, sowie eine kleine Bildergalerie mit seltenem Bildmaterial. Ausgeliefert wird die DVD wie üblich als KeepCase im Schuber.
 +/----

Fazit
Das mir gerade so heiß ist, liegt sicherlich nicht an dieser britischen Horrorfilm-Produktion aus dem Jahre 1967, welche sage und schreibe 18 Jahre brauchte, bis sie in Deutschland veröffentlicht wurde. Dabei versprechen die drei großen Namen hinter "Der brennende Tod" ein heißes Gruselerlebnis. Unter der Regie von keinem geringeren als Terence Fisher (Interner Link"Der Fluch von Siniestro") agieren die beiden britischen Kultdarsteller Christopher Lee (Interner Link"Blut für Dracula") und Peter Cushing (Interner Link"Frankensteins Ungeheuer") wie gehabt professionell und überzeugend, wobei Cushing als Dr. Vernon Stone lediglich eine Nebenrolle hat.
Woran liegt es, dass ein Film mit einer dermaßen hochkarätigen Namensliste erst 1985 seine Premiere auf Video feierte? Ganz einfach: Budget bedingt wird hier nicht nur auf Außenaufnahmen verzichtet, sondern auch auf die Außerirdischen. Die sind glücklicherweise nur kurz am Ende zu sehen, eigentlich der absolute Lacher und einfach nur noch peinlich. Als Invasoren, welche für die tödliche Hitzewelle verantwortlich sind, werden selbst die Zuschauer in den späten 1960er Jahren nur herzhaft gelacht haben, anstelle sich zu fürchten. Hinzu kommt eine langweilige, aber für die Entstehungszeit sehr offenherzige Beziehungskiste, welche "Brennender Tod" aber nur unnötig in die Länge zieht.
Dem Drehbuch, welches im Übrigen von Ronald Liles nach einer Literaturvorlage von John Lymington verfasst wurde, fehlt es an Spannung und guten Dialogen. Die meiste Zeit spielt sich der Film nur im Gasthaus ab, der Rest besteht aus langweiligen und billigen Kulissen. Hinzu kommen Unmengen an Filmfehlern. So z.B. soll der Ort sehr heiß sein, aber während die einen schwitzen, sehen die anderen sehr entspannt aus, oder es geschieht, dass mitten im Szenenwechsel der Protagonist schwitzt und dann wieder nicht. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was mit Terence Fisher bei diesem Film geschehen ist, schließlich hat er aus weitaus schlechteren Produktionsverhältnissen schon bessere Filme zustande gebracht. Nur hier wollte es einfach nicht gelingen.
Wer trashige Unterhaltung mag, wird hiermit noch seinen Spaß haben. Wer aber einen Film im Stil der guten alten Hammer-Film-Reihe erwartet, sollte um "Brennender Tod" einen großen Bogen machen.



Bilder der DVD




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