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USA 2007
Originaltitel:Solstice
Länge:87:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Daniel Myrick
Buch:Ethan Erwin, Marty Musatov, Daniel Myrick
Kamera:M. David Mullen
Musik:Jane Antonia Cornish
Darsteller:Elisabeth Harnois, Shawn Ashmore, Tyler Hoechlin, Amanda Seyfried, Matt O'Leary, Hilarie Burton, R. Lee Ermey, Jenna Hildebrand, Lisa Arnold, Lyle Brocato
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:07.12.2007 (Verleih) / 08.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Kurz nach dem mysteriösen Selbstmord ihrer Zwillingsschwester Sophie machen Megan und ihre Freunde einen Ausflug zu einem nahe gelegenen See auf dem Land, um gemeinsam die Sonnwende zu feiern. Solstice, so der Volksmund, ist die Zeit des Jahres, in der es für Toten am einfachsten ist, mit den Lebenden in Verbindung zu treten. Und die Toten lassen nicht lange auf sich warten: Die verstorbene Sophie versucht, ihre Schwester auf ein dunkles Geheimnis aufmerksam zu machen, das die Geister nicht zur Ruhe kommen lässt.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen eher unbekannten, kleinen Film legt das anamorphe Bild sehr gut los. Der Detailbereich ist erfrischend hoch aufgelöst, so dass die feinen Strukturen ebenso toll aussehen wie die Konturen. Beides kann nicht immer gehalten werden, überwiegend kann man aber von gestochener Schärfe sprechen. Abzüge gibt es in einigen Nahansichten von Gesichtern, wo dann etwas Rauschen auftaucht, oder aber in dunklen Szenen, wo ohnehin einige schlecht beleuchtete Aufnahmen mit etwas undurchsichtigem Bildaufbau auf sich aufmerksam machen. Die Farben wurden etwas auf herbstliche Töne getrimmt, tragen also stets einen etwas gelblichen Schimmer. Rückblicke bilden eine spezielle Ausnahme, denn hier kann man von einem Gelbstich mit stark schimmerndem Kontrast sprechen, bei dem mit einem Weichzeichner die Schärfe extra zurückgefahren wurde. Wie bereits erwähnt ist der Kontrast darauf ausgelegt, zwar richtige Schwarztöne zu zeichnen, aber nie jede Szene komplett herauszuarbeiten. In den dunklen Häusern fällt das aber nicht negativ auf, weil man ein gutes Maß gefunden hat, diesen Effekt anzuwenden.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Obwohl die Musik viele fein akzentuierte Momente und eine professionelle, dynamische Abmischung besitzt, drängt sie sich als Hauptstilmittel der atmosphärischen Momente doch immer wieder in den Vordergrund. Das bezieht sich natürlich nicht auf die Raumtonabstimmung, denn natürlich verhält sich der Score weiträumig. Nur muss sie eben die Hauptarbeit neben den Dialogen erledigen, da der Gebrauch kurzzeitig aktiver Effekte eher eingeschränkt ist. Verständlichkeit und Klang lassen kaum Wünsche übrig, lediglich der Subwoofer dürfte noch etwas mehr zu tun bekommen. Das ändert sich auch nicht wesentlich im DTS-Modus, dessen Unterschiede mir zu gering vorkamen, um nennenswert zu sein. Eine besondere Untertitelung wurde im Deutschen vorgenommen: Hier bekommt jeder Darsteller seine eigene Farbe, um die Zuordnung zur Figur sofort herstellen zu können. Man muss aber zugeben, dass es schon schwierig ist, das von Anfang als Mitleser hinzubekommen.
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Extras
Extras
  • Interviews (22:01 Min.)
  • B-Roll (23:02 Min.)
  • Originaltrailer (2:26 Min.)
  • Bildergalerie (39 Bilder)
  • Trailershow:
    • Trapped Ashes (2:48 Min.)
    • Animal 2: Hard Justice (1:42 Min.)
    • Blood, Bullets And A Fistful Of Cash (1:17 Min.)
    • The Secret (2:13 Min.)
    • Ein Song zum Verlieben (1:51 Min.)
    • Stone Merchant (2:22 Min.)
    • Memory (1:57 Min.)
    • Diamond Dogs (1:38 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wenn man kein Englisch versteht, kann man die etwa 20minütigen Interviews mit den Hauptdarstellern gleich abhaken, denn die Englisch geführten Gespräche enthalten keinerlei Untertitel. Die gibt es zwar auch nicht beim B-Roll-Material, aber da dort eh nur Einsicht in die Produktion auf Basis von mitgefilmten Auszügen gegeben wird, ist das dort auch nicht unbedingt nötig. U.a. bekommt man die Effektleute, den Regisseur, den Kameramann und eine Menge anderer Filmangestellter zu sehen, die auf dem Set rumwuseln und die nächste Einstellung vorbereiten. Einen Blick sollte man unbedingt auf die Bildergalerie werfen, die hochauflösende, sehr sehenswerte Motive beinhaltet, die man so nicht im Film sieht. Trailer sind natürlich auch mit dabei.
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Fazit
Ist es der Südstaaten-Sumpf-Bonus, der "Solstice" so sehr sehenswert macht? Oder vielleicht die doch überdurchschnittlich gute Hauptdarstellerin? Oder das überraschend hohe Produktionsniveau? Wahrscheinlich eine Mischung aus allen drei Faktoren, denn aus dem storytechnisch eher bekannten Gerüst entsteht über 90 Minuten ein atmosphärisch dichter Gruselfilm, der glücklicherweise nicht allzu viel mit Teenie-Horror zu tun hat. Dabei beginnt "Solstice" Slasher typisch mit ein paar Jugendlichen, die zur Sommersonnenwende raus aufs Land fahren, um sich dort zu vergnügen. Daniel Myricks kurzweilige Produktion ist trotzdem nicht vergleichbar in diesen Szenen, denn die schwere Dramatik und Gänsehaut fördernde Stimmung übergehen den sonst üblichen Spaß zu Beginn fast komplett und man fühlt sich sofort gefesselt.
Dabei ist "Solstice" doch nur eine gut geklaute Zutatensammlung aus Erscheinungen des Sensenmanns (Interner Link"Final Destination"), Voodoo-Glauben in ländlichem Herrenhaus (Interner Link"Der verbotene Schlüssel") und jede Menge Geheimnisse um eine jung verstorbene Frau, die ihrer Zwillingsschwester zu erkennen gibt, dass es da noch irgendein Rätsel zu lösen gibt (Interner Link"The Sixth Sense"). Das fällt dem Geist gerade besonders leicht, denn in der Zeit um den längsten Tag des Jahres herum können die Verstorbenen besser denn je mit den noch Lebenden Kontakt aufnehmen. Auch wenn einige Schocks typischer Natur sind, sitzen sie doch alle ordentlich in den Knochen. Myrick hat vermutlich genügend Horrorfilme gesehen, um zu wissen, wie man das anstellt und es gelingt ihm außerordentlich gut, den Zuschauer einzubinden und Szenen zu vermeiden, die die Atmosphäre stören könnten. So lässt er seine Protagonistin auf eigene Faust vorgehen, was tausendmal grusliger ist als die übliche Gruppenarbeit. Im Haus knarrt und knackt es überall, Schatten flitzen durch die Räume und auch im Moor treibt sich noch so manche finstre Gestalt herum. Träume, Visionen und der Furcht einflößende Nachbar (R. Lee Ermey) dominieren das Geschehen in wohliger Dosierung und führen immer weiter zu den wahren Gründen des Spuks. Zum Ende hin überschlagen sich natürlich die Ereignisse, aber auch hier bleibt die Kamera weitgehend ein ruhiger, unheilvoller Beobachter, der jeden Moment losspringen und zuschlagen könnte.
Sicherlich ist der Grad an Neuem eher nichtig und "Solstice" lebt von den noch aufzudeckenden Teilen seiner Geschichte, was ihn im zweiten Durchlauf witzlos gestalten könnte, aber irgendwie sticht er doch aus der Masse meist identitätsloser Gruselstreifen heraus. Wie ernst es Myrick mit seinem Film ist, merkt man auch am Blutfaktor: Ein Kratzer am Finger soll es schon gewesen sein, mehr ist nicht nötig. Völlig unverständlich ist allerdings, dass "Solstice" keine Jugendfreigabe aufgebrummt bekommen hat, denn neben dem Ausbleiben von physischer Gewalt gibt es auch keine Nacktszenen oder ähnlich "gefährliche" Szenen zu sehen.



Bilder der DVD




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