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TH 2004
Originaltitel:Khon len khong
Länge:92:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Tanit Jitnukul
Buch:SirLaosson Dara, Ghost Gypsy
Kamera:Tanai Nimchareonpong, Thaya Nimchareonpong u.a.
Darsteller:Supakson Chaimongkol, Arisa Wills, Krongthong Rachatawan, Tin Settachoke, Somchai Satuthum, Isara Ochakul, Nirut Sutchart, Krittayod Thimnate
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.12.2007 (Verleih) / 14.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Boom, eine junge und attraktive Frau, hat eine Affäre mit dem reichen Geschäftsmann Pratan. Eines Tages zeigt er ihr jedoch sein wahres Gesicht. Brutal wird sie von ihm und seinen drei Freunden vergewaltigt. Mit Schrecken erfährt sie vom Arzt, dass sie schwanger ist. Pratan verstößt sie daraufhin und verlangt, dass sie das Baby sofort abtreibt. Boom denkt nicht daran und schwört Rache ... Erst sind es Pratans Freunde, welche grausam ums Leben kommen. Doch dies ist erst der Auftakt eines langen blutigen Albtraums.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD ist typisch für thailändische Filme, die auf DVD erscheinen, denn er besitzt abermals einen typischen Stil. Die Hautfarben sind hervorstechend mit etwas mehr Rot angereichert, stärker als man das gewöhnlich sieht und auch Grüntöne spielen oft eine große Rolle. Dabei tritt aber kein ebenso typischer Grünstich auf, denn insgesamt kann man von einem ausgeglichenen, farbfreudigen Bild sprechen. Der Kontrast ist längst nicht so hochgezogen wie bei US-Produktionen. Leicht trübe Hintergründe, die ein wenig durchstrahlen, sind also nichts ungewöhnliches. Dunkle Szene scheinen aber kein Problem für den Transfer zu sein. Leider schwächelt die Schärfe ganz erheblich, was nicht so ohne weiteres hingenommen werden kann. Es ist eine durchgängige Detailarmut, die das anamorphe Bild ergreift, es aber lediglich weich und nicht matschig aussehen lässt. Ein Rauschen ist praktisch kaum noch existent, dafür aber gelegentliche, schwarze Kratzer, die eigentlich nicht sein müssten.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Th), DTS 5.1
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Die Tonarten sind da schon etwas vielversprechender, wenn auch insgesamt etwas sehr lautstark. Wenn man die übliche Einstellung anlässt, wird man von einem tosenden, beinahe bebenden Bass ergriffen, der sich bereits im Dolby Digital 5.1-Modus kräftigst durchsetzt. Gerade der Score bringt Leben in die Bude, weil er etwas natürlicher und wohlklingender als das ist, was sich auf den Frontlautsprechern abspielt. Dort wird weitestgehend eine sehr klare Aussprache und eine gefällige deutsche Synchro geboten, nur fehlt es wegen der etwas stummen Umgebung an Realismus. Ausgleichend bringen die hinteren Lautsprecher einiges an tollen Effekten ein, wie es von einem grusligen Film erwartet wird. Das passiert nicht durchgängig, aber mit diesen Schockspitzen wird ein wesentlich effektiverer Ton erreicht als wenn man es ständig rumpeln und klirren lässt. Die thailändische Fassung unterscheidet sich nicht sonderlich vom Deutschen, für den es exklusiv einen nicht sonderlich verbesserten DTS-Mix obendrauf gibt. Natürlich liefern e-m-s auch deutsche Untertitel mit.
 ++++--

Extras
Extras
  • Behind The Scenes (23:58 Min.)
  • Originaltrailer (2:04 Min.)
  • Bildergalerie (25 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • 800 Bullets (1:08 Min.)
    • Disaster! (2:15 Min.)
    • Zombies (2:11 Min.)
    • Lonely Hearts Killers (1:45 Min.)
    • Lady Vengeance (1:52 Min.)
    • Bubba Ho-Tep (2:00 Min.)
    • Until Death (2:03 Min.)
    • The Abandoned (2:23 Min.)
VerpackungKeepCase
 Eigentlich ist das "Behind The Scenes"-Video nicht das, was der Name vorgibt zu sein, sondern eine professionell gemachte Show, die ein Mysterium um den Film aufbaut. Das verdeutlicht schon die dunkle Außenkulisse, die aus einem Geisterhausfilm stammen könnte. Der Gesprächsleiter lädt drei Hauptdarstellerinnen und den Regisseur ein, um mit ihnen über ihren Glauben an Geister und unerklärliche Vorgänge während der Dreharbeiten zu sprechen. Dabei werden Filmszenen gezeigt und natürlich der bald anstehende Kinostart in den Vordergrund gerückt, wenn auch auf geschickte Art und Weise. Leider kann man sich als Europäer nur schwer in die Denkweise der Thailänder hineinversetzen, die diese gestellte Geheimniskrämerei vielleicht viel eher akzeptieren als wir, die insgesamt wesentlich weniger für kulturelle Geistererscheinungen empfänglich sind. Trotzdem interessant, so etwas mal gesehen zu haben. Weiterhin wird der Trailer und eine Bildergalerie bereitgehalten, welche neben bekannten Filmmotiven auch ein paar Blicke hinter die Kulissen gewährt.
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Fazit
Mit "Art Of The Devil" hält wieder der thailändische Geisterhorror Einzug in die deutschen Heimkinos. Nach einem etwas verwirrenden Beginn fängt sich die Geschichte, die im Rückblick erzählt wird, und man kann einer durchweg spannenden Umsetzung zuschauen, die in regelmäßigen Abständen einige blutige, teils sogar richtig ekelhafte Szenen bereithält.
Grundlegend geht es um eine junge, hübsche Frau, die mit einem reichen Mann anbandelt, aus dieser Affäre ein Kind auf die Welt bringt und den wohlhabenden Vater kräftig zur Kasse bittet. Der aber rächt sich mit einer Vergewaltigung und zieht damit den Zorn der jungen Mutter auf sich, die fortan schwarze Magie nutzt, um der gesamten Familie den Garaus zu machen. Was mit Mutter, Kindern und dem treuelosen Ehemann geschieht, das wird gleich zu Beginn ansprechend schaurig dokumentiert, denn den Opfern wird ein grausiger Tod von innen zuteil, bei dem Blut und Schlangen gekotzt werden, was das Zeug hält. Doch damit nicht genug, bändelt die rachsüchtige Schönheit mit dem zweiten Familienzweig der Verstorbenen an, die das Erbe im Haus der Toten antreten und damit für die unruhigen Seelen der Verstorbenen heraufbeschwören.
Dieses Dauerfeuer von zwei Seiten (Geister als auch schwarze Magie) sorgt nicht nur dafür, dass die Familie nach und nach dezimiert wird, sondern auch für einige Schauwerte. Die thailändischen Darsteller setzen alles daran, auf üblich ernsthafte Weise dem Spuk Nachdruck zu verleihen und der Film verliert sich nur selten in Nebensächlichkeiten. Die bietet sich noch in Form eines Reporters an, der hinter die finstren Machenschaften der listigen Antagonistin kommt und somit die rettende Hand im Schlussteil übernehmen soll. Eine sonderlich intelligente Wendung ist nicht zu erwarten, jene Geradlinigkeit kommt "Art Of The Devil" über die gesamte Spielzeit aber zugute. Man weiß einfach, woran man ist und wird lediglich durch die Tötungsarten und den Zeitpunkt überrascht. Zehnmal besser als der herkömmliche US-Slasher ist das allemal, denn Bilder und Erzählweise besitzen abgesehen vom Anfang überzeugendes Timing und Güte.

Wenn man nicht zu voreingenommen rangeht, ist "Art Of The Devil" eine spannende Angelegenheit, die durchaus einiges der kruden Atmosphäre hält, die das blutige Cover verspricht. Die deutsche DVD ist zwar nicht ganz den technischen Möglichkeiten entsprechend, weil das Bild keine tolle Schärfe erreicht, aber sie kann trotzdem empfohlen werden.



Bilder der DVD




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