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IT 1987
Originaltitel:Isola del Tesoro, L'
Alternativtitel:Treasure Island in Outer Space
aka. Space Island
aka. Space Pirates
Länge:352:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Antonio Margheriti
Buch:Robert Louis Stevenson, Renato Castellani
Kamera:Sandro Mancori
Musik:Gianfranco Plenizio
SFX:Edoardo Margheriti
Darsteller:Anthony Quinn, David Warbeck, Itaco Nardulli, Philippe Leroy, Giovanni Lombardo Radice, Ida Di Benedetto, Ernest Borgnine, Francesco Casale, Renato De Carmine, Klaus Löwitsch, Enzo Cerusico, Andy Luotto
Vertrieb:ARD Video / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Im Jahre 2300: In der Ebene von Selinunt in Sizilien erheben sich die futuristischen Metallstrukturen eines Raumschiffhafens, der wegen einer schweren Verstrahlung wie ausgestorben ist. Nur die Radaranlage eines Leuchtturms funktioniert noch. Hier lebt der zwölfjährige Jimmy mit seinem durch Radioaktivität verstrahlten, todkranken Vater und seiner Mutter, welche die Gastwirtschaft "Al Convegno Spaziale" führt. Eines Tages betritt Billy Bones, ein alter Raumschiffpilot, der durch die Einnahme von Drogen zu einem körperlichen Wrack geworden ist, das Gasthaus. Er beschließt für einige Zeit zu bleiben. Irgendwann erfährt Jim von Billy Bones, dass dieser im Besitz eines Lageplans ist, der zu einem großen Schatz führen soll. Mit Erschrecken muss Jim jedoch erfahren, dass auch einige Piraten sich für diesen Plan interessieren. Nachdem Billy Bones stirbt, nimmt Jim den Plan an sich und fliegt gemeinsam mit Doktor Livesky, Graf Ravano und Captain Smolett zum Planeten, wo der Schatz vergraben ist. Mit an Bord der Hispaniola sind John Silver und einige andere Piraten. Auf dem Planeten kommt es zur Auseinandersetzung ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Zugegeben, solch eine Qualität bei einer TV-Serie von 1987 hätte ich nicht erwartet. Der Transfer liegt im Original-Vollbild vor und wirkt immer noch sehr frisch. Die Schärfe ist wirklich als gut zu bezeichnen und kann mit vielen Details aufwarten. Ein leichtes Rauschen ist zu vernehmen, doch wirkt es sehr dezent ohne die Detailwiedergabe zu beeinträchtigen. Die Farben fallen natürlich aus, hätten aber ruhig etwas kräftiger ausfallen können, was auch den Kontrast betrifft. In einigen Szenen macht sich ein leichtes Kantenflimmern breit, das aber auch eher eine untergeordnete Rolle spielt. Zu überzeugen weiß zudem die Kompression, die sauber im Hintergrund ihre Arbeit verrichtet, was letztendlich auch dem Anbieter ARD Video zu verdanken ist, da man nicht unsinnigerweise einfach die DVDs vollgeklatscht hat, sondern den vorhandenen Platz so ausnutzte, um eine möglichst hohe Qualität bieten zu können. Deshalb sollte man dem Anbieter schon danken, dass man extra eine dritte DVD mit der 7. Folge dem Schuber beilegte. Andere Labels hätten sich eine weitere DVD gespart und zulasten der Kompression 4 Folgen lieblos draufgeklatscht. Qualitativ kann man wirklich davon ausgehen, dass das Bild eventuell sogar noch besser zur Geltung kommt, als bei seiner damaligen Fernsehausstrahlung.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Auch der Ton überrascht trotz Monospur. Dialoge werden klar und deutlich wiedergegeben und leisten sich keine Überlagerungen. Der Score ist zudem sehr dynamisch abgemischt worden, wodurch immer ein leichter Bass vorhanden ist, der die Musik begleitet und auch einige Passagen des Films unterstützt. Leider liegt nur eine deutschsprachige Synchronfassung vor, womit es demnach auch keine Untertitel gibt. Ich muss sagen, dass mir selten so eine gute Monospur begegnet ist, was auch dazu führt, dass die Höchstwertung für diese Tonfassung erreicht wird.
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Extras
Extras
  • Trailershow (5:40 Min.)
    • Alexander Zwo
    • Der Leibwächter
    • Der letzte Kurier
    • Der Solist
    • Napoleon Fritz
VerpackungDigipak im Schuber
 Auf der ersten DVD befindet sich eine kleine Trailershow mit weiteren Veröffentlichungen von ARD Video.
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Fazit
Basierend auf Robert Louis Stevenson Klassiker der Weltliteratur "Die Schatzinsel" schuf Drehbuchautor Renato Castellani in Zusammenarbeit mit Regisseur Antonio Margheriti eine fantastische Neuinterpretation des Stoffes. Margheriti, der unter seinem Pseudonym Anthony M. Dawson für einige wichtige Genreklassiker in den 60ern, 70ern und 80ern verantwortlich war, verlagerte die Geschichte in die ferne Zukunft des Jahres 2300. Mit viel Liebe zum Detail wurde eine Zukunftsversion geschaffen, die Jahre nach dem atomaren Krieg spielt. Ansonsten hielt man sich an die literarische Vorlage und besetzte die Rollen mit einer großartigen internationalen Darstellerriege. Neben Anthony Quinn und Ernest Borgnine tauchen auch einige Namen auf, die das Fanherz des fantastischen Films höher schlagen lassen. David Warbeck und Giovanni Lombardo Radice gehören dazu, ebenso wie die deutsche Beteiligung unter Klaus Löwitsch. Sehr beeindruckend sind die Raumschiffkonstruktionen, die unter heutiger Betrachtung etwas antiquiert wirken, für damalige Möglichkeiten innerhalb einer TV-Serie aber sehr gelungen erscheinen. Ebenfalls sehr schön in Szenen gesetzt wurde auch der Dinosaurierfriedhof. Gerade von diesen mit viel Fantasy aufgebauten Außenszenarien gibt es zu wenig zu sehen, da der Großteil der Serie innerhalb des Rauschiffes Hispaniola spielt.
Die sehr gesuchte ungekürzte Fassung, in ihrer 7teiligen Ausstrahlungsform mit je 50 Minuten pro Folge, liegt nun als schickes Digipack mit Schuber von ARD Video vor und kann qualitativ in allen Belangen überzeugen, wobei das fehlende Bonusmaterial etwas Trübsal aufkommen lässt. Von ihrer Faszination hat die Serie nichts eingebüßt, auch wenn einige Stellen kleinere Ermüdungserscheinungen aufweisen, da unnötige Längen entstanden, die wenig hilfreich für das Vorankommen der Geschichte sind. Dies liegt aber auch an der langen Einführungsphase der Charaktere, die sich im Laufe der Serie zudem noch weiter entwickeln. Dennoch wirkt alles wesentlich ausgereifter als die eher unnötige Rumpffassung, die es in Deutschland von EuroVideo als Videokassette gab. Man kann eben nicht 350 Minuten auf 120 Minuten runterkürzen, ohne dass es zulasten der eigentlichen Geschichte geht. Eine gelungene Wiederentdeckung für alle, die damals als stille Beobachter die Reise von Jim auf der Hispaniola verfolgten.



Bilder der DVD




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Matthias Paul am 25.08.2008
Bewertung:

15 Mann und ein Toter im Sarg, yohoho, und 'ne Flasche mit Crag!
Ich erinnere mich noch ziemlich genau dran, wie dieser TV-Mehrteiler auf dem damaligen Sender DDR2 (ja, hieß wirklich so!) im Jugendprogramm "Elf 99" lief und mich total fesselte. Knapp 19 Jahre später sind die Erinnerungen an die mit Starbesetzung (Anthony Quinn, Ernest Borgnine, David Warbeck, Philippe Leroy Giovanni Lombardo Radice, Klaus Löwitsch) gedrehte Stevenson-SciFi'sierung nicht verblasst und es ist unglaublich, sich die Abenteuer im All noch einmal auf DVD anschauen zu können. Die Piratenbrut, das Monster im Sumpf, der Leuchtturm, die Expedition im Wrack und besonders der Dinosaurierfriedhof sind unvergessliche und auch heute noch wirksame Momente, welche zeigen, dass es der Serie ausstattungstechnisch an nichts fehlte. Auch wenn es ein wenig dauert, bis Margheriti die Geschichte in Schwung bekommt, ist jede Minute für Phantastik-Fans sehenswert, die eine Vermischung von leichtem Horror, Westernabenteuer, Piratenfilm und SciFi nicht scheuen. Zudem leidet "Der Schatz im All" nicht unter der tragenden Rolle des kleinen Jungen, denn der gibt sich wesentlich reifer, als es sein Aussehen vermuten lässt. Ich bin immer noch schlichtweg begeistert, und das nicht nur des nostalgischen Wertes wegen.



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