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USA 2002
Originaltitel:Quicksand
Alternativtitel:Quicksand - Tödliche Dosis
Länge:92:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sam Firstenberg
Buch:Steve Schoenberg, Ruben Gordon
Kamera:Sameer Reddy
Musik:Curt Harpel
SFX:Mahaboob Rehman
Darsteller:Michael Dudikoff, Brooke Theiss, Douglas Weston, Michael O'Hagan, Pamela Salem, Marisa Johnston, Dan Hedaya, Richard Kind, Sameer Dharmadhikari, Asif Basra, Lalith Sharma
Vertrieb:Movie Power
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.04.2008 (Verleih) / 10.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Gleich am ersten Abend auf seinem neuen Stützpunkt landet Militärpsychologe Bill Turner mit der Tochter des Generals, Randi, an der Bar. Als es darauf zum Streit zwischen ihr und ihrem Vater kommt und der General am nächsten Tag ermordet aufgefunden wird, deutet alles auf Randi als Täterin hin. Turner ermittelt auf eigene Faust und kommt einer Intrige auf die Spur, die weite Kreise zieht. Von diesem Augenblick an überschlagen sich die Ereignisse.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der Vollbild-Transfer des fürs US-TV gedrehten Action-Thrillers kann mit angenehmen Werten überzeugen, allen voran die natürliche und kräftige Farbgebung und der ausgewogene Kontrast. Ebenso wird eine gute Schärfe geboten, die viele Details offenbart. Hinzu gesellt sich ein feines Hintergrundrauschen, das leichte Schwankungen innerhalb von Totalen hervorruft. Während das Bild anfangs sauber ist, treten im späteren Verlauf vereinzelt kleinere Verschmutzungen auf. Positiv fällt wiederum die Kompression auf, welche meist ruhig im Hintergrund arbeitet und sich nur sehr selten zu einem dezenten Blockrauschen innerhalb homogener Flächen hinreißen lässt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Während die deutsche Synchronisation nur in Stereo vorliegt, kann der Freund des O-Tons auf eine Surroundspur zurückgreifen, leider aber ohne deutsche Untertitel. Dennoch besitzt die eigentlich schwächere Stereospur eine bessere Dynamik, die den wenigen vorhandenen Actionszenen und der musikalischen Begleitung zugute kommt. Für beide Tonspuren gilt eine deutlich und kräftige Dialogwiedergabe. Im englischen Original verteilt sich der Effektbereich auf die Rears und lässt somit etwas Flair im heimischen Wohnzimmer aufkommen. Letztendlich klingt die Abmischung aber etwas flach und so wünscht man sich die Dynamik der deutschen Stereospur auch für den O-Ton. Rauschen ist nicht vorhanden und auch so sind keine Defekte oder Überlagerungen, die zu Beeinträchtigungen führen könnten, ausfindig zu machen. Gerade was den Begriff Stereo betrifft, überzeugt die Synchronfassung.
 +++/--

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Extras sind keine auffindbar, selbst auf eine Trailershow wurde verzichtet.
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Fazit
Angesichts dessen, was B-Movie-Star Michael Dudikoff in den vergangenen Jahren so an Machwerken hinlegte, ist sein nun schon drei Jahre währende Leinwandabstinenz kein großes Wunder mehr. Zuletzt war er wirklich nur noch in unterirdischen Billigfilmchen zu sehen, die selbst für ihn unwürdig waren. "Quicksand" stellt seinen letzten Versuch dar, noch mal so etwas wie einen vernünftigen Film abzuliefern. Bei dem Versuch soll es auch bleiben. Dabei tat er sich hier mit Regisseur Sam Firstenberg zusammen - so etwas wie seinem Ziehvater. Unter ihm gelang Dudikoff bei Cannon durch Filme wie "Avenging Force", "American Ninja" und dessen Nachfolger erst der eigentliche Durchbruch. Ein gutes Omen also? Mitnichten!

Auch Sam Firstenberg, der seinen letzten guten Film "Operation Delta Force" nun auch schon vor acht Jahren gedreht hat und inzwischen mit Rotz à la "The Alternate" seinen guten Ruf besudelt, scheint seine beste Zeit hinter sich zu haben - wenn er, wie es einige Szenen beweisen, auch nicht alles verlernt hat. Man muss sich bei "Quicksand" wirklich an solche Strohhalme klammern, denn viel Positives gibt es nicht zu entdecken.
Der in Indien gedrehte Militärthriller ist in Nebenrollen mit Darstellern wie Dan Hedaya (Interner Link"Alien: Resurrection") oder "Spin City"-Star Richard Kind immerhin einigermaßen prominent besetzt - was nichts heißen muss, denn die Inszenierung ist dröge. Angesichts des arg improvisierten und keineswegs echt wirkenden Militärstützpunkts müssen die finanziellen Mittel doch sehr stark begrenzt gewesen sein. Dudikoff selbst schliddert hier als militärischer Seelendoktor mitten in ein Konflikt zwischen dem Kommandeur und dessen labiler Tochter, die natürlich seine Patientin ist. Der Bruder, ein ambitionierter Politiker soll später auch noch seine Rolle spielen. Weil Papa sein Töchterlein über Paragraph 8 (geisteskrank) aus der Army haben will, soll Dudi den entsprechenden Befund beisteuern. Der findet sie selbstverständlich sympathisch und wird unter Druck gesetzt etc.
Das ist natürlich nur eine actionlose Standardstory, durch die Dudikoff (ganz schön zugenommen) lustlos schauspielert. Bisweilen wirkt es so, als wäre ihm diese Angelegenheit hier wirklich peinlich und das lag wohl weniger an seiner Rolle. Dialoglastig, ohne Abwechslung, spannungsfrei und ohne Überraschungen plätschert "Quicksand" sich hin. Action ist hier ein Fremdwort. Das kurze Handgemenge mit ein paar Soldaten ist ein schlechter Witz. Bei einer etwas sinnfreien Autoverfolgungsjagd (Waren das Gummibäume oder wie?) darf Firstenberg dann zumindest szenenweise noch mal sein Können aufblitzen lassen. Zu mehr reicht es dann auch nicht. Somit bleibt ein extrem schwacher B-Actionthriller, bei dem man das "Action" eigentlich streichen könnte. Naja, thrillen tut hier eigentlich auch nichts ...

Dudikoffs unwürdiger Abgang ist ein mit Goofs versehenes, billiges, langweiliges B-Movie, an dem seine Fans, die wirklich alles von ihm sehen müssen, vielleicht noch interessiert sind. Alle anderen sollten darum einen großen Bogen machen. Trauriger Niedergang eines abgehalfterten B-Stars.



Bilder der DVD




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