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RU 2006
Originaltitel:Grozovye vorota
Länge:132:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Andrei Malyukov
Buch:Aleksandr Buravsky, Aleksandr Tamonikov, Anatoli Usov
Kamera:Vladimir Sporyshkov
Musik:Ivan Burlyayev
SFX:Goloborodko Timofey
Darsteller:Mikhail Porechenkov, Vyacheslav Razbegayev, Anatoli Pashinin, Andrei Krasko, Ivan Zhitkov, Yevgeni Potapenko, Mikhail Yefremov, Daniil Strakhov, Marina Mogilevskaya, Viktoriya Tolstoganova, Anastasiya Tsvetayeva, Boris Shcherbakov
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.12.2007 (Verleih) / 14.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Leutnant Doronin und seine Truppe werden an einen schmalen Bergpass verlegt, der den Knotenpunkt aller Staßen auf weiter Flur darstellt. Die Aufgabe scheint recht simpel zu sein: Den Pass vor den Aufständischen zu verteidigen und diese ihn nicht passieren lassen. Mit der geballten Macht des russischen Militärs und den Informationen des Geheimdienstes zu ihrer Verfügung, glauben Doronin und seine Männer, dass dies eine leichte Aufgabe ist. Doch die 200 russischen Soldaten erwarten nicht, dass sie bald 2000 kampfbereiten Tschetschenen gegenüber stehen und ums nackte Überleben kämpfen müssen ...

Bild
Format2,05:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit dem anamorphen Transfer kann Anbieter MIG eine solide Leistung erbringen, der aber deutliche Kompressionsprobleme vorzuweisen hat. Deutlich auffällig ist das in homogenen Flächen, denn dort bilden sich Blockrauschen und leichte Artefakte. Die Schärfe ist zufrieden stellend, in einigen Szenen aber etwas weich geraten, was durch ein leichtes Bildrauschen zusätzlich verstärkt wird. Die Farbgebung ist natürlich gehalten, wirkt in einigen wenigen Szenen jedoch etwas wechselhaft. Auch der Kontrast hat kleinere Defizite vorzuweisen und neigt immer wieder zu leichten Überstrahlungen in hellen Bereichen. Die Coverangaben des Bildformates sind nicht ganz korrekt, da der Bildausschnitt etwas größer als die angegebenen 1,85:1 ist.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Russisch
UntertitelDeutsch
 Zwischen Originalfassung und deutscher Synchronfassung sind deutliche Unterschiede bemerkbar, was vor allem die Hintergrundgeräusche betrifft. Hier klingt die Originalfassung natürlicher und kann akustisch das Kriegsgeschehen besser wiedergeben. Dennoch verfügt auch die Synchronfassung über genügend Potenzial und kann gerade in den vielen Gefechten punkten. Hinzu gesellt sich noch der Score, der ebenfalls sehr dynamisch klingt. Für eine Stereoabmischung ist man bei dem hier Präsentierten schon sichtlich überrascht und hätte dies einem Stereoton gar nicht zugetraut: Von überall ertönen die Schießereien und Explosionen lassen den Boden erzittern. Hier wäre noch der Einsatz von einem richtig fetten Bass wünschenswert gewesen. Aber auch so überzeugen beide Tonspuren, da neben der guten Abmischung auch keine Probleme bei der Dialogwiedergabe entstehen. Dank optionaler Untertitel in deutscher Sprache kann man somit auch bedenkenlos auf die russische Sprachfassung umsteigen, wobei die Synchronfassung wirklich gelungen ist.
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Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 In Anbetracht des wirklich starken Films, enttäuscht das fehlende Bonusmaterial doch ein wenig.
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Fazit
Was dem Amerikaner sein "Band of Brothers" ist, dürfte dem Russen sein "Grozovye vorota" sein. Und dem Label MIG ist es zu verdanken, dass dieser russische Kriegsfilm auch in Deutschland erhältlich ist. Wobei man eher von einer Mini-Serie sprechen sollte, die in vier Teilen in Russland ausgestrahlt wurde. Für die DVD konnte man nur auf die internationale Filmfassung zurückgreifen, die zwar deutlich kürzer ist und demnach auch in manchen Szenen etwas holprig wirkt, von ihrer Intensivität aber nichts eingebüßt hat und nach einer kurzen Einführung der Charaktere direkt zum Schauplatz des Krieges wechselt.
Die über 2 Stunden vergehen beim Betrachten wie im Flug, da "Grozovye vorota", oder nennen wir den Film bei seinem internationalen Titel "War Fighter", einen hohen Actionanteil besitzt und von einem Kriegsgeschehen zum Nächsten hetzt. Die Schlachten sind jeweils sehr aufwendig gestaltet und können mit amerikanischen Produktionen mithalten. Dennoch enthält "War Fighter" aber auch einen deutlich erkennbaren Patriotismus, obwohl Regisseur Andrei Malyukov sehr viel Wert auf eine authentische Herangehensweise an das Kriegsgeschehen im Kaukasus legte. Aber Patriotismus ist letztendlich ja in den meisten Kriegsfilmen vorhanden. Besonders die Darsteller, welche im westlichen Raum unbekannt sind, hinterlassen einen sehr positiven Gesamteindruck und man nimmt ihnen ihre Rollen ohne lange zu überlegen ab. Der psychische Verfall, die Angst an der Front und vor dem Tod, die in den Augen der jungen Soldaten auflodert, wurden sehr eindrucksvoll von Kameramann Vladimir Sporyshkov eingefangen, aber auch die Umgebung mit ihren Bergen und Wäldern wird eindrucksvoll wiedergegeben.
Nach Interner Link"Antikiller" konnte sich MIG wieder die Rechte für einen sehr guten Film aus Russland sichern, der trotz der internationalen Filmfassung zu überzeugen weiß und fernab der Hochglanzproduktionen aus Amerika endlich in dreckigen Szenen aufzeigt, was Krieg wirklich bedeutet.



Bilder der DVD




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