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USA 2007
Originaltitel:Ed Gein - The Butcher of Plainfield
Länge:86:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Michael Feifer
Buch:Michael Feifer
Kamera:Roberto Schein
Musik:Glenn Morrissette
SFX:Tom Devlin
Darsteller:Kane Hodder, Michael Berryman, Priscilla Barnes, Shawn Hoffman, Adrienne Frantz, John Burke, Kendal Sheppard, Caia Coley, Amy Lyndon,Mike Korich, Deborah Flora, Stan Bly
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:20.03.2008 (Verleih) / 18.04.2008 (Kauf)



Inhalt
"Ed Gein" erzählt die wahre Geschichte des Edward Theodore Gein. Sein Elternhaus war ein Albtraum. Der Vater Alkoholiker, die Mutter eine religiöse Fanatikerin. Nach deren Tod brachen bei Ed alle Dämme und er begann seine mörderische Karriere. Als die 58-jährige Bernice Worden entführt wurde, kam die Polizei auf Geins Spur. In seinem Farmhaus fanden sie neben dem ausgeweideten Körper von Bernic Worden auch Teile von mindestens 15 anderen Leichen: Nasen, weibliche Geschlechtsorgane, Gesichtsmasken aus echter Haut und in einer Pfanne auf dem Herd fand man das Herz eines Menschen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Filme, in denen sehr viele Szenen bei Dunkelheit spielenm benötigen einen entsprechenden Kontrast. Dies kann "Ed Gein" weitestgehend bieten und nur selten werden Details verschluckt. Die Farben wurden absichtlich kraftlos gehalten, um dem Flair der 50er Jahre gerecht zu werden, was auch als gelungen bezeichnet werden kann, da trotz dieses Stils die Töne natürlich wirken. Nicht ganz so gelungen ist die Detailschärfe, die das Bild ein wenig weich erscheinen lässt. Zwar weisen Nahaufnahmen eine gute Schärfe auf, in den Totalen hingegen kommt es immer wieder zu Unschärfen. Die Kompression verrichtet ihre Arbeit zwar solide, fällt aber immer wieder durch leichtes Blockrauschen im Hintergrund auf. Mit einer besseren Schärfe und einem etwas ausgewogeneren Kontrast wären sicherlich mehr Punkte möglich gewesen, so bekommt man zwar ein gutes anamorphes Bild, dem aber der letzte Feinschliff fehlt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Synchronfassung wurde einmal als Stereo- und einmal als 5.1-Variante auf der DVD abgelegt, wobei erstere eigentlich Platzverschwendung ist und man mit dem weitaus stimmigeren 5.1 die bessere Wahl bei vorhandenem Equipment trifft. Bei genauerem Hinhören kommt der Verdacht auf, dass es sich lediglich um einen Upmix auf 5.1 handelt. Zwar werden die Dialoge zu jeder Zeit klar und deutlich von der Front wiedergegeben und auch von einer ordentlichen Dynamik kann gesprochen werden, doch im Bezug auf die Umgebungsgeräusche ist die Front mit den Rears identisch und lässt keinen "echten" Raumklang aufkommen. Mit dem Endergebnis lässt sich dennoch gut leben und Störungen durch Rauschen oder Defekte sind keine vorhanden. Die englische Originalfassung klingt etwas natürlicher und verfügt zudem optional über deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar Mit Regisseur Michael Feifer, Kane Hodder und John Burke
  • Deleted Scenes (11:18 Min.)
  • Bildergalerie (2:30 Min. / 15 Bilder)
  • Trailershow:
    • Die Kreuzritter 4 (1:07 Min.)
    • Inhospitable (1:32 Min.)
    • The Devil dared me to (1:38 Min.)
    • Streets of Philadelphia (2:13 Min.)
    • End of the Line (1:46 Min.)
    • Broken 2 (1:29 Min.)
    • War of the Living Dead (1:25 Min.)
    • Hack! (1:33 Min.)
    • Nightcast (1:49 Min.)
    • Simon Says (2:18 Min.)
    • Die 8. Plage (1:27 Min.)
    • Oliver Hartmann Special (3:23 Min.)
    • PC Spiel Kabus 22 Video (1:21 Min.)
  • PC-Part: Kabus 22 Demo
VerpackungKeepCase
 Neben einer obligatorischen Trailershow bietet die DVD einen sehr interessanten Audiokommentar, der viele Informationen zur Produktion auch einen gut aufgelegten Regisseur inklusive zwei seiner Darsteller bereithält. Die vorhandene Bildergalerie präsentiert einige Szenen aus dem Film und zusätzlich befinden sich noch ein paar Deleted Scenes im Bonusbereich. Wer die DVD in ein DVD-ROM-Laufwerk legt, kann man sich noch eine Demoversion des Horror-Shooters "Kabus 22" installieren. Leider sind keine deutschen Untertitel vorhanden.
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Fazit
Der Serienkiller Ed Gein, der in den 50er Jahren in Wisconsin (USA) seine Taten begann, stand Pate für unzählige Kinocharaktere wie Leatherface (Interner Link"Texas Chainsaw Massacre") oder Norman Bates (Interner Link"Psycho"). Sein eigenes Leben wurde versucht innerhalb von drei Verfilmungen wiederzugeben, wobei die wohl authentischste der 1974 entstandene Interner Link"Deranged" ist, der aber nicht vorgibt von einem Ed Gein zu handeln, sondern von einer fiktiven Person mit Namen Ezra Cobb. Dennoch ist "Deranged" eine Abhandlung des Lebens von Gein, was man vom erneuten Versuch einer Verfilmung durch Michael Feifer nicht unbedingt sagen kann, da "Ed Gein - Der wahre Hannibal Lecter" zwar auf Tatsachen beruht aber letztendlich nur ein solider Horrorfilm geworden ist.
Dies liegt zum einen an Kane Hodder, der durch seine hünenhafte Darstellung eher unpassend wirkt, als auch an der Vorgehensweise von Feifer, der neben der Regie auch für das Drehbuch zuständig war. Feifer versucht nämlich erst gar nicht sich dem wahren Ed Gein durch Tatsachen und Fakten zu nähern, sondern nimmt sich seiner Taten nur an, um einen der bekanntesten Kriminalfälle der Geschichte auszuschlachten und dem seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Die Hauptrolle Kane Hodder zu geben ist nicht unbedingt die beste Entscheidung gewesen, da Hodder es nicht schafft, diesem psychopathischen und schizophrenen Charakter Leben einzuhauchen. Er wirkt eher wie eine Killermaschine, wie er sie schon als Jason in diversen "Freitag der 13."-Filmen spielen durfte. Feifer hätte in seinem Drehbuch auch etwas auf die Nebenhandlung verzichten sollen und sich mehr um seinen Charakter von Gein kümmern sollen, so wird viel Zeit mit dem frisch ernannten Deputy Bobby Mason und seiner unpassenden Liebelei mit seiner Zukünftigen vergeudet. Auch einige Logiklöcher wirken sich unschön auf die Handlung aus, wodurch einige Bereiche der Handlung einfach kurz angerissen werden, ohne weiter verfolgt zu werden. Als Beispiel sei der Verbleib von Bobby Masons Mutter genannt, die einfach so am helllichten Tag nach einer Unterhaltung verschwindet, oder die sichergestellten Beweise wie die leere und verdreckte Flasche, der aber keine weitere Beachtung geschenkt wird. Warum greift man erst Dinge auf, um sie letztendlich dann doch sehr zügig fallen zu lassen? Auch die vorhandenen Flashbacks von Ed Gein wirken planlos ins Drehbuch geschrieben und können jemanden, der noch nie etwas über Gein gehört hat, auch nichts über dessen Hintergründe und Psyche vermitteln.
Recht gut wurde aber die Kulisse der 50er Jahre erstellt und kann zumindest etwas vom damaligen Flair wieder aufleben lassen. Ein paar Goreeffekte wurden zudem in die Handlung integriert, wobei diese zwar nicht von schlechten Eltern sind, aber in ihrer plakativen Art eher an Interner Link"Saw" oder Interner Link"Texas Chainsaw Massacre - The Beginning" erinnern. Auch wenn die Kritik jetzt nicht unbedingt ein Highlight offenbart, ist "Ed Gein - Der wahre Hannibal Lecter" in Anbetracht eines Horrorfilms durchaus gute Unterhaltung. Diejenigen, die sich aber auf eine realistische Abhandlung über einen der bekanntesten Serienkiller freuen, werden enttäuscht sein.



Bilder der DVD




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NewsKane Hodder als "Ed Gein"
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