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JP 2007
Originaltitel:Kuchisake-onna
Alternativtitel:Slit-Mouthed Woman, A
Länge:90:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Kôji Shiraishi
Buch:Kôji Shiraishi, Naoyuki Yokota
Kamera:Shozo Morishita
Musik:Gen Wano, Chika Fujino
Darsteller:Eriko Sato, Miki Mizuno, Haruhiko Katô, Yûrei Yanagi, Kaori Sakagami, Rie Kuwana, Chiharu Kawai, Ryoko Takizawa, Kazuyuki Matsuzawa, Saaya
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.02.2008 (Verleih) / 28.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Auf unerklärliche Weise verschwinden immer wieder Kinder ohne jegliche Spur, was dazu führt, dass man sich wieder an die Legende von der "Frau mit dem aufgeschlitzten Mund" erinnert, die Kinder entführt, um sie mit ihrer riesigen Schere auf grauenvolle Weise zu töten. Für die Lehrerin Yamashita erscheint diese Geschichte als Spinnerei, bis sie selbst Zeuge wird, wie eine geheimnisvolle Frau mit einer Chirurgenmaske ein Kind im Stadtpark kidnappt. Sie beginnt auf eigene Faust die Hintergründe über diese "urbane Legende" zu untersuchen. Ihr Kollege Matsuzaki kommt ihr dabei zu Hilfe, nicht zuletzt weil er in seiner Kindheit ein konkretes Erlebnis mit der scheinbar übernatürlichen Kindermörderin im Trenchcoat hatte ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer wird sicherlich etwas zwiespältig aufgenommen werden, wenn man bedenkt, dass der Film mit einem Entstehungszeitraum von 2007 sehr frisch ist, aber die Bildqualität nicht nach so einer jungen Produktion aussieht. Sicherlich wird auch das niedrige Budget ein Faktor gewesen sein, dass kein perfektes Bild möglich gewesen ist, doch geben sich auch deutliche Defizite zu erkennen, die durch die Normwandlung entstanden sind. Hierbei fällt direkt ein leichtes Ruckeln auf. Ein weiterer Aspekt sind die vorhandenen Bewegungsunschärfen, die das ohnehin sehr weiche Bild noch detailärmer erscheinen lassen. Das zudem vorhandene leichte Rauschen ist weniger störend. Stilbedingt sind die Farben reduziert und kühl gehalten, was dem Film aber ein angenehmes Flair verleiht und thematisch passend gewählt ist. Zwar ist der Schwarzwert nicht optimal und tendiert immer wieder ins Gräuliche, der Kontrast kann aber noch als ausgewogen bezeichnet werden und zeigt alle wichtigen Bildbereiche ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt. Die Kompression arbeitet recht ruhig und ist nur selten bemerkbar. Verunreinigungen oder Defekte sind keine auszumachen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Einen gravierender Unterschied innerhalb der vorhandenen Tonspuren ist nicht auszumachen, wobei die deutsche Synchronisation im Vergleich zum japanischen Original etwas lauter klingt. Dennoch sind beide sauber abgemischt und werden solide von den vorderen Lautsprechern wiedergegeben., wobei aber anzulasten sei, dass man das Potenzial einer Dolby Digital 5.1 Spur nicht ausnutzte. Den Rears werden zwar sehr leise in das Geschehen involviert und mit Musik und kleinen Umgebungsgeräuschen bedient, doch eine räumliche Klangkulisse entsteht bei dieser Abmischung nicht wirklich. Erfreulich ist allerdings das Einbeziehen des Subwoofers, der dank eines leichten Basses in spannenden Momenten auf sich aufmerksam machen kann, und von diesen hat der Film nicht gerade wenige.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:34 Min.)
  • Making of (15:40 Min.)
  • Interviews (5:02 Min.)
  • TV Spots (1:01 Min.)
  • Trailershow:
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Seance (1:56 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Das auf der DVD enthaltene Making of verbindet die üblichen Elemente aus Filmausschnitten, Interviews und einem Blick hinter die Kulissen. Echte Aussagen zur Produktion werden nicht getroffen und insbesondere die eingestreuten Interviews wirken sehr oberflächlich. Auch die separat anwählbaren Interviews, welche zudem im Bonusmaterial vorhanden sind, dürfen als nette Beigabe betrachtet werden, doch fehlt eine kritische Auseinandersetzung mit der Produktion. Alles wird mit einer rosaroten Brille betrachtet ohne irgendwelche Kernaussagen zu treffen. Neben dem sehr stimmigen Originaltrailer befinden sich auch noch 4 TV-Spots aus dem japanischen Fernsehen als Bonus mit auf der DVD. Hinzu gesellt sich noch eine Trailershow, die auf weitere Titel des Anbieters hinweisen möchte.
 ++/---

Fazit
Die Frau mit der Schere ist in Japan eine moderne Legende, die meist dazu dient, Kinder in Angst und Schrecken zu versetzen. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand an die Erzählung gewagt hat, um ihr auch ein Leben auf der Leinwand einzuhauchen. Verantwortlich zeigt sich Kôji Shiraishi, der schon einige Erfahrungen im J-Horror-Bereich sammeln konnte und mit seinem neuen Werk wieder einen ordentlich inszenierten japanischen Horrorfilm abliefert. Anders als in den meisten vergleichbaren Filmen bekommen es diesmal keine Teenager zu spüren, sondern Kinder. Aber es handelt sich nicht um ein sinnloses Werk, in welchem möglichst grausame Taten aneinandergereiht werden, denn wer auf plakative Gore-Effekte hofft, wird enttäuscht werden. Viel mehr setzt Shiraishi auf eine beklemmende Atmosphäre, die nebenbei betrachtet sogar einen dramatischen Hintergrund beleuchtet, denn im Kern ist die Geschichte nichts anderes als ein Film über Misshandlungen in der Kindheit. Shiraishi verfängt sich aber nicht in diesem Thema, sondern baut langsam und bedrohlich einen Spannungsbogen auf, der zwar auch mit typischen Elementen wie lange schwarze Haare aufwartet, meist aber ein sehr eigenständiges Werk geworden ist. Das Grauen aus der Vergangenheit wird mit den Ereignissen aus der Gegenwart konfrontiert. Über weite Strecken wirkt "Carved" sehr verworren, aber bei fortlaufender Spielzeit öffnet sich die Geschichte Stück für Stück und gibt das große Geheimnis preis. Durch diese Vorgehensweise gelingt es Regisseur Shirainshi auch die Spannung aufrecht zu erhalten, ohne in das übliche Klischee abzurutschen, was auch der langsamen Erzählweise zu verdanken ist, die sich viel Zeit nimmt, um den Mythos von der Frau mit der Schere aufzuklären. Auch die Schauspieler überzeugen, wobei ein großes Lob den Kindern gebührt, die die Erwachsenen in vielen Szenen einfach an die Wand spielen. "Carved" ist somit ein gelungener und abwechslungsreicher Beitrag der J-Horror-Welle, den es zu entdecken lohnt.



Bilder der DVD




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