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USA 2007
Originaltitel:Beowulf
Länge:109:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Robert Zemeckis
Buch:Neil Gaiman, Roger Avary
Kamera:Robert Presley
Musik:Alan Silvestri
SFX:Ken Ralston, Michael Lantieri
Darsteller:Ray Winstone, Angelina Jolie, Anthony Hopkins, Robin Wright Penn, Crispin Glover, John Malkovich, Alison Lohman, Brendan Gleeson, Dominic Keating, Chris Coppola, Sebastian Roché, Greg Ellis
Vertrieb:Warner Home
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Als das blutrünstige Monster Grendel das Reich des dänischen Königs Hrodgar heimsucht, kommt ihm der nordische Held Beowulf vom Volk der Geatas zu Hilfe. Nachdem es ihm endlich gelingt Grendel zu töten, schwört dessen unbarmherzige und verführerische Mutter ewige Rache. Einige Jahre später steigt Beowulf zum König der Geatas und der Dänen auf und muss sich einem Furcht erregenden Drachen stellen, der sein Volk bedroht.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Eigentlich war es nicht anders zu erwarten, als dass der anamorphe Transfer des Animationsfilms sehr gute Werte erzielt. Zwar hat es nicht ganz zur vollen Punktzahl ausgereicht, aber dennoch lässt das Bild keine Wünsche offen. Darf die Animation schon als sehr realistisch angesehen werden, überzeugt sie zudem noch mit einer hervorragenden Detailzeichnung. Man achte allein auf die Beschaffenheiten der Figuren sowie der Umgebung. Die Farben überzeugen mit einem sehr schönen Teint, der immer etwas abwechselnd in Erscheinung tritt, je nachdem wie sich die Lichtverhältnisse auswirken. Mal etwas reduzierter, wenn die Wintersonne in gräulichen Tönen erstrahlt oder kräftig im Schein des Goldes. Niemals kommt es zu Beanstandungen im Bereich des Kontrasts und auch von Fehlern innerhalb der Vorlage kann keine Rede sein. Rauschen ist in sehr wenigen Szenen dezent bemerkbar und die Schärfe sorgt an manchen Stellen des Films für kleinere Schwankungen. Dies führt zu einem Punktabzug, aber bei einem so einem atemberaubenden Bild muss schon wirklich nach negativen Aspekten gesucht werden, damit man Referenzprodukten einen ebenbürtigen Vergleich zusichern kann.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
 Auch der Ton überzeugt mit einer gekonnten Soundkulisse in Dolby Digital 5.1, die in allen Belangen erfreut. Angefangen mit den Umgebungsgeräuschen, die sich über alle Boxen verteilen, bis hin zu den Surroundeffekten, hat der Ton alles zu bieten. Auch die Dialogverständlichkeit gibt keinen Anlass zur Kritik und wirkt stets sauber und verständlich. Zudem sorgt der Score von Alan Silvestri für ein wahres Erlebnis. Immer wieder kommt auch der Subwoofer zum Einsatz und lässt kraftvoll das Heimkino erzittern. Dennoch wäre etwas mehr Dynamik in einigen Szenen wünschenswert gewesen, was letztendlich auch zu dem Verlust eines halben Punktes geführt hat. Im direkten Vergleich zwischen dem Originalton und der deutschen Sprachfassung, fallen weitestgehend keine deutlichen Unterschiede auf, wobei naturgemäß der Originalton etwas natürlicher klingt. Es bleibt somit ein akustisches Hörerlebnis übrig, das nur ganz knapp an der Referenzklasse vorbeischrammt.
 +++++/

Extras
Extras
  • Die Reise eines Helden: Das Making of von "Die Legende von Beowulf" (23:54 Min.)
  • "Die Legende von Beowulf" - Eine lange Reise:
    • Beowulf: The Volume (2:25 Min.)
    • Beowulf: Vorbereitung für die T-Pose (1:57 Min.)
    • Beowulf: Was ist E.O.G.? (2:16 Min.)
    • Beowulf: Virtuelle Landschaften (2:03 Min.)
    • Beowulf: Die Requisiten (2:12 Min.)
    • Beowulf: Die Scanner (1:45 Min.)
    • Beowulf: Die Stunts (2:15 Min.)
    • Beowulf: Animiertes Storyboard der Grendel-Kampfszene (2:15 Min.)
    • Beowulf: "Fight Me" - Robert Zemeckis bei der Arbeit (2:30 Min.)
    • Beowulf: "Baby It's Cold Inside" (1:57 Min.)
  • Der Ursprung der Legende von Beowulf (5:12 Min.)
  • Beasts of Burden: Die Gestaltung der Kreaturen von Beowulf (6:54 Min.)
  • Die Entstehung von "Die Legende von Beowulf" (5:23 Min.)
  • Auf der Suche nach dem perfekten Beowulf (1:57 Min.)
  • Nicht verwendete Szenen (11:36 Min.)
  • Booklet: Comic zum Film
VerpackungDigipak im Schuber
 Der laut Coverangaben auf der ersten DVD enthaltene Originaltrailer ist leider nicht vorhanden, was sichtlich schade ist. Dennoch bekommt man auf einer separaten DVD noch einiges geboten, was mit einem sehr informativen Making of seinen Anfang nimmt. Hier bekommt man eine gute Mischung aus Interviews und Behind The Scenes-Material zu sehen, um an dem Entstehungsprozess beteiligt zu werden. Unter "Die Legende von Beowulf" - Eine lange Reise, wird innerhalb von 10 Featurettes nochmals auf bestimmte Punkte eingegangen, um sie genauer unter die Lupe zu nehmen, wobei nochmals interessante Informationen präsentiert werden, die im Making of etwas zu kurz kamen. Die Geschichte hinter Beowulf wird innerhalb des 5 minütigen Featurettes Der Ursprung der Legende von Beowulf wiedergegeben und zeigt Veränderungen zwischen dem klassischen Gedicht und der Drehbuchfassung auf. Den Kreaturen und Monstern, die sich im Films tummeln, wurde zudem eine kleine Dokumentation eingerichtet, die man unter Beasts of Burden: Die Gestaltung der Kreaturen von Beowulf findet. Wie die Legende um Beowulf entstand und welche Probleme man bei der perfekten Besetzung für die Hauptrolle hatte, erfährt der Zuschauer unter den Menüpunkten Die Entstehung von "Die Legende von Beowulf" und Auf der Suche nach dem perfekten Beowulf. Letztendlich gibt es noch einige nicht verwendete Szenen, die sich allerdings noch im Rohdesign befinden, aber der Handlung auch nicht wirklich dienlich gewesen wäre, was dazu führt, dass es lediglich nett ist, sie gesehen zu haben, man sie aber im fertigen Film nicht vermisst. Das gesamte Bonusmaterial wurde mit deutschen und diversen anderen Untertiteln versehen. Als kleinen Appetitanreger befindet sich anstatt eines Booklets, das erste Kapitel des Beowulf-Comics in englischer Sprache als gelungene Dreingabe im Digipack.
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Fazit
Basierend auf der großen nordische Heldengedicht um Beowulf und seinem Kampf gegen das Monster Grendel verfassten Neil Gaiman und Roger Avary ein Drehbuch, das der Vorlage zwar treu bleibt, dennoch eigene Wege geht, um den Mythos noch zu verdeutlichen. Die Idee einer Verfilmung um das große Abenteuer von Beowulf ist nicht neu und wurde unter anderem schon 1997 mit Christopher Lambert mehr schlecht als recht umgesetzt. Ob dies einer der Gründe war, warum das in diesem Jahr entstandene Drehbuch von Avary und Gaiman erst einmal in der Versenkung verschwand, entzieht sich aber meinen Kenntnissen. Erst 2005 wurde das Skript wieder aus der Versenkung befördert, was Produzent Steve Bing zu verdanken ist. Ziemlich schnell konnte auch der Robert Zemeckis ("Zurück in die Zukunft", "Contact") für das Projekt gewonnen werden, um das Drehbuch ebenso wie seinen Film "Der Polarexpress" am Computer mittels echter Darsteller und Motion Capture entstehen zu lassen.
Um kurz auf den Film "Der Polarexpress" einzugehen: Der war zwar ein bezauberndes Weihnachtsmärchen, hatte in der Umsetzung aber ein gewaltiges Problem. Wie man so schön sagt, sind die Augen das Fenster der Seele und die Augen der per Motion Capture bearbeiteten Darsteller waren seelenlose Hüllen. Dank eines neuen Verfahrens mit dem Namen E.O.G. (Electro Oculography), ist nun auch dieses Problem behoben und die Animationen der Figuren überzeugen neben ihren Körpersprachen auch mit echten Augenbewegungen. Für die Rollen konnten namhafte Darsteller engagiert werden, auch wenn einige optisch nicht zu erkennen sind, den Figuren aber ihre Gestik und Mimik verleihen. So verwundert es auch nicht, wenn vom Kinoplakat unter anderem die Namen von Ray Winstone, Anthony Hopkins oder Angelina Jolie erstrahlen. Alle spielten ihre Rollen mit wirklicher Inbrunst und erkannten die Möglichkeit und das Potenzial, welches im Drehbuch vorhanden war. Nicht ohne Grund steht die Figur des Beowulf auch für diverse andere Helden, wie beispielsweise Conan, die auf den Ur-Mythos des Heldentums basieren. Die Geschichte selber ist ein richtiges Actionfeuerwerk und schafft es konsequent über die gesamte Laufzeit gut zu unterhalten, ohne einen Durchhänger zu haben. Anzulasten ist der Geschichte allerdings ein wenig die Vorhersehbarkeit, aber was soll man großartig an einem vorgegebenen Grundplot ändern? Entgegen der Kinofassung wurde "Die Legende von Beowulf" auf DVD in der von Regisseur Zemeckis gewünschten Urfassung veröffentlicht, die mit mehr Blut und Erotik gewürzt wurde. Umso erstaunlicher ist die Freigabe der FSK, die dem Film für 12 Jährige zugänglich machte. Einwände gegen diese Entscheidung gibt es von unserer Seite aus nicht, aber verwunderlich ist dieser Entscheid sicherlich schon. Qualitativ ist die Special Edition eine sichere Kaufempfehlung, da neben dem Inhalt auch die technische Seite mehr als überzeugende Argumente liefert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Legende von Beowulf, Die (Director's Cut)
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