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UK 1964
Originaltitel:Evil of Frankenstein, The
Länge:83:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Freddie Francis
Buch:Anthony Hinds (als John Elder)
Kamera:John Wilcox
Musik:Don Banks
SFX:Les Bowie
Darsteller:Peter Cushing, Peter Woodthorpe, Duncan Lamont, Sandor Elès, Katy Wild, David Hutcheson, James Maxwell, Howard Goorney, Anthony Blackshaw, David Conville, Caron Gardner, Kiwi Kingston
Vertrieb:Koch Media / Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Baron von Frankensteins unorthodoxe Arbeitsmethoden haben die Dorfbewohner gegen ihn aufgebracht. Gemeinsam mit seinem Assistenten muss er nach Karlsbad fliehen, als sein Labor zerstört wird. Im Exil entdeckt Frankenstein, dass sein Ungeheuer noch am Leben ist - gefroren im Eis. Doch Zoltan, ein mysteriöser Hypnotiseur, der das Gehirn des Ungeheuers reaktivieren soll, will das Monster für seine eigenen Zwecke missbrauchen und setzt damit eine Reihe blutiger Geschehnisse in Gang.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 "Frankensteins Ungeheuer" liegt in einer fantastischen Bildqualität und im Originalformat vor, wurde sorgfälltig restauriert und und anamorph codiert. Der Transfer wirkt durchweg scharf und wartet zudem mit einer guten Kantenschärfe, sowie einer überraschenden Detailwiedergabe auf. Somit wirkt das Bild nicht nur sehr plastisch, sondern auch sehr detailliert. Die Farbwiedergabe überzeugt mit satten und kräftigen Tönen und selbst der Kontrast lässt kaum zu wünschen übrig. Hinzu kommt ein ordentlicher Schwarzwert, welcher uns selbst in dunklen Szenarien keine Details unterschlägt. Defekte huschen zwar hin und wieder durch das Bild, stören aber ebenso wenig wie das dezente Bildrauschen im Hintergrund. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund und selbst auf Großbildschirmen oder Leinwänden konnte ich keine Mängel feststellen.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Abmischung klingt altersbedingt zwar etwas dumpf, bietet aber dennoch eine gute Sprachwiedergabe und einen sauberen, fast fehlerfreien Klang. Rauschen und gelegentliches Knacksen bleibt zwar nicht aus, nimmt aber niemals störende Ausmaße an. Der englischsprachige Monotrack klingt natürlicher und vor allem eine ganze Spur klarer. Dies fällt vor allem bei den Nebengeräuschen auf, welche viel deutlicher wahrzunehmen sind als in der deutschen Fassung. Dafür rauscht die englische Version aber spürbar und leider verzichtet Koch Media auf deutsche Untertitel.
 ++----

Extras
Extras
  • Original-Kinotrailer (2:09 Min.)
  • Bildergalerie (56 Bilder)
  • 16-seitiges Booklet
VerpackungKeep Case im Schuber
 Wie auch bei den anderen Hammer Film-Veröffentlichungen wartet diese Disc mit einem 16seitigen Booklet auf, welches uns eine Menge Hintergrundinfos zur Produktion bietet. Desweiteren gibt es auf der Disc einen Originaltrailer und eine Bildergalerie. Ausgeliefert wird die DVD als KeepCase in einem hübschen Schuber.
 +/----

Fazit
"Frankensteins Ungeheuer" gehört zu schwächsten Filmen der Reihe, was nicht zuletzt am misslungenen Design des Monsters liegen dürfte. Zwar durfte man sich dank einer Kooperation mit Universal am klassischen Karloff-Design orientieren, doch was dabei herausgekommen ist, ist alles andere als gut. Das Monster wirkt erschreckend - im negativen Sinne, denn was nach über 110 Änderungen entstand, darf als liebloses Pappmaché bezeichnet werden, unter dem der neuseeländische Wrestler Kwi Kingston nicht einmal ansatzweise zur Geltung kommt. Der Deal mit Universal schien ein großer Fehler gewesen zu sein, zu sehr setzte man auf die bekannten Strickmuster der US-Produktionsschmiede und unterlag strengen Richtlinien. Ganz nach dem Motto: "Wenn wir euren Film schon außerhalb Englands vertreiben, dann dreht ihn gefälligst so, wie wir es haben wollen".
Produzent und Drehbuchautor Anthony Hinds versteifte sich von daher stark auf Aspekte alter Universal-Titel und so lies man auch hier das Monster in Eis einfrieren (Interner Link"Frankenstein meets the Wolf Man", 1942). Der Baron bekommt diesmal Hilfe eines stummen Bettlermädchens und eines Hypnotiseurs, gespielt von Peter Woodthorpe, der das Monster aber für seine eigenen Pläne missbrauchen will. Die Sets gehören zu den aufwendigsten der gesamten Hammer-Frankenstein-Ära und sehen wirklich fantastisch aus. Peter Cushing spielt erneut den Baron und das mit Bravour, wobei sein Charakter diesmal stark von dem ursprünglichen Baron Frankenstein abweicht. Hier ist nicht mehr viel übrig von dem skrupellosen Wissenschaftler, der für seine Ziele über Leichen geht. Vielmehr stellt man ihn hier als missverstandenes Genie dar, ein Mensch der seine Wissenschaft leben und die Medizin revolutionieren möchte. Vor Jahren von seinem Schloss vertrieben, versucht er anderorts seine Experimente fortzusetzen - ohne Erfolg. Er ist heimatlos, immer auf der Flucht und versucht sich in "Frankensteins Ungeheuer" sein Eigentum zurück zu holen, welches mittlerweile der Bürgermeister des Dorfes sein Eigen nennt.
Trotz vieler Änderungen, die nicht in das Gesamtbild der anderen "Frankenstein"-Filme der Hammer Studios passen, bietet Freddie Francis' Film noch genügend Spannung, um sein Publikum nicht zu langweilen. Hinzu kommt ein feuriges Finale, bei dem sich Cushing Verbrennungen dritten Grades zuzog, da er wie immer seine Stunts selbst machen wollte.

"Frankensteins Ungeheuer" ist ein zwiespältiges Stück Hammer-Ärea, will einfach nicht ins Gesamtbild der restlichen Produktionen passen und lässt sich weder inhaltlich noch chronologisch mit den anderen Werken unter der Regie von Terence Fisher verbinden. Dennoch gehört der Film in jede gut sortierte Sammlung von Klassikern. Allein Peter Cushings Darbietung macht sämtliche Mängel der Produktion wieder wett. Zudem überzeugt die DVD technisch in allen Belangen und besticht vor allem durch die tolle Bildqualität. Hier sollte man zugreifen.



Bilder der DVD




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Frankensteins Ungeheuer
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Frankensteins Ungeheuer
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