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USA 2005
Originaltitel:Neighborhood Watch
Alternativtitel:Deadly End
Länge:88:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Graeme Whifler
Buch:Graeme Whifler
Kamera:Bernd Heinl
Musik:José J. Herring
SFX:Leonard MacDonald
Darsteller:Terry Becker, Randall Bosley, De Anna Joy Brooks, Price Carson, Janice Davies, Tim Devitt, Eileen Dietz, John Ennis, Gil Glasgow, Fritz Greve, Jack Huston, Pell James, James Kayten, Irwin Keyes, David Powledge, Chris Ufland
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.03.2008 (Verleih) / 28.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Bob und Wendi Peterson, ein junges Ehepaar, müssen aus beruflichen Gründen ihren Wohnsitz wechseln. Es verschlägt sie in einen verschlafenen Wohnort, wo sie ein eigenes kleines Häuschen beziehen. An sich keine schlechte Sache, doch die Nachbarn in ihrer Straße erscheinen ihnen zunehmend seltsam. Da wären zum einen die Sowells, ein altes Ehepaar, das sich sehr paranoid verhält und sich ständig im eigenen Haus einschließt. Und zum anderen noch Adrien, ein ziemlich ekliger Kerl, der den Petersons aber überraschend freundlich gesonnen scheint. So nimmt das Paar auch gerne sein Begrüßungsgeschenk, eine Schachtel Pralinen, an. Doch schon diese hat es wahrlich in sich, und Bob und Wendi bemerken, dass Adrien ein völlig durchgedrehter Psychopath ist und er mit ihnen noch so einiges vor hat ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Obwohl mit einem geringen Budget entstanden, kann der Bildtransfer von "Dead Next Door - Neighborhood Watch" meist überzeugen. Auffällig ist in der Anfangsphase ein dezentes Nachziehen, das aber recht schnell verschwunden ist. Der Kontrast hinterlässt meist einen ausgewogenen Eindruck, wirkt in einigen Szenen aber ein wenig zu steil gewählt und neigt dazu einige Details zu verschlucken. Die Farben wirken stets natürlich, sind aber nicht sonderlich kräftig in ihrer Erscheinungsform gewählt. Nicht ganz so optimal gestaltet sich der Schärfebereich, der etwas weich ausfällt und die Details etwas beeinträchtigt. Das leicht vorhandene Rauschen sorgt zudem dafür, dass Konturen mit einer leichten Unschärfe versehen sind. Ansonsten gelingt der anamorphe Transfer sehr ordentlich und die Kompression verrichtet ihre Arbeit unauffällig im Hintergrund. Bildfehler oder Defekte sind ebenfalls nicht auszumachen, so dass die Gesamtbewertung des Bildes noch mit knappen 4 Punkten abschließt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Obwohl in Dolby Digital 5.1 abgemischt, erklingt die deutsche Synchronisation sowie der englische Originalton nur aus der Front. Die Rears werden zu keiner Zeit beansprucht, was dazu führt, dass die Tonspuren keine räumliche Klangkulisse zulassen. Dennoch kann man gut mit der Abmischung leben, da der Film sowieso eher frontlastig ausgelegt wurde. Dennoch ist es schade, dass nicht zumindest die musikalische Unterstützung auch auf die Rears verteilt wurde, um zumindest etwas Atmosphäre zu erzeugen. Die Dialoge sind durchgehend gut verständlich und leisten sich zumindest keine Überlagerungen oder Verzerrungen, die zu einer Beeinträchtigung führen könnten. Einzig ein leichtes Rauschen begleitet beide Tonspuren, das letztendlich aber nicht als störend empfunden wird. Im direkten Vergleich klingt der Originalton etwas natürlicher, was auch innerhalb der Synchronspur zu bemerken ist, da die Sequenzen mit dem Radiosprecher nicht synchronisiert wurden und etwas leiser klingen. Dafür wirkt die deutsche Tonspur dynamischer und kann an einigen Stellen mit einem passenden Baseinsatz aufwarten. Untertitel stehen optional in zwei Varianten zur Verfügung: entweder für den kompletten Film oder nur für die eben angemerkten Sequenzen mit dem Radiomoderator.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:06 Min.)
  • Making of (20:49 Min.)
  • Audiokommentar
  • Trailershow:
    • Carved - The Slit Mouthed Woman (1:35 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Casshern (1:59 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Taxidermia (2:09 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
VerpackungStarmetalpak
 Das vorhandene Bonusmaterial ist zwar nicht besonders üppig ausgefallen, kann aber zumindest mit einem netten Making of erfreuen. Innerhalb von 20 Minuten wird ein Blick hinter die Kulissen geworfen, der durch kleine Interviews mit den Beteiligten unterbrochen wird. Der vorhandene Audiokommentar enthält zudem einige interessante Anekdoten, ist im Allgemeinen aber mit einem starken Werbecharakter geprägt, so dass die Produktion etwas zu sehr mit der rosaroten Brille betrachtet wird. Abgerundet wird das Ganze dann mit dem Originaltrailer und weiteren Trailer aus dem Hause I-On.
 ++----

Fazit
Fernab vom Mainstream und des Hochglanz-"Torture Porn" à la Interner Link"Hostel" findet man Graeme Whiflers Werk "Dead Next Door", dessen Originaltitel "Neighborhood Watch" wesentlich passender klingt, aber wohl marketingtechnisch nicht das Richtige gewesen ist. Hinter diesem Titel verbirgt sich ein richtig fieser Film, der zwar, was das Budget betrifft, nicht sonderlich viel zur Verfügung hatte, dafür aber mit seinem dreckigen und nihilistischen Charakter aufzufallen weiß. Die Story in ihrer Umsetzung überzeugt und kann mit richtig schrägen Einfällen und Charakteren punkten. Ob Regisseur Whifler wohl selber solche Nachbarn in seiner näheren Umgebung hatte oder er selber so einer ist, wird allerdings nicht beantwortet, aber irgendwoher muss er ja die Ideen gehabt haben, schließlich war er auch für das Drehbuch verantwortlich und dieses dürften nicht unbedingt als alltäglich bezeichnet werden. Dass hierbei manche Szenen mit einem tiefschwarzen Humor verfeinert wurden, ist eine dankenswerte Abwechslung von den ansonsten rohen und ekeligen Bildern, die auch abgehärteten Fans des Genres ein flaues Gefühl vermitteln können. Zwar wirken nicht alle Bereiche immer durchgehend gut durchdacht und nicht selten wird etwas unfreiwillige Komik durch stumpfsinnige Dialoge oder vorhandene Logiklöcher hervorgerufen, aber selbst dann dürfte das Lachen in den meisten Fällen dem Zuschauer im Halse stecken bleiben. Die fiesen Schweinereien, die der ungeliebte Nachbar für seine Opfer erdacht hat, übertreffen immer wieder die Schmerzgrenze und fangen verhältnismäßig harmlos an mit giftigem Efeu, gehen über vergiftete Pralinen, die den Film mit Körperflüssigkeiten würzen bis hin zu Amputationen.
Sehr gut agieren in diesem Ekelpaket von Film die Darsteller, allen voran natürlich Nick Searck als unbeliebter Nachbar, der nur seinen Ideologien folgt: Eine Welt bereinigt von Sex, Frauen und den Gottlosen. Whifler erschafft eine Atmosphäre, wie sie dreckiger und beklemmender nicht hätte sein können, gewürzt mit derben Effekten, also einen Film, den man so schnell nicht vergessen wird, und der richtig schön krank inszeniert wurde. Dabei sollte er wirklich nur von Freunden der härteren Gangart bevorzugt konsumiert werden. Der "normalen" Zuschauer sollte besser die Finger von dieser kleinen Perle des Unerträglichen lassen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Dead Next Door" kommt von I-ON
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