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DK 2007
Originaltitel:Fortabte sjæles ø, De
Alternativtitel:Förtappade själarnas ö, De
aka. Insel der verlorenen Seelen
Länge:100:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Nikolaj Arcel
Buch:Rasmus Heisterberg, Nikolaj Arcel
Kamera:Rasmus Videbæk
Musik:Jane Antonia Cornish
SFX:Hummer Høimark
Darsteller:Sara Langebæk Gaarmann, Lucas Munk Billing, Lasse Borg, Nicolaj Kopernikus, Anette Støvelbæk, Lars Mikkelsen, Anders W. Berthelsen, Beate Bille, Frank Thiel, André Babikian, Lotte Munk Fure
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:11.03.2008 (Verleih) / 18.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Die 14-jährige Lulu wohnt in einem kleinen, verschlafenen Dorf an der Küste und liest mit Begeisterung Sagen über Geister und Dämonen. Sie würde alles dafür geben, auch nur einmal ein ähnliches Abenteuer erleben zu dürfen. Doch dann geschieht das Unfassbare: Ein Geist aus dem 19. Jahrhundert ergreift Besitz von ihrem kleinen Bruder, um gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen. Lulu will ihm helfen, doch die einzigen Menschen, die ihr glauben, sind der verwöhnte, überängstliche Oliver und Richard, ein desillusionierter Wissenschaftler. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Mission, um das Geheimnis von der Insel der verlorenen Seelen zu entschlüsseln.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild kann durchweg mit guten Werten überzeugen. Der Kontrast ist sehr ausgewogen, überzeugt selbst in den Szenen, die mit diversen Stilmitteln bearbeitet wurden, und zeigt sich durchgehend sehr detailfreudig ohne Bereiche zu verschlucken. Die Farben wirken sehr kräftig und durchgehend natürlich, wobei in dunklen Szenen sehr viel mit Blaufiltern gearbeitet wurde, was aber einen der Handlung dienlichen kalten Touch verleiht und optisch sehr schön anzusehen ist, da hier keine Makel vorhanden sind. Auch die Kompression überzeugt und verrichtet ihre Arbeit ordentlich im Hintergrund. In einigen Szenen ist ein leichtes Bildrauschen bemerkbar, stört den Sehgenuss allerdings zu keiner Zeit. Bei der Schärfe gibt es jedoch etwas Kritik zu äußern, da diese etwas wechselhaft ausgefallen ist. In Nahaufnahmen gibt sich das Bild zwar sehr detailliert und scharf, doch ansonsten ist es etwas weich ausgefallen, was die Details etwas beeinträchtigt. Prinzipiell kann man mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden sein.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Dänisch
UntertitelDeutsch
 Akustisch offenbart sich "Island of Lost Souls" als ein wahrer Leckerbissen. Neben einer sehr guten Sprachverständlichkeit bekommt man es noch mit einem mehr als gelungenen Raumklang zu tun. Die Musik wurde auf alle Kanäle gelegt und sehr dynamisch abgemischt. Auch der Bass klingt sehr ausgewogen und bietet viele druckvolle Momente, die den Subwoofer endlich wieder einmal zu seiner Daseinsberechtigung verhelfen. Das Verhältnis zwischen Musik bzw. Effekten und den Dialogen zeigt sich in einer sehr homogenen Akustik, die erfreulicherweise auch keine Verzerrungen zulässt. Die Klangkulisse ist tadellos und bietet zudem noch eine Menge an direktionalen Surroundeffekten, wobei in diesem Bereich die Grenze noch nicht erreicht gewesen ist und man ruhig noch etwas mehr an Effekten bieten könnte. Dennoch kommen die Rears eher selten zum Ruhen und vermitteln so einen gelungenen Raumklang. Zur Höchstwertung hat es letztendlich dann doch nicht gereicht, da es in Sachen Referenz noch wesentlich stärkere Abmischungen gibt, doch mit sehr guten 5 Punkten kann man eine ordentliche Klangkulisse erwarten, die den Kampf zwischen Gut und Böse ins heimische Wohnzimmer transportiert.
 +++++-

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:10 Min.)
  • Trailer (Deutsch) (2:10 Min.)
  • Featurettes:
    • Der Kampf zwischen Gut und Böse (2:31 Min.)
    • Das Storyboard - Die Entstehungsgeschichte (4:46 Min.)
    • Das Casting - Wer rettet die Welt? (5:37 Min.)
    • Die Drehorte - Von der Provinz ins Abenteuerland (3:44 Min.)
    • Visuelle Effekte - Magie auf dem Bildschirm (5:41 Min.)
    • Hummer - Der Special-Effects-Magier (3:40 Min.)
    • Das Production Design - Die Illusion entsteht (4:14 Min.)
    • Die Musik - eine universale Sprache (3:54 Min.)
    • Die Verwirklichung einer Utopie (3:45 Min.)
  • Fotogalerie (1:06 Min.)
  • Trailershow:
    • Die Farbe der Milch (1:37 Min.)
    • Rexx, der Feuerwehrhund (1:46 Min.)
    • Die Rotkäppchenverschwörung (2:21 Min.)
    • Big Mamas Haus (2:21 Min.)
    • George und das Ei des Drachen (1:41 Min.)
    • Asterix der Gallier (0:58 Min.)
    • Dreamer (2:25 Min.)
    • Little Manhattan (2:31 Min.)
    • Whale Rider (2:06 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus gibt's den Originaltrailer sowie sein deutsches Pedant und eine selbstlaufende Fotoshow mit Filmszenen und Pressefotos. Kernstück ist aber das in 9 Featurettes unterteilte und für die offizielle Homepage entstandene Making of. Interviews und Blicke hinter die Kulissen zeigen in einzelnen Produktionsschritten auf, wie beispielsweise Filmmusik oder Spezialeffekte entstanden. Unterbrochen wird das ganze immer durch informative Interviews mit den Personen, die für den jeweiligen Bereich zuständig waren. Das Bonsumaterial punktet nochmals durch die extra erstellten deutschen Untertitel. Wer sich für weitere Produktionen für Jung und Alt interessiert, dem steht noch eine Trailershow des Anbieters zur Verfügung.
 +++/--

Fazit
Skandinaviens Antwort auf Interner Link"Harry Potter" nennt sich "Island of Lost Souls" und erzählt vom klassischen Kampf Gut gegen Böse. Nikolaj Arcel schuf mit seinem Werk einen spannenden Mix aus Abenteuer, Grusel und Fantasy. Vermutlich zwar im Zuge der "Harry Potter"-Manie im eigenen Land entstanden, braucht sich "Island of Lost Souls" allerdings nicht hinter dem großen Vorbild verstecken, denn dank überzeugender Effekte, einer sehr ansprechenden Kulisse und des sehr gelungenen Soundtracks wird man mit einem tollen Fantasystreifen belohnt.
Die Geschichte dreht sich um die 14jährige Lulu, die mit ihrem Bruder Sylvester und ihrer Mutter nach der Scheidung ihrer Eltern in ein kleines Nest auf dem dänischen Land zieht. Lulu ist mit der Trennung der Eltern überfordert und versucht ihren Schmerz mit dem Übernatürlichen auszugleichen. Doch weder mit Geistern noch anderweitige Erscheinungen bekommt Lulu es zu tun, daher wird ihr Spleen auch von ihrem Bruder und ihrer Mutter eher missbilligt als wohlwollend aufgenommen. Doch alles ändert sich als Lulu bei einer Beschwörung mit dem Witchboard die umherirrende Seele von Herman Hartmann beschwört, die nun von ihrem Bruder Besitz ergreift. Herman gehörte einst einer Loge an, die sich gegen die dunkle Seite aussprach und einen ungleichen Kampf gegen einen bösen Necromancer für sich entscheiden konnte. Als Herman auf einmal die Stimmen von verlorenen Seelen vernimmt, die scheinbar von einer nahe gelegenen Insel kommen, ist für ihn klar, dass der Necromancer wieder auferstanden ist. Nun müssen Lulu und Herman sowie der Nachbarsjungen Oliver und der Parapsychologe Ricard den Kampf erneut aufnehmen, um die Menschheit vor der bösen Macht des Necromancers zu schützen.
Ein Film steht und fällt mit den Darstellern und man darf mit ruhigem Gewissen Nikolaj Arcel für seine Auswahl gratulieren. Sara Langebæk Gaarmann und Lucas Munk Billing harmonieren als ungleiches Geschwisterpaar perfekt, wobei man die Leistung von Lucas Munk Billing schon hervorheben muss, da er es sehr gut versteht, einen Erwachsenen zu verkörpern, obwohl er erst 10 Jahre alt gewesen ist bei der Produktion. Gleichzeitig konnte man Lars Mikkelsen als bösen Necromancer engagieren und seine Darbietung ist ebenso ein Volltreffer wie die von Ralph Fiennes als Lord Voldemort in den "Harry Potter"-Filmen, wenn auch nicht ganz so düster. Sehr stimmig werden die Bilder von einem bombastischen Orchester begleitet, was dem Film nochmals zugute kommt und der Engländerin Jane Antonia Cornish zu verdanken ist. Von dieser Komponistin wird man sicherlich noch einiges hören. Da der Film in seiner Grundstimmung sehr düster geraten ist, wurde etwas Humor in die Handlung eingebaut, um dem ganzen Treiben etwas mehr Helligkeit einzuhauchen, was in Anbetracht des Zielpublikums ein gerechtfertigter Entschluss gewesen ist. Dennoch erscheinen diese Szenen nicht unpassend, sondern harmonieren mit dem Rest des Films.
Dass sich die Mühe gelohnt hat, bewiesen die Auszeichnungen beim Robert Festival in Kopenhagen, wo "Island of Lost Souls" ganze fünf Preise abräumen konnte. Zu recht, denn es wird ein familienfreundliches und effektgeladenes Popcornkino präsentiert, das leider in Deutschland keinen Kinostart erfahren durfte. Da allerdings die Heimkinos auch zunehmend mehr Einzug halten, darf man sich eben dank einer mehr als gelungenen DVD aus dem Hause Kinowelt auf einen fantasievollen Filmgenuss in den eigenen vier Wänden freuen.



Bilder der DVD




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