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USA 2004
Originaltitel:Ghost Game
Länge:69:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Joe Knee
Buch:David W. Keffer, Benjamin Oren
Musik:Jeff Russo
Darsteller:Alexandra Barreto, Shelby Fenner, Curt Cornelius, Aaron Patrick Freeman, Robert Berson, Danielle Hartnett, Jamie Alexander, Peter Cilella
Vertrieb:Constantin
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.08.2006 (Verleih) / 08.09.2006 (Kauf)



Inhalt
Einen entspannten Ausflug zu einem entlegenen Holzhaus am See, mit jeder Menge Spaß und Party - das war es, was die Gruppe junger Leute an diesem Wochenende eigentlich geplant hatte. Doch es sollte anders kommen. Als sie ein mysteriöses Gesellschaftsspiel in der Hütte finden und es prompt zu spielen beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit das Grauen in Gestalt von drei Hexen auslösen, denen nach und nach die Gruppe auf entsetzliche Weise zum Opfer fällt. Nur wem es gelingt, in bestimmter Zeit die Zeichen des tödlichen Spiels zu deuten und verschiedene Aufgaben zu lösen, hat eine Chance zu überleben. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Erscheinen die ersten paar Szenen etwas seltsam, verruckelt und irgendwie künstlich gealtert? Sollen sie auch, denn die etwa 30 Jahre zurückliegende Vorgeschichte wurde so gestaltet, dass sie ein wenig an Pergament farbene Bilder des frühen Filmzeitalters erinnern. Leider sieht man danach sehr deutlich, dass die Produktion auf billige digitale Technik zurückgegriffen hat, denn die einfach kein sonderlich tolles Bild entstehen lässt. Trotz anamorpher Technik wird nämlich keine zeitgemäße Schärfe erreicht und auch die Farben tragen wenig jenen Filmlook, den man vielleicht gewöhnt ist. Das liegt wieder mal am Kontrast, der die dunklen Szenen zwar nicht im Stich lässt, im Hellen aber auch nicht sonderlich realistisch aussieht. Die sonst übliche Blässe bleibt hier weitestgehend aus und die dunklen Szenen später versumpfen auch nicht, aber die minderwertigen Schärfeverhältnisse lassen eben sofort erkennen, woran man ist.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Warum man unbedingt einen DTS-Mix mit auf die DVD gepackt hat, ist mir nicht ganz klar. Es mag sein, dass gerade die füllige Musik und einige wenige Effekte einen besseren Eindruck machen als das Bild und durchaus in einer höheren Klasse mitspielen als im Independent-Bereich, aber das macht die gesamte Tonspur längst noch nicht lebendig oder kraftvoll. Der Bass wird etwas selten während einiger Schocks genutzt, was einen guten Eindruck macht, aber besonders die sehr auf die Front bezogene Handlung mit den Dialogen besitzt kein wirklich verwertbares Klangbild. Die englischen Stimmen mögen etwas indirekter klingen, passen aber besser als die weiche deutsche Synchronisation. Statt DTS wären deutsche Untertitel angebracht.
Vergleicht man nun mal mit anderen Independent- oder sogar Amateurproduktionen, fällt die DVD von "Ghost Game" trotzdem aber sehr ordentlich aus, vor allem weil die Aufnahme bedingten Störungen hier völlig ausbleiben.
 +++/--

Extras
Extras
  • Cover mit reflektierender Beschichtung
  • Darstellerinfos:
    • Alexandra Barreto (1 Seite)
    • Robert Berson (1 Seite)
    • Curt Cornelius (1 Seite)
    • Shelby Fenner (1 Seite)
  • Der besondere Filmtipp "The Dark" (2:22 Min.)
  • Trailershow:
    • Ghost Game (2:34 Min.)
    • Domino (2:15 Min.)
    • The Jacket (2:24 Min.)
    • Man About Town (2:28 Min.)
    • Das Ende: Assault On Precinct 13 (2:23 Min.)
    • Metal: A Headbanger's Journey (1:42 Min.)
VerpackungKeepCase
 Hier sieht es etwas spärlich aus, denn die Darstellerinfos sehen nach nicht viel mehr als 5 Minuten Arbeit aus (jeweils einseitige Titelliste). Dafür hat man das Cover mit einem silbrigen Glanz veredelt, was, wenn man es dem Licht aussetzt, sehr schön aussieht.
 +-----

Fazit
Außen hui, innen pfui! Zumindest hätte ich nicht erwartet, dass mich mit "Ghost Game" so ein billiges Trash-Filmchen erwartet, das glücklicherweise mit 70 Minuten straff genug gehalten wurde. Die Geschichte könnte man ein wenig als eine Interner Link"Tanz der Teufel"-Variation ansehen, bei der statt uralter Monster drei Hexen auf ein paar Urlauber machen. Erstere wurden 30 Jahre zuvor in der am See gelegenen Hütte aufgerieben, als sie gerade versuchten, den Geist einer mächtigen, uralten Hexe zu beschwören. Nun schleichen diese in Geistergestalt, die nicht jeder sehen kann, durch die Wälder und versuchen die Bewohner der Hütte dazu zu bringen, die Zauberformel von damals fortzusetzen, die nun natürlich als Gesellschaftsspiel getarnt wird.

Dilettantisch ist "Ghost Game" sicherlich nicht und man bekommt auch keine absoluten Kotzbrocken statt Figuren vorgesetzt, wie es bei richtig schlimmen Billigkurbeleien aus diesem Bereich manchmal der Fall ist, aber wirklich überzeugend ist die US-Produktion auch nicht ausgefallen. Der mittelmäßige Spannungsaufbau kommt nie über kurze Schockmomente hinaus und reicht somit nicht aus, um eine wirkliche eine Atmosphäre zu erzeugen, in der man sich gefangen fühlt. Die sepiafarbenen Visionen der Hexen sind sicherlich ein Anfang, man hätte aber vielleicht davon absehen sollen, einfach drei heiße Bräute in Gothic-Klamotten zu stecken, weil das nicht mehr als lächerlich ist. Auf der anderen Seite sind die Todesszenen mit ihren kurzen, unblutigen Abschlüssen kaum der Rede wert! Also bitte, wenigstens das wäre man dem Horror-Fan doch schuldig geblieben. Es ist, als ob sich weder Regie noch Drehbuch entscheiden können, ob sie aus der nicht allzu brauchbaren Geschichte reinen Unterhaltung oder anspruchsvolle, gruslige Horror-Kost machen können. Das spiegelt sich auch in den wenigen Witzen wieder, die weder zur Auflockerung dienlich sind, noch richtig an die jeweiligen Stellen passen. Später schwenkt "Ghost Game" mit seinem Interner Link"Blair Witch Project"-Aufnahmestil noch kurz in Hektik und ein wenig Action um, ohne aber passende Erklärung für das Spiel, das im gesamten Film eine viel zu geringe Rolle spielt, zu haben oder woher dessen Mitspieler plötzlich all die Ideen haben, die sie zur Lösung benötigen. Dort merkt man dann auch, dass Cousin Teds Rolle nur kläglich in den Film hineingepuzzelt wurde, letztlich aber immer noch aus dem Gesamtbild so weit hervorragt, dass man sich als Zuschauer fragt, was der Typ eigentlich im Film verloren hat.

Die DVD hätte mehr Bonusmaterial benötigt, um für den Käufer, der sich mit durchschnittlicher Gruselkost zufrieden geben sollte, interessant zu sein. Bild und Ton sind zwar nicht auf hohem Niveau, gehen aber für die niedrigen Produktionsverhältnisse in Ordnung.
Über die Komplettheit des Films kann man nur Vermutungen anstellen. Die IMDb.com gibt mehrere Laufzeiten zwischen 72 und 102 Minuten an. Möglicherweise sind die 102 Minuten nur eine Rohfassung, die später für die kommerzielle Auswertung gekürzt wurde.



Bilder der DVD




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