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UA 2006
Originaltitel:Shtolnya
Länge:80:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lubomyr Kobylchuk
Buch:Oleksiy Khoroshko, Lubomyr Kobylchuk
Musik:Volodymyr Kripak
Darsteller:Svitlana Artamonova, Mykola Kartzev, Pavlo Li, Sergiy Stasko, Olga Storozhuk, Vyacheslav Vasyluk, Oleksiy Zabegayev
Vertrieb:Splendid / I-ON
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.01.2008 (Verleih) / 25.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Eine Gruppe Archäologie-Studenten begibt sich gemeinsam mit ihrem Professor auf eine Reise zu einem uralten Höhlensystem in den Wäldern. Die Begeisterung steigt, als man auf einen Geheimgang zu einem bisher unerforschten Schacht stößt, der noch tiefer unter die Erde führt. Als der Professor plötzlich verschwindet, machen sich die jungen Leute auf die Suche nach ihm. Doch was zuerst so euphorisch begann, entwickelt sich zu einem furchtbaren Alptraum. In dem dunklen Geflecht aus Gängen lauert etwas, das nicht von dieser Welt zu stammen scheint. Und was vor langer Zeit eingeschlossen wurde, macht sich nun auf die Jagd ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Lubomyr Kobylchuk hat einen sehr eigenwilligen Stil, der zwar etwas gewöhnungsbedürftig ist, dem Film aber gut zu Gesicht steht. Auffällig ist ein deutliches Bildrauschen, welches aber nicht wirklich als störend empfunden wird. Viel mehr betrachtet man die benutzten Stilmittel, was sich schon in der Farbwiedergabe zeigt. Die Farben wirken reduziert und absichtlich mit einem Grünstich versehen. Gerade wenn der Film im dunklen Labyrinth spielt, wirkt dieses Farbspektrum innerhalb der kalten Grundstimmung sehr passend. Der Kontrast leistet sich meist keine nennenswerten Schwächen, wirkt sehr ausgewogen und lässt eher selten benötigte Details vermissen. Die Schärfe hingegen ist sehr wechselhaft ausgefallen und das Bild wirkt die meiste Zeit über etwas zu weich und kaum detailliert. Erst bei sehr nahen Gesichtsaufnahmen verbessert sich dieser Bereich. Sicherlich ist dies wieder ein gewolltes Mittel des Regisseurs, doch wäre ein etwas kontinuierlicher Schärfegrad vorteilhafter gewesen. Einen wesentlich besseren Eindruck kann wiederum die Kompression hinterlassen, die meist sauber im Hintergrund ihre Arbeit verrichtet.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Ukrainisch
UntertitelDeutsch
 Während sich der ukrainische Originalton trotz Dolby Digital 5.1 sehr verhalten gibt und eher an einen Stereotrack erinnert, überzeugt die deutsche Synchronisation, ebenfalls in Dolby Digital 5.1, mit einer ansprechenden Soundkulisse. Spezielle Surroundeffekte sind zwar nicht der Hauptbestandteil, da sich der Film eher frontal bewegt und eher selten die Rears für Umgebungsgeräusche nutzt, doch durchzieht der Soundtrack alle Boxenbereiche, um der klaustrophobischen Stimmung durch gezielten musikalischen Einsatz einen ordentlichen Spannungsbogen zu verpassen. Sehr schön gestaltet sich hierbei das Spiel mit dem Bass, der das ganze noch untermauert. Hierbei kann auch die Dialogwiedergabe auf einem guten Level überzeugen, da es in keiner Szene zu Problemen bei der Verständlichkeit kommt. Es befinden sich auch noch optionale deutsche Untertitel auf der DVD.
 ++++--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (0:30 Min.)
  • Trailershow:
    • Carved - The Slit Mouthed Woman (1:35 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Red Shoes (2.08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonusmaterial befinden sich lediglich der Originaltrailer sowie eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem I-On-Programm auf der DVD.
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Fazit
Man möchte gleich vermuten, dass Regisseur Lubomyr Kobylchuk ein Fan von Neil Marshalls Höhlenhorror Interner Link"The Descent" ist. Anders ist der ähnliche Handlungsablauf nicht zu erklären. Die Besonderheit bei "The Pit" ist aber das Entstehungsland Ukraine. Man bekommt nicht wirklich oft ukrainische Horrorkost geboten und dafür macht sich der osteuropäische Film relativ gut. Nach einer kurzen Charaktereinführung begibt sich eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Studenten in die nahen Wälder, um zusammen mit ihrem Archäologieprofessor nach Resten einer alten Kultur zu forschen. Nach kurzer Zeit finden die Fünf den Eingang zu einem Höhlensystem. Durch die Abenteuerlust gepackt wird das unterirdische Labyrinth betreten, um möglicherweise die in Stein gemeißelte Gottheit der Perun zu finden. Selbst das Verschwinden des Professors kann die Gruppe nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Doch schon nach kurzer Zeit wird ihnen klar, dass etwas Merkwürdiges in dem System aus Labyrinthen vorgeht. Und wie es das Gesetz des Horrorfilms vorschreibt, wird nicht jeder der Gruppe wieder das Tageslicht erblicken.
Zwar arbeitet Kobylchuk mit bekannten Stilelementen und lässt neue Einflüsse vermissen, kann aber eine ungemein spannende Stimmung durch die klaustrophobische Kulisse schaffen. Auch die unbekannten Darsteller können in ihren Rollen überzeugen und lassen den geistigen Verfall, der durch die Angst geschürt wird, treffend rüberkommen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzung und Konflikten in der Gruppe, was besonders der ohnehin unbeliebte Streber zu spüren bekommt. Das einzige Problem von "The Pit" ist die misslungene Auflösung, da die zuvor aufgebaute Atmosphäre im Handumdrehen verpufft, weil das Ende aufgesetzter nicht hätte sein können. Andererseits hätte man mit so einem Abschluss nicht unbedingt gerechnet, was dem ganzen dann doch einen gewissen Reiz entlockt.

Bei weitem ist "The Pit" kein Meilenstein geworden, dennoch ist Kobylchuk ein handwerklich guter Beitrag für sein Debüt gelungen, da er sehr kurzweilig ausgefallen ist und über weite Strecken eine spannende und mysteriöse Atmosphäre aufbaut. Letztendlich wird aber durch die unpassende Auflösung viel vom vorhandenen Potential verschenkt.



Bilder der DVD




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