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KR 2000
Originaltitel:Zzikhimyeon jukneunda
Alternativtitel:Rec
aka. Record, The
Länge:93:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kim Jong-Seok, Kim Gi-Hun
Buch:Han Chang-Hak
Kamera:Jeong Hun-Jeong
Musik:Lee Sang-Yun
Darsteller:Kang Seong-Min, Choi Ji-Woo, Han Chae-Young, Loh Mayu, Min Jung, Park Eun-Hye, Min Kang-Song, Dal Bae, Mayu Loh, Bae Jun-Hyeong
Vertrieb:I-ON / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.01.2008 (Verleih) / 29.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Eine Gruppe Studenten plant aus Langeweile einen gestellten "Snuff-Film" zu drehen. Doch dieser Spaß geht schief und es kommt durch einen Unfall zu einem echten Mord an einem ihrer Mitschüler. Die Gruppe beschließt, die Leiche und das Videoband zu verbrennen und die tragischen Vorgänge in dieser Nacht nie wieder zu erwähnen. Doch ein Jahr später holt sie die Vergangenheit in Gestalt eines vermummten Fremden wieder ein. Dieser kündigt grausame Rache für das Unglück an und beginnt eine blutige Mordserie unter den Studenten.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild kann in den meisten Bereichen überzeugen, leidet allerdings etwas unter einem leichten Ghosting, was die ansonsten gute Schärfe und die damit verbundene Detailwiedergabe etwas beeinträchtigt. Hinzu gesellt sich noch ein bemerkbares Bildrauschen, was aber nicht als störend empfunden wird. Die Farbgebung weiß zu gefallen und überzeugt mit natürlichen und kräftigen Farben und auch der Kontrast verrichtet eine solide Arbeit ohne Bildbereiche unkenntlich erscheinen zu lassen. Auch die Kompression hinterlässt einen guten Eindruck. Großartige Defekte hat der Transfer nicht zu vermelden, doch kommt es immer wieder zu kleinen Unsauberkeiten in Form von weißen Blitzern. Diese beeinträchtigen das Bild zwar nicht, doch sind für eine noch recht junge Produktion ungewöhnlich. Das Bild kann mit knappen 4 Punkten noch einen guten Eindruck hinterlassen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Auf der akustischen Seite werden zwei brauchbare Dolby Digital 5.1-Spuren angeboten. Durchgehend werden die Dialoge klar und deutlich wiedergegeben, ohne das es zu Beeinträchtigungen in der Verständlichkeit kommt. Auch der Surroundbereich liefert neben der Verteilung der musikalischen Begleitung auch Umgebungsgeräusche und einige Effekte, die der Handlung zugute kommen. Etwas enttäuschend ist die Dynamik, die beide Tonspuren relativ kraftlos wirken lässt, und dem Subwoofer den Bass zum Überleben entzieht. Dennoch verfehlt der Ton seine Wirkung im Zusammenspiel mit dem Bild nicht. Deutsche Untertitel sind optional ebenfalls vorhanden, womit man auch auf die koreanische Tonspur bei Interesse ausweichen kann.
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Extras
Extras
  • Making Of (14:57 Min.)
  • Originaltrailer (1:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Carved - The Slit-Mouthed Women
    • Dark Corners
    • Memories of Matsuko
    • Red Shoes
    • Destination Hell
    • Shinobi
    • Seancè
    • The District
    • Tokyo Zombie
    • Uro
VerpackungKeepCase
 Neben dem Originaltrailer befindet sich noch ein Making of auf der DVD. Hierbei wird ein knapp 15minütiger Blick hinter die Kulissen geworfen, indem Make-up-Effekte und Stunts etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Weitere Anregungen zu dem Filmprogramm von I-On kann man sich noch innerhalb der vorhandenen Trailershow holen.
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Fazit
Was man hier zu sehen bekommt, muss man erstmal verdauen! Eigentlich ist es ja die reinste koreanische Interner Link"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast"-Kopie, die ich bisher kenne, eigentlich ist sie das aber auch nicht, denn dafür besitzt sie zu viele Sonderlichkeiten. Nach den stylisch sehr gut aufgearbeiteten, aber völlig ziellosen (und damit unnötigen) 10 Anfangsminuten beginnt "Fear No Evil" (mit Dämonen oder Teufeln hat das hier nix zu tun) an Fahrt aufzunehmen und es wird gezeigt, wie ein eigentlich harmloser Streich für den Klassengeächteten tödlich endet. Die Leiche wird verscharrt und angezündet, aber plötzlich zappelt die menschliche Fackel recht lebendig über den Bildschirm. Bloß gut, dass der Sprung über die Klippen die absolut letzte Regung für den armen Trottel ist, denn danach wird sein Körper nie mehr gesehen.
Und wie es so Gesetz ist im Slasher-Genre, sucht der Spuk nach einem Jahr die fünf damals beteiligten Jugendlichen heim. Das klingt bisher tatsächlich nach ureigenstem amerikanischen Slasher, wie man ihn schon (zu?) oft gesehen hat, nur mit einem gewaltigen Unterschied: "Fear No Evil" ist ein ziemlicher Trash-Batzen, obwohl das den Machern vielleicht gar nicht so sehr bewusst gewesen ist. Der Mörder rennt verpackt wie ein Chemielaborant im Vollkörperschutz rum und trägt dabei signalfarbene Kleider. Der blutrote Kittel ist zwar eine dämliche Idee, aber irgendwie auch eine sehr lustige und sorgt nebenbei noch für eine ganz besondere Optik. Sein Messer mit stattlich langer Klinge schlitzt sich dabei aber nicht nur durch seine fünf Zielopfer, die er omnipräsent und allwissend, fast sogar spielend in Schach hält, sondern auch durch den Leib der heißen Lehrerin - schließlich will man doch ein wenig (blutrote) Farbe bekennen und die Effekte oft genug präsentieren. Klappt soweit!
Das doch recht sympathische, weil nicht so sehr übertriebene Quintett hat zwar hier und da mal einen Geistesblitz, um den Irren aus der Reserve zu locken, begeht aber sonst die gleichen Fehler wie das Kanonenfutter in vergleichbaren Produktionen. Eigentlich sogar schlimmer, denn besonders die Jagd durch das dunkle Schulhaus wird dann doch ein wenig konstruiert, um Zeit zu schinden. Atmosphärisch fand ich das zu keiner Zeit, aber amüsant auf jeden Fall, insbesondere wenn man versucht, am Ende immer noch eins draufzusetzen. Die roten Heringe, wer denn nun unter der Atemmaske steckt und mit verstellter Stimme immer wieder mal durchruft, könnte man eher als rote Wale bezeichnen, so offensichtlich sind sie. Aber auch das trägt zum Spaß bei, denn "Fear No Evil" ist in dieser Hinsicht unbekümmert und schert sich weder um Realismus, noch um eine sonderbar intelligente Auflösung. Hier merkt man zwar deutlich, dass man "nur" in einem Film sitzt, der sich dafür aber relativ zügig abspielt, zwei hübsche Darstellerinnen in den Hauptrollen besitzt und im Umgang mit Kunstblut nicht zierlich ist. Was sonst noch fehlen sollte, das kann sicherlich der rockende Soundtrack ausgleichen.

Also doch sehr viel anders als der typische End-90er Ami-Slasher, der meist noch auf Spannung ausgelegt war, auch wenn die Motive nicht viel anders gelagert waren. "Fear No Evil" macht zumindest keinen Hehl daraus, dass es um leichte Unterhaltung der unkonventionellen Art geht.



Bilder der DVD




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