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KR 2006
Originaltitel:D-Day
Alternativtitel:D-day - Eoneunnal Kabjagi Cheotbeonjjae Iyagi
aka. Roommates: 4 Horror Tales
Länge:92:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kim Eun-Kyeong
Buch:Yoo Il-Haan
Darsteller:Eun-Seong, Yoo Joo-Hee, Kim Ri-Na, Heo Jin-Yong, Sin Yeong-Jin, Kim Joo-Ryeong
Vertrieb:I-ON / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.01.2008 (Verleih) / 29.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Trotz einer verheerenden Brandkatastrophe vor drei Jahren gehört das Younghwa-Mädchen-Internat zu den besten Akademien des Landes, um sich für ein Universitätsstudium vorzubereiten. Aus diesem Grund findet sich eine Gruppe junger Highschool-Absolventinnen in den Mauern der Schule ein, um in einem Jahr durch intensives Lernen und Disziplin die Eignungsprüfung zum Studium zu bestehen. Die Bedingungen im Internat sind knallhart: In einheitliche Schuluniformen gesteckt, müssen die Mädchen sich 14 Stunden am Tag mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen. Die Lehrer verlangen äußerste Disziplin und setzen diese zur Not auch mit Gewalt um. Dieser permanente Druck bleibt nicht ohne Folgen, denn einige Schülerinnen leiden plötzlich an alptraumhaften Visionen von verbrannten und zerstückelten Leichen. Die tragische Vergangenheit des Internats scheint ein düsteres Geheimnis zu verbergen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Natürlich muss man bedenken, dass es sich bei "Destination Hell" um eine mit niedrigem Budget ausgestattete Produktion handelt, letztendlich sind aber deutliche Defizite zu erkennen, die durch eine Normwandlung entstanden sein müssen. Dies ist durch ein leichtes Ruckeln und der vorhandenen Bewegungsunschärfen bemerkbar. Das ohnehin schon sehr weiche Bild wird durch die angesprochenen Punkte noch detailärmer und lässt deutlich an Schärfe missen. Die Farben sind stilbedingt stark reduziert und kühle Farben dominieren, stehen dem Bild aber sehr gut zu Gesicht, um der tristen Einsamkeit der Schule gerecht zu werden. Deutliche Probleme hat der Transfer innerhalb dunkler Bereiche, was durch einen schwachen Kontrast hervorgerufen wird. Gerade gegen Ende hin werden einige Bildbereiche einfach verschluckt und es wird schwer, dem Geschehen zu folgen. Das zudem vorhandene leichte Rauschen ist weniger störend, wird aber ein wenig durch die Kompression beeinflusst, die nicht ganz sauber arbeitet. Schmutz oder Defekte sind keine auszumachen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Sowohl die deutsche Synchronisation als auch der koreanische Originalton bieten in ihren Dolby Digital 5.1-Abmischungen ein sauberes Klangbild, das allerdings über keine nennenswerte Effekte verfügt. Der Film ist aufgrund seiner Machart sehr frontlastig ausgelegt, lässt zumindest dabei keine Wünsche offen und nutzt den hinteren Bereich nur zur musikalischen Begleitung und gelegentlichen Umgebungsgeräuschen. Der Bass ist nur sehr dezent vorhanden und hätte in einigen Schockmomenten ruhig kräftiger ausfallen können. Die Dialoge werden immer deutlich wiedergegeben, in der Originalfassung klingen diese ein wenig natürlicher und es besteht auch die Möglichkeit, optional deutsche Untertitel zuzuschalten.
 +++/--

Extras
Extras
  • Behind the Scenes (22:56 Min.)
  • Interviews (9:15 Min.)
  • Originaltrailer (2:08 Min.)
  • Trailershow:
    • Carved - The Slit Mouthed Woman (1:35 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Red Shoes (2.08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Seancè (1:56 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Toyko Zombie (2:00 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
  • Wendecover
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben einer umfangreichen Trailershow mit kommenden sowie erhältlichen Titeln aus dem I-On-Programm, enthält das Bonusmaterial noch ein interessantes Behind the Scenes-Video, das neben diversen Interviewpassagen auch einiges vom Dreh präsentiert und näher beleuchtet. Zudem gibt es noch separate Interviews mit den Darstellerinnen und der Regisseurin. Diese geben sich sehr informativ und berichten über schwierige Szenen, aber auch über den Zusammenhalt während des Drehs. Das Bonusmaterial ist mit deutschen Untertiteln ausgestattet. Wem das Artwork des Schubers nicht gefällt, findet ein Wendecover im KeepCase vor, das neben dem bekannten Schubermotiv noch eine dem Film gerechter werdende Variante besitzt.
 ++/---

Fazit
Die Schule als die Hölle auf Erden - das ist für manchen gar nicht so weit her geholt. Während es aber in staatlichen Lehrsälen vergleichsweise gesittet zugeht, herrschen im Internat von "Destination Hell" wahrlich höllische Zustände. Jenes Mädcheninternat erweckt zwar Hoffnungen beim Anschauen des Werbevideos, doch hinter der Fassade sieht alles ganz anders aus.
Die Mädchen müssen sich während ihres einjährigen Aufenthaltes nicht nur 12stündigen Vorlesungen mit anschließender Erledigung der Hausaufgaben hingeben, sondern werden auch sonst militärisch gedrillt. Regisseurin Kim Eun-Kyeongs offene Beschuldigung dieses Ausschnitts aus dem südkoreanischen Schulsystem erinnert stellenweise an einen Gefängnisfilm, bei welchem die meisten "Häftlinge" (zutreffend in "Destination Hell") möglichst in geduckter Körperhaltung alles zu ertragen versuchen, während einige wenige aus der Reihe tanzen und dafür die Härte der Maßregelung zu spüren bekommen. Die Verfilmung erfreut durch ihre Zurückhaltung in Sachen körperlicher Gewalt. Da gibt es weder Revierkämpfe noch sonderlich schockierende Prügelstrafen oder andere Banalitäten zu sehen, dafür aber eine Menge psychischer Einschüchterung, Druck und Machtspielchen. So ist es nicht verwunderlich, dass es bald die erste der Mädchen in den Wahnsinn treibt, als sie nach ihrem Ausbruchversuch nur noch mehr in die Mangel genommen wird, wobei den Lehrern die vernichtende Funktionsweise der Gruppendynamik bekannt ist. Ab hier bahnt sich auch der Geisterfilm an, denn im Hause spielte sich bereits vor drei Jahren ein schlimmer Zwischenfall ab, bei dem mehrere Schülerinnen verbrannten. Hier darf man sich dann auch ein wenig gruseln, wobei nicht ganz klar ist, was mehr Angst machen soll: die furchtbar strenge Oberlehrerin oder die verfaulten, durch die Gänge huschenden Geister der damaligen Tragödie. So nimmt der Wahnsinn immer greifbarere Formen an und scheint am Tag der Abschlussarbeit seinen Höhepunkt zu finden.
Vermutlich ist "Destination Hell" einfacher zu akzeptieren, wenn man im Vorfeld weiß, dass die splattrigen Bilder auf dem Cover und die vollmundigen Ankündigung übertreiben und die Geistergeschichte nicht so stark aufgenommen wird, wie man sich das vielleicht vorstellt. Sie ist Beiwerk für ein paar heftig gruslige Szenen, mehr aber auch nicht. Im Vordergrund steht ein fesselndes Psychodrama, das mit dem Setting und den gut spielenden, jungen Darstellerinnen ein wenig an den japanischen Interner Link"Memento Mori" erinnert und für genügend Gänsehaut sorgen sollte.

Ein wirklich gelungener Film, der den wahren Horror im koreanischen Schulsystem offenbart und gwürzt mit etwas Geisterspuk zu einer wohlschmeckenden Schauermär heranreift.



Bilder der DVD




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