Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
D 2007
Originaltitel:Dead Eyes Open
Länge:85:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ralf Möllenhoff
Buch:Ralf Möllenhoff
Kamera:Ralf Möllenhoff
Musik:Dimitri Dodoras, Abwärts
SFX:Headhunter FX
Darsteller:Tanek Seranek, Malte Gutkowski, Rocco Finamore, Michael Möllenhoff, Tanja Waldmann, Sidney Pauer, Heidi Pauer, Marc-Oliver Zeyen, Roland Riemer, Detlef Klewer, Sonja Imping, Ralf Möllenhoff, George A. Romero, Oliver Peick
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.12.2007 (Kauf)



Inhalt
Ziel ist, wo der Tank leer ist - so lautet das Motto sechs junger Leute auf ihrem Weg in den gemeinsamen Urlaub. Inmitten einer unbekannten Wildnis endet dann die Fahrt. Alles scheint perfekt zu sein, doch als Christin die Gruppe verlässt, um die Gegend zu erkunden, wird sie in der Nähe eines verfallenen Friedhofs von einem scheinbar geistig verwirrten Mann aus unerklärlichen Gründen attackiert und durch einen Biss verletzt. Auch der nächste Morgen birgt weitere Unheil drohende Zwischenfälle, denn die Wunde ist zu einem hässlich nässenden Eiterloch geworden. Auf der Suche nach Hilfe entdecken Vincent und Eddi ein abseits gelegenes Haus, dessen Untergeschoss mit schweren Lochblechen verbarrikadiert wurde. Außerdem scheint ein hoher Metallzaun das heruntergekommen wirkende Grundstück vor irgendwas zu beschützen. Endlich werden sie in die skurrile Festung gebeten, doch auch hier reißt das verstörende Gefühl einer permanenten Bedrohung nicht ab. Beunruhigt stellen sie fest, dass etwas unglaublich Gefährliches bereits die ganze Welt verändert hat!

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Bild nach objektiven Gesichtspunkten zu bewerten scheint unmöglich zu sein. Offensichtlich hat man der 2007er Produktion ein Aussehen zukommen lassen, das an Amateurfilme der frühen 80er bzw. späten 90er Jahre erinnert. Das sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus, wenn man bedenkt, dass gerade neuere Produktionen immer mit einem sterilen, überhellten Aussehen zu kämpfen haben, weil auf Digital Video gedreht wurde. "Dead Eyes Open" gibt sich da mit seinem grünlichen Farbstich, den vielen Verschmutzungen (dank 20 Jahre abgelaufenem Super 8-Material!) und dem sehr schweren Kontrast, der zu einer sehr dunklen Schattenzeichnung neigt, deutlich anders. Außerdem sind Unmengen an starken Verfremdungen am Start, die das Bild mit einem Filter versehen, der an sehr altes Material erinnert. All diese Modifikationen helfen dem Film eher als ihm schaden, auch wenn sie die Qualität nicht gerade positiv beeinflussen. Denn das Flackern des Bildes, das Rauschen und die mäßige Schärfe lassen klar das geringe Budget bzw. das benutzte Filmmaterial erkennen. Was sich aber sehr wohl objektiv einschätzen lässt, ist die Kompression, welche besonders in farbgefilterten, zittrigen Szenen katastrophale Ausmaße nimmt. Das verpixelte Bild mit all seinen groben Blockstrukturen macht dann einen wirklich schlechten Eindruck. Das soll dann auch die relativ niedrige Wertung ausdrücken, die noch geringer wäre, würde man versuchen "Dead Eyes Open" mit der DVD eines großen Filmes zu vergleichen.
 ++/---

Ton
FormateMPEG 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Musikeinsatz festigt durch seine tadellose Auflösung die Klangqualität der deutschen Tonspur. Nach unten gezogen wird dieser Eindruck durch die Dialoge, die verständlicherweise nicht ganz so klar ausfallen. Im Grunde könnte man zufrieden sein, denn es wird schon etwas mehr geboten als beim üblichen Wald-und-Wiesen-Liveton, nur gibt es einige Passagen, die eine ziemlich lausige Qualität aufweisen. Dort klingt es so, als ob man auf einem stark komprimierenden Trägermedium gespeichert hätte, den der blecherne, scherbelnde Klang besitzt genau die Anzeichen dieser minderwertigen Technik. Sehr schade! Deutsche Untertitel oder eine andere Sprachfassung sind erwartungsgemäß bei einer deutschen Kleinproduktion nicht mit dabei.
 +++---

Extras
Extras
  • Drehfotos mit Audiokommentar von Ralf Möllenhoff (18:10 Min.)
  • Making a Zombie Movie (23:32 Min.)
  • Trailer (11:19 Min.):
    • R.I.P. Till Dawn
    • War of the living Dead
    • Streets of Philadelphia
    • The last Sentinel
    • Lost Colony
    • Kids - In den Straßen von New York
  • Spezielles (9:15 Min.):
    • RiP Shop
    • Buchtipp zu Detlef Klewers "Die Kinder der Nacht"
    • Mudikvideo von Masstino
    • Musikvideo von Gasoliners
VerpackungKeepCase
 Die DVD wartet mit einem ordentlichen Making Of auf, das vom Regisseur, den Darstellern und einigen weiteren Mitwirkenden getragen wird. Neben Szenen vom Dreh werden ein paar Erläuterungen aus dem Studio gegeben, wie alles in die Gänge kam, wie es zum besonderen Aussehen des Filmes kam und später auch, wie die Premierenfeier verlief. Im Trailer-Teil gibt es ein paar Ausblicke auf weitere Veröffentlichungen von MIG sowie auf die kommende Veröffentlichung von Ralf Möllenhoff. Zudem sind über 200 Setfotos vorhanden, die als Slideshow von Möllenhoff kommentiert werden. Unter dem Begriff "Spezielles" befinden sich noch zwei Werbefilmchen zum RIP Shop und dem Vampirbuch von Detlef Klewer sowie zwei von Möllenhoff gedrehte Musikvideos der Gruppe Gasoline und dem Rap-Projekt Masstino.
 +++---

Fazit
Amateurfilmfreunde aufgepasst, das ist mal wieder was für euch! "Dead Eyes Open" ist einer der wenigen Zombie-Schocker, die zwar in freier Natur mit wenig Requisiten und echten Sets gefilmt wurden, dafür aber das Ziel erreichen, atmosphärische und spannende Momente zu beinhalten.
Ja, man hat richtig gelesen: Es geht nicht nur um blutige Effekte, sondern auch darum, die etwa 80 Minuten Spielzeit unterhaltsam zu gestalten und vielleicht noch ein wenig die Geschichte der Zombies weiterzuspinnen. Wer nun denkt, er würde typische Gedärmwühlereien verpassen, der hat falsch gedacht. Die Crew wurde anscheinend ganz ordentlich vom örtlichen Fleischer mit allerlei glitschigem Material eingedeckt, um ein paar Szenen auch Zombie typisch auszuschmücken. Das Hauptaugenmerk liegt aber nicht darauf, sondern einen handwerklich und inhaltlich interessanten Streifen zu machen, der auch abseits von den Effekten funktioniert. Grundsätzlich erzählt man die typische Interner Link"Night Of The Living Dead"-Handlung mit ein paar Abänderungen nach (und konnte sogar George A. Romero in einer richtigen Gastrolle gewinnen) und verlangsamt dabei den Prozess des Zombiewerdens. Ein Gebissener hat also durchaus noch reichlich Zeit, bis er selbst unter den Toten wandelt. Das passiert sechs jungen Leuten, die gerade mit ihrem Studium abgeschlossen haben und nun einen Ausflug ins Nirgendwo und fernab jeglichem zivilisatorischem Komfort machen möchten - leider nur zum falschen Zeitpunkt. Denn dass es Zombies sind und wie man sich derer erwehrt (der gesamte Kopf muss abgetrennt werden) ist den Abenteuerurlaubern nicht wirklich klar.
"Dead Eyes Open" ist aber gewiss auch kein Teeniequatsch, sondern ein ernsthafter Film. Hervorstechend sind der Aufwand in den sehr dynamischen, Stil orientierten Schnitt, der so manche Szenen zum kleinen Erlebnis werden lässt und glücklicherweise keine zu lange Szenen zulässt. Die Laiendarsteller (vermutlich) spielen dem Genre angemessen und verhalten sich natürlich während der Hetzjagd. Die führt erst zu einem kleinen Haus, wo eine seltsame Dame ihre Hilfe anbietet und dann - bereits als kleineres Grüppchen - zu einem schießwütigen, selbstgefälligen Farmer, der sein Gelände gegen die Untoten abgeschirmt hat und einige interessante Gefangenschaften gemacht hat. "Dead Eyes Open" zeigt sich auch in den Actionszenen souverän und besitzt trotz eher lasch anmutender Hintergrundgeschichte einen hohen Unterhaltungsgrad. Wer Trash mit (un)freiwilligen Komikeinlagen erwartet, für den ist die 2007er Produktion, die auf uraltem Super 8 gedreht wurde, nicht unbedingt etwas. Wer sich aber überraschen lassen möchte, wieviel interessante Einfälle in einen Film dieser niedrigen Preisklasse einfließen können und wie man Budget-Begrenzungen durch Stilistik zum eigenen Vorteil ausbauen kann, der muss hier reinschauen!

Die DVD gibt es mit etwas Bonusmaterial im Eigenvertrieb von Ralf Möllenhoff (siehe Cover-Abbildung in diesem Textteil) oder als Kaufveröffentlichung von MIG. Hier wurde das Bonusmaterial erweitert und durch Infomaterial zur Produktion ergänzt. Von der technischen Seite aus gesehen, sind beide Fassungen allerdings identisch.



Bilder der DVD




Druckbare Version
  
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.