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NO 2004
Originaltitel:Andreaskorset
Alternativtitel:Crossing, The
aka. Crossing - Der Feind in deinem Haus, The
Länge:99:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Martin Asphaug
Buch:Eirik Ildahl
Kamera:Philip Øgaard
Musik:Randall Meyers
Darsteller:Trond Fausa Aurvaag, Stine Varvin, Svante Martin, Sverre Anker Ousdal, Marit Andreassen, Harald Dal, Mats Mogeland
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Das Leben des Karrieremenschen Andreas war nahezu vollkommen: Geld, Nobelvilla, Traumauto und eine wunderschöne immer willige Ehefrau. Doch ein Unfall zerstörte seinen Traum schlagartig. Zwar bleibt ihm der Reichtum, aber sein verkrüppelter Körper lässt das ihm so wichtige, leidenschaftliche Sexleben mit seiner Gattin Liv zu einer Erinnerung verblassen. Doch sein Albtraum beginnt erst richtig, als der Handwerker Wagner bei ihm eintrifft, um ihn ein behindertengerechtes Umfeld zu bauen. Da dies eine gewisse Zeit benötigt, quartiert sich der Arbeiter in der Villa ein und beginnt der sexuell frustrierten Liv schöne Augen zu machen. Ein böses Spiel nimmt in der abgelegenen Villa seinen Lauf und Andreas muss erkennen, dass sein Besucher weitaus mehr im Sinn hat, als ihm seine Frau auszuspannen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Grundsätzlich bietet die DVD des Films eine gute Qualität. Die Farben sind des Inhalts wegen etwas verhalten und traurig gestimmt, zeigen aber dennoch eine sehr angenehme Natürlichkeit. Gleiches gilt für den Kontrast, der die düsteren Ecken des Hauses auch so wiedergibt, ohne in den einzelnen Schattierungsgraden Ausfälle zu zeigen. Die Aufnahmen scheinen zwar mit professionellem Equipment gemacht worden zu sein, so richtig überträgt sich das aber nicht auf DVD. Die in Ansätzen bestens erkennbaren Bildstrukturen können sich nie so richtig durchsetzen und auch die Konturierung könnte gern etwas kraftvoller sein. Dagegen stört es mich kaum, dass das Bildrauschen im Hintergrund mitunter etwas sehr aktiv wird. Die Kompression bringt scheinbar nichts aus der Ruhe. Wenn also nicht die Unschärfe wäre, könnte man 4 Punkte vergeben.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Beim Ton ist nicht allzu viel zu holen. Das liegt nicht am Originalton und auch nicht an der deutschen Synchro, die im ersten Moment ein paar eingewöhnungsbedürftige Männerstimmen besitzt, sondern an der Ausrichtung des Films selbst. Die auf Dialoge bezogene, nur selten actionreiche Handlung besitzt einfach zu wenig Möglichkeiten, um Ansprechendes im Surroundmodus zu platzieren. Zumindest aber Szenen, wenn Liv musiziert, klingen kraftvoll, bassunterstützt und besitzen eine nette Dynamik. Der Originalton liegt ebenfalls vor, sogar mit optionalen deutschen Untertiteln, und besitzt dieselbe gute Verständlichkeit und Klangqualität.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer (2:07 Min.)
  • Info (1 Seite)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Cup Of My Blood (1:44 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Matando Cabos (2:21 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Menu ist eine Spezialanfertigung für diese DVD und zeigt Ausschnitte des Hauses als Computer generierte Bilder. Leider gibt es im Menu "Extras" nicht allzu viel zu sehen. Lediglich Trailer und Trailershow sind vorhanden.
 /-----

Fazit
Der norwegische Produktion "The Crossing" zeigt mal wieder deutlich, worin sich Thriller vom normalen Horrorfilm unterscheiden können: Während Horror gern den oberen Bereich des Nervenkitzels mit allerlei übernatürlichem Beiwerk auszufüllen versucht und dabei nicht auf blutige Details verzichtet, bezieht der Thriller seine Handlung meist direkt aus dem realen Leben. Die Ergebnisse sind nicht minder interessant oder Angst einflößend.
"The Crossing" besitzt mehrere interessante Startpunkte: ein Yuppie, der durch eine Querschnittslähmung Gefangener im eigenen Haus wird, seine überaus attraktive Frau, die nun die sexuelle Erfüllung nicht mehr bei ihrem Mann finden kann und ein Handwerker, der immer mehr das Kommando im relativ abgelegenen Haus an sich reißt. Interessant ist, dass dieser vorerst freundliche, aber immer forschere Helfer namens Wagner (tatsächlich ist er auch begnadeter Sänger und trällert den Meistersinger) kaum physische Gewalt anwenden muss, um das Paar unter Kontrolle zu halten. Es ergibt sich auch keine Geiselnahmesituation mit wilder Hetzjagd durch die überschaubaren Räume des Anwesens, sondern ein geschickt aufgebautes Psychospielchen. Liv, die nach kurzer Flucht zu ihrem unterseitig gelähmten Mann Andreas zurückkehrt, ist trotz beiderseitigem Bemühen unzufrieden mit der Beziehung, in der natürlich nichts mehr so klappt wie zuvor. Zwischenzeitlich denkt Andreas sogar daran, seiner Frau eine Affäre mit Wagner zu erlauben, der ein Auge auf sie geworfen hat. Wagner treibt unterdessen einen Keil zwischen die beiden, bis er sie soweit unter Kontrolle hat, dass sie sich keiner seiner Spiele mehr widersetzen.
Wagner ist so ein Typ Fremder, den man nicht unbedingt mag, der aber bereits den Fuß in der Tür hat, bevor man einschreiten kann. Spätere Versuche, ihn freundlich mahnend aus dem Haus zu bekommen schlagen natürlich fehl und trotz aller Widrigkeiten sind Liv und Andreas vom ungebetenen Gast irgendwie fasziniert. Der Film entwickelt sich nach anfänglicher Melodramatik und dem "Kennenlernen" der Figuren zu einer immer fesselnderen Geschichte, die in der Figur von Wagner einige Überraschungen bereithält. Die Charakterisierung ist mit ihrem Realismus weitaus besser als das, was man sonst im Thriller-Genre angeboten wird, aber andere Filme aus dem Raum Skandinavien sind hier noch ein wenig gründlicher. Trotzdem kann man viel Spaß mit "The Crossing" haben, wenn man geduldig ist (einige Längen muss man überdauern), auf Psychoterror Lust hat und dabei keine Umsetzung mit Millionenbudget sucht. Letzteres braucht dieser Film hier auch gar nicht.



Bilder der DVD




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