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USA 2007
Originaltitel:Last Sentinel, The
Länge:90:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jesse Johnson
Buch:Jesse Johnson
Kamera:Robert Hayes
Musik:Marcello De Francisci
SFX:Bill Davis
Darsteller:Don 'The Dragon' Wilson, Katee Sackhoff, Bokeem Woodbine, Keith David, Peter Allas, Matthew R. Anderson, Steven Bauer, Joe Hess, Maddy Howard, Erken Ialgashev, David Mattey, Caryn Mower
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.03.2008 (Verleih) / 17.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Soldat Tallis (Don 'The Dragon' Wilson) gehört zum letzten Aufgebot, das die Menschheit vor ihrer drohenden Ausrottung in den Kampf gegen die selbst gezüchteten, übermächtigen Droiden schicken kann. Ohne wirkliche Chance wurden alle Menschen, die sich den Maschinen in den Weg stellten, grausam ermordet. Einzig Tallis konnte überleben, um von nun an im Verborgenen zu operieren, Ausrüstung zu sammeln und möglichst jeden Feindkontakt zu vermeiden. Erst als er eine schwer verletzte Frau (Katee Sackhoff) aus einem Hinterhalt rettet und sie gesund pflegt, beginnt er auf ihre Worte hin seine passive Einstellung zu überdenken. Gemeinsam nehmen sie den Kampf ums Überleben auf.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild wurde durch diverse Filter- und Stilelemente verfremdet, um der Endzeitkulisse einen entsprechenden Look zu verpassen. Hierbei wirken insbesondere die Rückblenden in die Vergangenheit von Elitekämpfer Tallis stark farbreduziert und etwas, dem in diesen Sequenzen benutzten Filmmaterial zu verdanken, körnig. Ansonsten überzeugt die Farbgebung mit guten Werten. Der Kontrast hinterlässt einen meist ausgewogenen Eindruck, nur in sehr hellen Bereichen kommt es vereinzelt zu Überstrahlungen. Im Schärfebereich kann ein detailfreudiges Bild überzeugen, das allerdings immer wieder von Schwankungen begleitet wird, die durch ein vorhandenes Bildrauschen entstehen und so zu Unschärfen führen. Jedoch in Nahaufnahmen kann der Transfer punkten. Die Kompression arbeitet solide im Hintergrund, neigt aber immer wieder zu leichtem Blockrauschen in homogenen Flächen, das aber zu keiner wirklichen Beeinträchtigung des Bildes heranreift. Defekte oder Fehler sind zu keinem Zeitpunkt auszumachen. Alles in allem hinterlässt das Bild des Low Budget-Films einen guten Gesamteindruck, der wohl mit Hilfe eines weitaus höheren Budgets wesentlich besser hätte aussehen können.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (Surround)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Synchronisation darf als sehr gelungen betrachtet werden, doch ist ein wirklich großer Unterschied zwischen der Surroundspur in 2.0 und dem großen Bruder in Dolby Digital 5.1 nicht auszumachen. Letzterer ist zwar ein wenig lauter abgemischt, doch fehlt es beiden Spuren eindeutig an einer ordentlichen Dynamik, die jedem Actionfilm zugute kommt. Bei "The Last Sentinel" wirkt alles sehr zurückhaltend und selbst Explosionen entlocken dem Subwoofer keine Bassattacken. Die Dialoge werden dafür aber ordentlich und mit einer sehr guten Verständlichkeit wiedergegeben, dominieren aber gegenüber dem restlichen Musik- und Effektetrack. Hierdurch geht deutlich Natürlichkeit verloren und somit auch Punkte innerhalb der Bewertung. Die englische Originalfassung in Dolby Digital 2.0 hat bei diesem Bewertungspunkt die Nase vorn und überzeugt durch eine natürlichere und wesentlich homogenere Abmischung. Aber auch hier fehlt es dem Film an nötigem Druck, um als Actionfilm zu überzeugen und lässt den Subwoofer eher wie ein Nischenprodukt erscheinen. Störgeräusche sind in keiner der Tonspuren auszumachen.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Jesse Johnson und Bill J. Gottlieb
  • Making of (15:45 Min.)
  • Originaltrailer (1:57 Min.)
  • Slideshow (58 Bilder / 4:50 Min.)
  • Trailershow:
    • Alient Agent #1 (2:59 Min.)
    • Alient Agent #2 (1:59 Min.)
    • King Maker (2:08 Min.)
    • Die Kreuzritter 2 (2:54 Min.)
    • Lost Colony (1:31 Min.)
    • 18 Fingers of Death (1:09 Min.)
    • DarkPlace (2:39 Min.)
    • Streets of Philadelphia (2:13 Min.)
    • Kids - In den Straßen New Yorks (2:15 Min.)
    • Broken 2 (1:29 Min.)
    • Italo-Comedy-Classics Reihe (4:28 Min.)
    • Dynamite Heroes (4:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Jesse Johnson und Produzent Bill J. Gottlieb überzeugen in einem sehr aufschlussreichen und informativen Audiokommentar, in dem die beiden viel über die Produktion aber auch über diverse andere Dinge zu berichten haben. Hierbei kommt auch der Humor nicht zu kurz und als Zuhörer merkt man deutlich, dass die beiden viel Spaß bei der Aufnahme hatten. Das Making of zeigt neben Behind The Scenes-Material auch einige Interviews mit den Leuten vor und hinter der Kamera. Leider gibt es hierbei keine deutschen Untertitel und man muss der englischen Sprache schon mächtig sein. Eine Slideshow mit Set- und Filmfotos sowie der Originaltrailer beenden das filmspezifische Bonusmaterial. Wie bei MIG üblich wird noch eine umfangreiche Trailershow angeboten, die auf weitere Filme aus dem Pogramm hinweist
 ++----

Fazit
Jesse Johnson ist ein Talent, wenn es heißt, das Ambiente des beliebten 80er Jahre B-Action-Movie in die heutige Zeit zurückzuholen, um damit für gute Unterhaltung zu sorgen. Schon bei dem gelungenen Interner Link"Pit Fighter" konnte er sein Können beweisen und mit seinem neuen Werk "The Last Sentinel" ist es ihm sogar noch besser gelungen. Ganz in der Tradition des Bestsellers "I Am Legend" von Richard Matheson, der mit Will Smith als Re-Remake vor kurzem in den Kinos startete, nimmt sich Johnson der Grundthematik mit einigen Unterschieden und kleineren Änderungen an. Entgegen der Vorlage sind nach dem atomaren Endschlag keine Verseuchte für die Ausrottung der letzten Menschen verantwortlich, sondern selbst erschaffene Maschinen, die zunehmend intelligenter wurden. Ihnen entgegen stellt sich einer der letzten Überlebenden, gespielt von B-Movie-Kampfikone Don "The Dragon" Wilson, der genauso wie Stallone oder Seagal schon einmal besser ausgesehen hat. Er spielt den ehemaligen Soldaten Tallis, der abgeschottet in einem ehemaligen Theater haust und dieses nur zur Nahrungssuche verlässt. Bei einer dieser Touren rettet er eine Widerstandskämpferin, die mit ihren Kollegen in einen Hinterhalt der Roboter gelangt ist. Nachdem Tallis die junge Frau aufgepäppelt hat, berichtet sie ihm von einer Mission, die den Sieg über die Maschinen bringen könnte. Beide versuchen nun die Mission zu beenden, um die Erde wieder zu einem lebenswerten Planeten heranwachsen zu lassen.
Klingt storytechnisch sehr einfach gestrickt, ist aber von Johnson engagiert umgesetzt, so dass die Geschichte mit netten Ideen begeistert. Zum Beispiel ist Tallis Auge mit seiner Maschinenpistole verbunden, die über eine künstliche Intelligenz verfügt und zudem mit einer weiblichen Stimme zu sprechen vermag. Dies wirkt in einigen Szenen aufgrund ihres sehr ausgeprägten mütterlichen Verstandes für kleinere Belustigungen, doch beeinträchtigen dieser humoristischen Einfluss die kurzweilige Actiongeschichte nicht. Auch dass in den Actionszenen die Soldaten sowie die Roboter eher selten in Deckung gehen und dennoch nicht getroffen werden, kann verziehen werden. Ein Ideengeber für einfallsreiche Geschichten war und wird der Endzeitfilm nie werden. Es geht einfach um gut inszenierte Actionszenen, so dass man den tiefer gehenden Sinn getrost vergessen kann. Und genau wie es Albert Pyun mit Werken wie Interner Link"Cyborg" oder Interner Link"Nemesis" schaffte in den 80ern und 90ern des vergangenen Jahrhunderts zu unterhalten, ist Johnson der richtige Mann um die apokalyptische Grundstimmung in das neue Jahrtausend zu transportieren und stimmig in Szene zu setzen.
Kopf ausschalten und die Action wirken lassen, wie in den guten alten Tagen. In diesem Stil darf der Action-B-Movie noch ruhig weiter von Jesse Johnson bedient werden.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Last Sentinel, The
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