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D, FR, AT, CZ 1986
Originaltitel:Frankensteins Tante
Alternativtitel:Fankensteins Aunt
aka. Tante De Frankenstein, La
aka. Teta
Länge:364 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Juraj Jakubisko
Buch:Alan Rune Pettersson
Kamera:Jan Duris
Musik:Maurizio De Angelis, Guido De Angelis
SFX:Karl-Heinz Bochnig, Uli Nefzer
Darsteller:Flavio Bucci, Eddie Constantine, Barbara De Rossi, Maria Drahokoupilová, Gail Gatterburg, Sancho Gracia, Jacques Herlin, Martin Hreben, Andreij Hryc, Gerhard Karzel, Milan Lasica, Viveca Lindfors, Ferdy Mayne, Mercedes Sampietro, Gerhard Martin Karzel
Vertrieb:Renaissance Medien
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Henry, der Neffe des berühmten Barons Frankenstein, kann die Finger nicht von der Familientradition lassen. Mit Hilfe seines tollpatschigen Gehilfen Igor, des blutsaugenden Grafen Dracula und einer Schar anderer unheimlicher Gestalten fertigt er einen künstlichen Menschen an, dem er den Namen Albert gibt. Die schauerliche Zusammenkunft wird allerdings gestört, als Frankensteins schrullige Tante Hanna zu Besuch kommt und prompt grenzenlose Verwirrung stiftet. Nicht nur, dass sie ihren Neffen endlich unter die Haube bringen will, Tante Hanna mischt sich auch in die persönlichen Angelegenheiten aller anderen Bewohner auf Schloss Frankenstein ein. Als sich Frankensteins Monster Albert dann noch in die Apothekertochter Klara verliebt, schlägt Tante Hannas große Stunde.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Für die digitale Auswertung auf DVD wurde "Frankensteins Tante" einer Grundsanierung unterzogen, die das Vollbild in ansprechender Qualität und weitestgehend frei von Defekten und Verschmutzungen herüberbringt. Zwar sind immer wieder kleinere Mängel in Form von Blitzern sichtbar, zu einer Beeinträchtigung führen diese aber nicht. Die Farbgebung zeigt sich recht natürlich, hätte aber ruhig etwas kräftiger ausfallen können. Der Kontrast wirkt sehr ausgewogen und überzeugt in hellen sowie in dunklen Bereichen. Auch die Kompression weiß zu gefallen und hinterlässt einen ordentlichen Eindruck, der nur gelegentlich durch ein minimales Blockrauschen innerhalb homogener Flächen ein wenig getrübt wird. Die Schärfe kann letztendlich auch überzeugen, wenn auch kleine Abstrichen gemacht werden müssen, doch wird durchweg ein detailreiches Bild geboten. Für eine TV-Serie ist das Bild wirklich als sehr positiv einzustufen, womit sich die investierte Arbeit in die Restauration gelohnt hat.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton liegt in der original deutschen Monospur vor und erfüllt die Erwartungen, die man an dieses Format hat. Die Dialoge werden klar und deutlich wiedergegeben und ergeben mit der übrigen Klangkulisse eine homogene Abmischung, bei der es zu keinen Überlagerungen kommt. Auch kommt eine angenehme Dynamik zustande, wodurch der Klang noch aufgewertet wird. Ein dezentes Rauschen ist in sehr ruhigen Szenen im Hintergrund bemerkbar, doch führt es zu keinerlei Einschränkungen. Mehr ist bei einer Monospur nicht möglich rauszuholen und somit hinterlässt sie einen mehr als zufriedenen Eindruck.
 ++----

Extras
Extras
  • Booklet
  • Episodenführer (7 Textseiten)
  • Über die Serie (16 Textseiten)
  • Charakterführer (12 Textseiten)
  • Trailer (1:37 Min.)
VerpackungDigipack mit Schuber
 Das Bonusmaterial besteht hauptsächlich aus Texttafeln, die aus einem Episoden- und Charakterführer bestehen, sowie einen informativen Text, der Wissenswertes über die Serie liefert. Dieser Text ist mit dem im Digipack vorhandenen Booklet identisch. Ein Trailer zu "Frankensteins Tante" und zwei Werbetrailer zu anderen Veröffentlichungen des Anbieters runden den Bonusbereich ab.
 +-----

Fazit
Februar 1986, wie gebannt starte ich auf den Fernsehschirm, in dem das ZDF eine neue Kinder- und Jugendserie brachte, mit dem viel versprechenden Titel "Frankensteins Tante". Gerade das Wort "Frankenstein" machte neugierig, da mir durch die Hörspielgruselserie von Europa die Assoziation mit einem aus Leichenteilen zusammengesetzten und durch Elektrizität zum Leben erweckten Monster in den Sinn kam. Zwar ist die Serie nicht wirklich als gruselig zu bezeichnen, doch gehört sie nicht ohne Grund zu den absoluten Kultserien, wie es sie heutzutage unmöglich wäre zu produzieren. Basierend auf den Roman von Allan Rune Petterson weist die TV-Serie einige gravierende Änderungen auf. Kennt man das Buch, fällt auf, dass insbesondere die Spukgestalten, die sich auf Schloss Frankenstein tummeln, deutlich für die Verfilmung ergänzt wurden, was der Geschichte aber nur zugute kommt und den ohnehin schon fantastischen Hintergrund noch weiter ausbaut. Das Besondere ist, dass die Geschichte zwar für Kinder und Jugendliche konzipiert wurde, aber insbesondere für Erwachsene nicht uninteressant sein dürfte, da gerade dieser Publikumszweig die deutlichen Seitenhiebe auf Intoleranz, die einem weltoffenerem Blick weichen soll, verstehen und schätzen wird. Diese zum Nachdenken anregende Botschaft zieht sich deutlich durch alle sieben Folgen. Doch hat Regisseur Juraj Jakubisko die Geschichte auch mit einer ordentlichen Portion Humor versehen, der Mary Shelleys "Frankenstein" in einem ganz anderen Licht präsentiert. Da für die Produktion neben Deutschland noch Österreich, Frankreich und die ehemalige Tschechoslowakei zuständig waren, verwundert der internationale Cast auch nicht, der mit recht bekannten Gesichtern aufwarten kann. In der Rolle von Frankensteins Tante wirkt die bekannte Schwedin Viveca Lindfors mit, Ferdy Mayne ist in der Rolle des Grafen Dracula zu sehen und streift das Vampirkostüm hier zum zweiten Mal nach 1967 über, denn damals verkörperte er in Polanskis Interner Link"Tanz der Vampire" den Grafen Krolock. Eine weitere Person ist Eddie Constantine, der durch ordentliche Actionfilme in den 50ern und 60ern einen wahren Kult um seine Person aufbauen konnte. Für den Soundtrack waren die Brüder Guido & Maurizio de Angelis zuständig, die man besser unter dem Namen Oliver Onions kennt und die bekannt für ihre zahlreichen Filmmusiken zu Bud Spencer- und Terence Hill-Filmen sind.

Bei "Frankensteins Tante" darf man ungehindert zugreifen, da die Serie alles vorzuweisen hat, was Kindern und Erwachsenen Freude bereiten kann - Witz, Ironie aber auch ein gewisser Lerneffekt sind vorhanden. Bild und Ton wurden restauriert, was der Serie nochmals zugute kommt. Die Folgen sind ungekürzt auf drei DVDs verteilt und in ein schickes Digipack verpackt. Beirren sollte man sich aber nicht, dass die DVD nur 7 Folgen beinhaltet: Die Serie wurde zwar auch mit 13 Folgen ausgestrahlt, aber nur in gesplitterter Form. Die Urfassung mit einer Laufzeit von knapp 52 Minuten pro Folge befindet sich auf den DVDs von Renaissance Medien.



Bilder der DVD




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