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UK, FR, ESP, IT 1971
Originaltitel:Pétroleuses, Les
Alternativtitel:Brandstifterinnen, Die
aka. Frenchie King
aka. Legend of Frenchie King, The
aka. Petroleras, Las
aka. Petroleum Girls
aka. Petroleum-Miezen
aka. Pistolere, Le
aka. Petroleummiezen
Länge:90:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Christian-Jaque, Guy Casaril
Buch:Eduardo Manzanos Brochero, Marie-Ange Aniès, Daniel Boulanger, Clément Bywood, Guy Casaril, Jean Nemours
Kamera:Henri Persin
Musik:Christian Gaubert
Darsteller:Brigitte Bardot, Claudia Cardinale, Michael J. Pollard, Patty Shepard, Micheline Presle, Henry Czarniak, Georges Beller, Teresa Gimpera, Cris Huerta, Emma Cohen, Patrick Préjean, Riccardo Salvino
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.04.2007 (Verleih) / 07.11.2007 (Kauf)



Inhalt
In einer kleinen Stadt in Texas haben es Maria (Claudia Cardinale) und ihre hinterlistigen Brüder auf eine Farm abgesehen, auf dessen Grund eine Ölquelle sein soll. Noch bevor sie dort eintreffen hat bereits die berüchtigte Frenchie King (Brigitte Bardot) mit ihren schießwütigen Schwestern die Farm in Besitz genommen. Mit allen Mitteln bekämpfen sich die beiden Rivalinnen, doch sie haben die Rechnung ohne den scheinbar rechtmäßigen Besitzer gemacht ...

Bild
Format1,68:1 (anamorph)
NormPAL
 Altersbedingte Defekte, Verschmutzungen und gelegentlich auftauchende Drop-Outs sind bei dem restaurierten Transfer zwar vorhanden, halten sich aber angenehm zurück. Der Kontrastumfang ist vollkommen in Ordnung, wobei ich mir einen besseren Schwarzwert gewünscht hätten. Dieser tendiert meist ins Gräuliche und zudem wirkt das Bild etwas milchig. Die Detailwiedergabe in dunklen Szenen ist recht ordentlich ausgefallen, wobei auch hier einige Details verschluckt werden. Die Farben wirken sehr matt und ausgewaschen, dann mal wieder angenehm, aber niemals wirklich gut. Bei der Schärfe verhält es sich ähnlich. Wirklich gut ist diese nie und die Konturen wirken eher schwammig. Zudem sorgt der Rauschfilter dafür, dass der Transfer sehr weich und teilweise sogar unscharf ausfällt. Eine gute Detailschärfe bekommen wir selbst in Nahaufnahmen nicht geboten und zudem sorgen stehende Rauschmuster noch für Unschärfen in Bewegungen. Die Kompression arbeitet dafür ordentlich und zeigt lediglich dezentes Blockrauschen im Hintergrund.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Sonderlich Negatives ist über den deutschen Monoton nicht berichten, außer dass man im Hintergrund ein dezentes Rauschen hört. Dafür sind die Stimmen gut zu verstehen und dem Alter entsprechend gut aufgelöst. Zwar klingen die Stimmen altersbedingt etwas blechern und dumpf, aber nie wirklich schlecht. Der französische Originaltrack klingt im direkten Vergleich deutlich frischer und offenbart viele Details wesentlich besser. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Damals geschnittene und somit nicht synchronisierte Szenen liegen zudem in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln vor.
 ++----

Extras
Extras
  • 4-seitiges Booklet
  • Alte deutsche Titelsequenz (1:13 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (1:14 Min.)
  • Bildergalerie (51 Bilder)
  • Filmografien:
    • Brigitte Bardot
    • Claudia Cardinale
  • Trailershow:
    • Der Koloss von Rhodos (2:05 Min.)
    • Die Rache des Roten Ritters (2:08 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:05 Min.)
    • Zorro gegen Maciste (2:30 Min.)
    • Pharao (1:08 Min.)
    • Auch Henker sterben (1:58 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben einem 4seitigen Booklet mit Kapitelindex und Hintergrundinformationen zu den beiden Hauptdarstellerinen, beinhaltet die DVD eine umfangreiche Bildergalerie mit seltenem Bildmaterial, zwei Filmografien, sowie die alte deutsche Titelsequenz und einen deutschen Trailer. Die obligatorische e-m-s-Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
Mit Interner Link"Spiel mir das Lied vom Tod" wurde Claudia Cardinale berühmt, diesem Western-Meisterwerk von Sergio Leone. Wenige Jahre später spielte sie dann in "Petroleummiezen" die weibliche Hauptrolle, einer Western-Komödie. Natürlich lassen sich beide Filme nicht miteinander vergleichen und ein Vergleich wäre hinsichtlich der Genres auch absolut abwegig. Doch auch Claudia Cardinale ist ebenso wenig wie Brigitte Bardot im Stande, dieses Vehikel aus dem Dreck zu fahren. Die erzählte Geschichte ist so altbacken wie eh und je, dabei von vorn bis hinten vorhersehbar und daher unnötig in die Länge gezogen (insofern sich das bei neunzig Minuten Laufzeit überhaupt sagen lässt). Hier stimmt irgendwie gar nichts, die Schüsse fallen unsynchron zum Pistolenabzug und auch die "Kämpfe" sind dilettantisch choreographiert. Es mag wohl sein, dass die Witze und Pointen des Filmes 1971 noch funktioniert haben, aus heutiger Sicht ist da jedoch rein gar nichts Humoristisches dabei. Allem voran Michael J. Pollards Rolle als Sheriff mit Übersetzungsproblemchen. Unverständlich wieso der amerikanische Sheriff in der amerikanischen Stadt mit den Einwohnern französisch reden muss, nur weil es ein französischer Western ist. Die verschrobenen Sätzchen mit amerikanischem Akzent ("Mir ist mein Hund vom Kopf gefallen") sind dabei so einfallslos wie unlustig.
Zu loben sind die Eingangssequenz, die an Intros der James Bond-Reihe erinnert und die Musik, speziell das Theme des Filmes von Christian Gaubert. Der lebt allein von seinen beiden tragenden Hauptdarstellerinnen Brigitte Bardot und Claudia Cardinale, besonders letztere darf öfters durch ihr Dekolleté glänzen, was einen dann die eine oder andere Szene zu versüßen mag. Die Showdowns des Filmes sind jedoch unkreativ, lahm, und so schnell vorbei, wie sie angefangen haben. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, insofern welches vorhanden war. Dennoch scheint "Petroleummiezen" nicht gänzlich ohne Fans gewesen zu sein, da der französische Massenproduzent Luc Besson 2006 mit Interner Link"Bandidas" einen Film herausbrachte, der wie eine Neuauflage wirkt (Salma Hayek und Penelope Cruz als Hauptdarstellerinnen, Steve Zahn als vertrottelter Sidekick). Wer mit dem Humor der Endsechziger etwas anfangen kann oder besonders großer Fan von der Bardot und Cardinale ist, der dürfte einen Blick riskieren - dem Rest sei jedoch abgeraten; dann doch lieber Mel Brooks "Is' was, Sheriff?".

Die DVD erschien bereits im April 2007 und Ende des selbigen Jahres nochmals als Limited Collector's Edition. Wer hier mehr erwartet wird enttäuscht sein, denn außer einen Pappschuber bietet die Collector's Edition keinerlei Neuerungen. Schade ...



Bilder der DVD




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