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USA 2006
Originaltitel:Inner Rage
Länge:112:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Gaspar Hernandez III
Buch:Gaspar Hernandez III
Kamera:Jeff Neumann
Musik:Pakk Hui
SFX:GZFX and Stunts
Darsteller:William Smith, Kevin T. Collins, Andrew Roth, Jayme Terrell, Joe Estevez, Thomas Daniel, Mark SaFranko, Joseph John Justin, Ellie Clark, Lena Hurt, Michael Laurio, Andrea Shrem, Denise Rodell, Jennifer Natoli, Ronald J. Zambor, Greg D'Agostino
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.06.2007 (Verleih) / 16.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Wenn man vor dem Gesetz fliehen muss, ist ein Bordell nicht das schlechteste Versteck, und eine Gruppe Bankräuber genießt die Freuden des Hauses. Nach und nach wird ihr Anführer Max jedoch wahnsinnig und beginnt, nach Lust und Laune zu töten. Die Männer, die Bordellchefin und ihre Mädchen sind gefangen, und ihre einzige Chance zur Rettung besteht darin, es Max gleichzutun.

Bild
Format1,95:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild erinnert etwas an einen illegal aus dem Kino abgefilmten Mitschnitt, auch wenn es nicht ganz so schlecht ist. Für eine aktuelle DVD eines relativ aktuellen Film ist die Qualität aber deutlich zu minderwertig. Das beginnt beim sichtbaren Bildausschnitt, der stets den Eindruck erweckt, das Bild wäre herangezoomt und würde daher nur einen Ausschnitt des Originals zeigen. Viel offensichtlicher sind aber die Schwächen in Sachen Schärfe, Farben und Kontrast. Ein kaum zu übersehendes Muster macht das Bild in Bewegungen träge, milchig und lässt trotzdem Artefaktrauschen durchdringen. Die Farben können zwar an einigen Stellen herausgearbeitet werden, sehen sonst aber sehr fade aus. Grundsätzlich ist der schlechte Kontrast dafür verantwortlich: Helle Stellen überstrahlen hemmungslos und im Inneren des Hauses sind die meisten Figuren sehr dunkel gezeichnet. Die Detailschärfe ist wegen des deutlichen Rauschfilters - siehe Hintergrund in der 82. Minute, bei der sogar eine regelmäßige Kreisbewegung erkennbar ist, die alles glatt streicht - kaum ausgeprägt. Auch die Konturen verschwimmen ein wenig. Der leichte Rot- bzw. Gelbstich tut sein Übriges, um keine Sekunde auch nur ein wenig Natürlichkeit aufkommen zu lassen. Somit soll die niedrige Wertung die Enttäuschung über das anamorphe Bild ausdrücken, das, auch wenn es nur ein kleiner Film ist, besser sein sollte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch die Produktion des Tones ist wenig optimal. Das liegt vor allem an der Vorlage, die kaum Lebendigkeit beinhaltet uns sich auf den Stereokanälen nur wenig bewegt. Es werden einfach zu wenig Hintergrundgeräusche bereitgestellt und die Dialoge erscheinen mir etwas zu zentriert. Damit macht sich erst recht kein Dolby Digital 5.1 bezahlt, denn die hinteren Lautsprecher bekommen keine zusätzlichen Geräusche zugespielt und den getrennten Bassmodus benötigt der Film nicht. Optional darf man deutsche Untertitel (in gelber Farbe) zuschalten.
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Extras
Extras
  • Originalteaser (0:44 Min.)
  • Originaltrailer (2:44 Min.)
  • Entfallene Szenen (3:39 Min.)
  • Outtakes (6:03 Min.)
  • Fotogalerie "Hinter den Kulissen (1:36 Min.)
  • Biografien:
    • Gaspar Hernandez III (2 Seiten)
    • Joe Estevez (4 Seiten)
    • William Smith (5 Seiten)
    • Kevin T. Collins (3 Seiten)
    • Andrew Roth (2 Seiten)
    • Jayme Terrell (2 Seiten)
  • Trailershow:
    • Tropix (1:33 Min.)
    • Jack Frost 2 (1:36 Min.)
    • Bruderschaft des Todes (1:48 Min.)
    • Broadcast Killer (2:03 Min.)
    • Shunned House (0:45 Min.)
    • Sleepwalker (1:44 Min.)
    • Praying Mantis (1:29 Min.)
    • Invisible (0:56 Min.)
    • Cubbyhouse (1:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras sind zwar jeweils kurz angelegt, aber doch sehenswert. Neben Trailer, Teaser und Epix-Trailershow hat man Zugriff auf lustige Patzer und Versprecher, ein paar vom Regisseur erläuterte (und deutsch untertitelte) Szenen und eine Bildergalerie. Ich frage mich nur, warum die Outtakes eine wesentlich bessere Bildqualität besitzen als der Film. So hätte die DVD aussehen müssen!
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Fazit
Erinnert der cholerische Protagonist äußerlich nicht ein wenig an Steve Buscemi in Interner Link"Reservoir Dogs"? Und könnte der Überfall im Scheckladen zu Beginn nicht angelehnt sein aus dem ebenfalls blutig endenden Überfall auf "Benny's World of Liquor" in Interner Link"From Dusk Till Dawn"? Gangsterfilme haben es nicht leicht, müssen sie sich doch stets an den großen Namen des Genres messen, auch wenn die Parallelen, wie vermutlich auch hier, eher zufälliger Natur sind.
Unter dieser Prämisse, also, dass "Inner Rage" gern eigenständig sein möchte, sollte man ihn auch genießen. Grundsätzlich funktioniert das, denn der Kopf der Bande, die eher zufällig einen Polizisten und drei Zeugen umbringt, um sich dann in einem abgelegenen Hurenhaus übers Wochenende zu verstecken, ist ein markanter Misthund, dessen Entscheidungen immer wirrer und dessen Anwandlungen immer cholerischer werden. So spaltet sich die Gang nach dem anfänglichen Überfall in zwei Lager: Das eine ist nach wie vor dem Anführer Max gegenüber loyal, während das andere sich gegen diesen auflehnt. Doch Max entwickelt sich immer mehr zu einem Psychopathen, der alle ihm im Wege Stehenden einfach ausschaltet.
Der Atmosphäre des Filmes sind zwei Bedrohungen dienlich. Einmal wäre das die Bedrohung von außen, verkörpert vom alternden Polizisten (Joe Estevez - auf dem Karriereabstellgleis), der den Verbrechern ohne viel Erfolg und etwas gemächlich hinterherjagt und damit kaum Einfluss auf die Geschichte hat. Und natürlich geht eine ständige Gefahr von Max aus, der nicht nur immer mehr Spaß am Töten gewinnt, weil ihn seine Gier nach dem Geld dazu verleitet, sondern dessen Paranoia bald ungeahnte Ausmaße annimmt. Zugegen, die Figurenkonstellation ist nicht ungeschickt und die Charaktere sind sehr schön "geerdet" angelegt, aber in der zweiten Hälfte geht "Inner Rage" ein wenig die Puste aus. Max' psychopathisch verzogene Miene kommt zum Dauereinsatz und die knisternden Szenen geraten etwas zu langwierig. Den Spagat, Max' Macht auf die Gruppe realistisch darzustellen, ohne es lächerlich wirken zu lassen, schafft das Drehbuch gut, aber dadurch, dass die Dynamik letztlich auf die Geschehnisse im Haus komprimiert wird, geht der Überraschungsmoment verloren. Man weiß nach der ersten Bluttat einfach zu gut, was passieren wird und alles weitere ist relativ leicht vorhersehbar.
Bedenkt man aber, dass "Inner Rage" als Regiedebüt entstand, dem vermutlich nicht allzu viel Budget zur Verfügung stand, ist das Ergebnis zufriedenstellend. Für den nächsten Film sei der Tipp gegeben, dass man nicht mehr so lange mit der Kamera draufhalten sollte oder etwas am Schnitt arbeitet. Besonders actionreich oder übertrieben blutig ist "Inner Rage" nicht und er will auch nicht "hip" oder "cool" oder sonstwie modern sein, aber die Grundidee eines gierigen, durchdrehenden Kriminellen, der eine ganze Gruppe von Nutten und Gangstern gegen sich aufbringt und in Schach hält, dürfte ausreichen, um einen Blick zu riskieren. Leider ist die DVD nicht wirklich gut gelungen und vermiest mitunter das Filmerlebnis. Übrigens: Bitte bis nach dem Abspann sitzen bleiben!



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Inner Rage" - Action-Thriller von Epix
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