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JP 1974
Originaltitel:Gekitotsu! Satsujin ken
Alternativtitel:Clash! Killer Fist
aka. Sudden Attack: The Killing Fist
aka. Street Fighter, The
aka. Streetfighter, The
aka. Wildeste von allen, Der
Länge:87:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Shigehiro Ozawa
Buch:Kôji Takada, Motohiro Torii
Kamera:Ken Tsukakoshi
Musik:Toshiaki Tsushima
Darsteller:Sonny Chiba, Goichi Yamada, Yutaka Nakajima, Tony Cetera, Masafumi Suzuki, Masashi Ishibashi, Akira Shion, Osman Yusuf, Bin Amatsu, Jirô Chiba, Tatsuo Endo, Ryuji Katagir, Nobuo Kawai, Takuzo Kawatani, Chiyoko Kazama, Etsuko Shihomi, Chico Roland
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.04.2011 (Kauf)



Inhalt
Takuma Tsuguri ist ein skrupelloser Karate-Experte, der seine Dienste dem anbietet, der dafür bezahlt. So befreit er im Auftrag zweier Geschwister deren älteren Bruder Junjo aus dem Gefängnis. Doch als die beiden nicht zahlen können, tötet Tsuguri den jüngeren Bruder und verkauft seine Schwester an ein Bordell. Damit macht er sich den kampferprobten Junjo zum Feind.
Weitere Probleme treten auf, als Tsuguri den Auftrag eines Gangstersyndikats ablehnt, eine reiche Erbin zu entführen. Da seine Honorarvorstellungen zu hoch sind und Tsuguri von den Plänen weiß, soll er beseitigt werden.
Doch die Gangster haben sich den Falschen ausgesucht. Denn Tsuguri ist eine alles vernichtende Kampfmaschine, die sich durch Nichts und Niemanden aufhalten lässt. Als er dann der hübschen Erbin seine Schutzdienste anbietet, entfacht er einen Strudel der Gewalt, in dem seine Fäuste keinen seiner Gegner verschonen. Tsuguri streckt seine Gegner nieder wie ein Mensch gewordener Rasenmäher und steht am Ende auch dem auf Rache sinnenden Junjo gegenüber.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "Der wildeste von allen" ist bildtechnisch dem etwas früher als deutsche DVD erschienenen Interner Link"Der unerbittliche Vollstrecker" ebenbürtig. Im Detail bedeutet das abermals ein gut aufgelöstes Bild, das mir diesmal sogar ein wenig gleichmäßiger erscheint. Somit sind die Figuren gut konturiert und auch angemessen aufgelöst, nie aber vergleichbar mit dem bis ins Letzte aufgearbeiteten Interner Link"Der Mann mit der Todeskralle". Damit kann man sich leicht abfinden, denn man meint trotzdem nicht, Details zu vermissen. Das Geschehen spielt sich bei all der Action ohnehin sehr oft nur im Vordergrund ab. Die Farben sind erdig und kräftig, da das Bild aber wieder etwas düster aufgebaut ist, sind hier nicht allzu fröhliche Tönungen zu erwarten. Das Bildrauschen taucht hier nur in wenigen Szenen auf, z.B. während einer Panoramaaufnahme der Stadt, ist also in den restlichen Szenen kaum existent. Für ein sehr sauberes Bild ist ebenso gesorgt. Mit etwas hellerer und klarerer Zeichnung wäre mehr drin gewesen. Übrigens ist die Titelsequenz auch nicht so gut wie der Rest des Films erhalten, da man deutsche Credits einsetzen wollte, die folglich nur aus einer etwas schlechteren Quelle genommen werden konnten. Der Übergang ist aber geschickt gemacht.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Synchro ist in einem vernünftigen Zustand. Nicht nur wegen einiger Sprecher erinnert sie an die Qualität einiger Spencer/Hill-Synchros dieser Zeit. Weder ist sie zu kernig, noch zu flach, noch zu klar für ihr Alter. Einige Stimmen zischeln ein wenig, die Musik aber geht nicht unter und klingt auch nicht zerklüftet. Der Neuauflage liegt jetzt auch der japanischer Originalton mit deutschen Untertiteln bei.
 ++----

Extras
Extras
  • Deutscher Trailer (2:50 Min.)
  • Japanischer Trailer (2:51 Min.)
  • Titelsequenz japanisch (7:03 Min.)
  • Bildergalerie (26 Bilder)
  • Werbeflyer (1:25 Min.)
VerpackungHardbox
 Während die Erstauflage lediglich einen Trailer zu bieten hatte, packt Anolis neben einem Scan des Werbeflyers noch eine Bildergalerie, den japanischen Vorspann und den deutschen und japanischen Trailer mit auf die DVD.
 +-----

Fazit
- "Tsurugi, sie sind der gemeinste Kerl, den ich kenne. Es gibt nichts, was sie für Geld nicht tun würden. Aber sie gehen manchmal etwas zu weit." (Unterweltboss)

Wie legt man dem Zuschauer dar, der Sonny Chiba bisher nur durch seinen Cameo aus Interner Link"Kill Bill" kennt, welchen Stellenwert er im Kampfsportfilm besitzt? Ich versuch's mal ...
"The Street Fighter" war unter all den ähnlich gearteten Produktionen seinerzeit doch eine Ausnahme: Weder war er angesiedelt in der japanischen Kaiserzeit, in der die Unterteilung zwischen Gut und Böse (zumindest filmisch) relativ einfach erschien, noch erhob der Protagonist Ansprüche darauf, besonders ehrenhaft und tugendreich seinem Rachefeldzug nachzugehen. Tsurugi ist ein Verbrecher durch und durch im modernen Japan der 1970er Jahre, der seine Dienste jedem feilbietet, der dafür aufkommen kann. Es hindern ihn keinerlei Gewissensbisse, seine (vorerst egozentrischen) Ziele zu verwirklichen. Er ist ein einfacher Mann, aber auch ein jähzorniger und äußerst gefährlicher Bursche, der sich abseits des Dojo mit tödlichen Kicks und Handkanten Respekt erarbeitet hat. Selbst Verbrechersyndikate, die ihn immer wieder mal beauftragen, sind davon überzeugt, dass man äußerst vorsichtig mit Tsuguri umzugehen hat.
Der gelernte Kampfsportler Sonny Chiba fügt dieser facettenreichen Figur, die mich oft an die dreckigen Figuren erinnert, die Tomas Milian im italienischen Genrekino spielte, eine Menge Charisma und Ausdruckskraft hinzu. Seine Ausbildung verhilft ihm zu einer glaubwürdigen Umsetzung der zahlreichen Kampfhandlungen, in denen Tsuguri mit einem perfekten, aber auch ziemlich unfairen Kampfstil besticht. Ein Ausstechen der Augen ist ebenso inbegriffen wie ein Armbruch oder ein tödlicher Tritt auf den Bauch. Gerade hier besticht "The Street Fighter" durch einen ungemein hohen Grad an Gewalt, der für das Genre ganz und gar nicht üblich war. Wo sonst hört man schon so lautstark einen Knochenbruch, wird ein Mann mit tödlichem Griff ins Gemächt hingerichtet oder darf man in einer Art Röntgenblick mit ansehen, wie ein Schlag einen Schädel brechen lässt, so dass der Getroffene aus allen Poren blutet. Besonders der Kampf auf dem Frachter, bei dem Tsuguri seine Gegner im Zehnsekundentakt ausschaltet, ist ein martialisches Schlachtfest, das bereits beim Ansehen weh tun kann.
Trotz alledem ist Chiba und damit seine Figur ein Publikumsmagnet, der es trotz wenig zimperlicher Vorgehensweise immer wieder schafft, die Sympathien auf seine Seite zu ziehen. Das Drehbuch manipuliert da sehr geschickt: Im entscheidenden Moment lässt es den Auftragskiller eine Entführung ablehnen - nicht etwa, weil es seine Ehre verletzen würde, sondern weil das Geld nicht stimmt. Auch später legitimiert es immer wieder Tsuguris Taten und überzeugt den Zuschauer davon, dass unter der rauen Schale Tsuguris doch ein weicher Kern steckt. Denn dieser hat trotz aller professionellen Härte auch einen Freund, der ihn bei allen Aufträgen unterstützt und den er schätzt.

Um es nochmal kurz zusammenzufassen, was einen hier erwartet: Unmengen an Action und Kampfeinlagen, die zwar vergleichsweise einfach choreografiert, trotzdem aber aufregender gestaltet sind als in Konkurrenzfilmen; Bösewichter, die mal wirklich ein Motiv haben und nicht nur Abziehbilder sind; großartig überzogene Gestiken während der Fights; und ein Endkampf im Regen, der Gänsehautstimmung besitzt.

Die DVD-Neuauflage ist bild- und tontechnisch identisch zur Erstauflage, beinhaltet diesmal allerdings den japanischen Originalton mit optionalen deutschen Untertiteln, sowie etwas mehr Bonusmaterial und ein neues DVD-Menü. Wie viele der anderen DVDs der "Anolis Hardbox Series" wurde auch "Der Wildeste von allen" in zwei Covervarianten ausgeliefert, die jeweils auf 333 Stück limitiert sind. Wer die Erstauflage bereits sein Eigen nennt und weder den japanischen Originalton, noch mehr Bonusmaterial benötigt, muss hier nicht zuschlagen. Alle anderen sollte allein wegen der starken Limitierung nicht allzu lange überlegen.






Bilder der DVD




Druckbare Version
  
Sonny Chiba - Der unerbittliche Vollstrecker (Anolis Harbox Series #08)
News"Der Wildeste von Allen" im April von Anolis
Wildeste von allen, Der
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