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JP 1974
Originaltitel:Satsujin ken 2
Alternativtitel:Unerbittliche Vollstrecker, Der
aka. Return of the Street Fighter
aka. Street Fighter 2
Länge:79:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Shigehiro Ozawa
Buch:Hajjime Koiwa, Kôji Takada
Kamera:Sadaji Yoshida
Musik:Toshiaki Tsushima
Darsteller:Sonny Chiba, Yôko Ichiji, Masashi Ishibashi, Shingo Yamashiro, Hiroshi Tanaka, Masafumi Suzuki, Claude Gagnon, Masataka Iwao, Zulu Yachi, Katsuya Yamashita, George Yirikian

Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.05.2011 (Kauf)



Inhalt
Er ist zurück: Takuma Tsuguri, der wildeste von allen. Diesmal soll Tsuguri seine Fähigkeiten einsetzen, um einen im Gefängnis sitzenden Gangster zu töten, der durch seine Aussage einem japanischen Syndikat und der italienischen Mafia schaden könnte. Nach erfolgreicher Ausführung soll Tsuguri dann jedoch einen alten guten Freund beseitigen. Er lehnt ab und soll dafür mit dem Tod belohnt werden, da die Gangster keine Mitwisser brauchen. Die Verbrecher merken schnell, dass eher einem Rudel tollwütiger Hunde beizukommen ist, als der Ein-Mann-Armee Tsuguri. Aber auch ein Kämpfer wie er hat Gegner, die ihm gefährlich werden können. Als Tsuguris totgeglaubter Feind Junjo auftaucht, muss er dies auf die harte Tour erfahren. Doch ein Mann wie Takuma Tsuguri lässt sich nicht dauerhaft aufhalten und so zieht er mit brutaler Härte eine Schneise aus gebrochenen Knochen und zertrümmerten Körpern, um einmal mehr zu beweisen, dass man ihn besser nicht zum Feind hat.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist weitgehend ordentlich geworden und dem Alter angemessen. Es entspricht fast der UK-DVD, nur wurden die letzten Fehler der Kompression nun ausgebessert. Die Schärfe gibt sich zwar nicht durch übermäßige Detaildarstellung zu erkennen, entspricht aber dem oberen Durchschnitt eines 70er-Jahre-Films, das mit etwas pumpenden, wenn auch nur feinem Rauschen zu kämpfen hat. Etwas bessere Aufarbeitung sollten noch die Farben erfahren. Zwar kann man insgesamt von einer realistischen Kolorierung sprechen, die düstere Optik lässt aber besonders die kräftigen Töne nicht richtig durchscheinen. Dadurch geht der Szenerie, die sonst fehlerfrei und ordentlich im anamorphen Originalformat abgelegt wurde, einiges an Lebendigkeit und Ausdruckskraft. Kratzer sieht man keine, nur an einigen Szenenbeginnen sind noch Reste von zerfransten Rändern erhalten, die man aber höchstens im Einzelbild-Scan erkennen wird.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Rauschen oder Unreinheiten im Hintergrund lassen sich bei der deutschen Monospur nur schwer heraushören und auch die Dialoge sind noch gut erhalten. Etwas abgestumpft sind diese in den Höhen, anders war das aber auch nicht zu erwarten. Somit gibt es zwar hellere Synchros, in diesem Genre und aus dieser Zeit wird man sie aber selten antreffen. Der Score kann nicht verglichen werden mit einer CD-Aufnahme, weil besonders im Hochtonbereich ein wenig Verzerrungen auftreten, aber auch hier bin ich voll zufrieden, weil es wesentlich schlimmer sein könnte. So sind die Instrumente weder breiig, noch der Gesamtklang kratzig oder zu sehr auf die Mitten beschränkt. Eine kurze, damals gekürzte Dialogszene liegt im japanischen Original mit deutschen Untertiteln vor.
Während die Erstauflage ohne japanischen Ton auskommen musste, spendiert Anolis dem Zuschauer den Originalton in Mono mit optionalen deutschen Untertiteln. Große Unterschiede zum deutschen Pendant gibt es nicht, lediglich im Dialogbereich offenbart der Originalton eine bessere Natürlichkeit.
 ++----

Extras
Extras
  • Japanischer Trailer (3:01 Min.)
  • Super-8-Fassung (47:08 Min.)
  • Bildergalerie (44 Bilder)
  • Filmprogramm (1:15 Min.)
  • Werberatschlag (3:30 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Das Bonusmaterial wurde wie versprochen ebenfalls aufgestockt und neben dem bekannten Trailer, einer Bildergalerie, dem Filmprogramm, sowie einem Werberatschlag beinhaltet die auf 333 Stück limitierte DVD noch die deutsche Super 8-Fassung des Films.
 +/----

Fazit
- "Die Mafia! Von denen werden ein paar ins Gras beißen müssen." (Takuma Tsuguri)

Inhaltlich fast nahtlos knüpft "Der unerbittliche Vollstrecker" an Sonny Chibas Welthit Interner Link"Der Wildeste von allen" an. Wer den Vorgänger kennt und mag, darf sich abermals auf ein Action-Fest der japanischen Prügelkunst freuen, die sich ebenso ungefesselt und geradlinig auf den Zuschauer überträgt wie der Erstling. Leider wird auch die Geschichte nur wenig variiert, denn abermals ist Chiba ein Killer im Dienste der Mafia, der unliebsame Zeugen oder abtrünnige Mitarbeiter auszuschalten hat - natürlich lediglich mit Hilfe seiner absolut tödlichen Fäuste.
Gleich zu Beginn wird man Zeuge einer ruppigen Auseinandersetzung im Gefängnis, wo Tsuguri nicht nur eine Mauer mit seinen Fußtritten zerbröselt, sondern einem Häftling mit seinen zwei Fingern den Kehlkopf durchbohrt. Auf ähnliche Art und Weise geht es weiter, denn es dauert nie lange, bis es zum nächsten Kampf kommt, der meist auf blutige Weise endet. Höhepunkt sind der Schlag auf den Hinterkopf, der dem Gegner die Augen aus den Höhlen treten lässt (sieht irgendwie lustig aus!) und natürlich Chibas herrlich verzogenes, angespanntes Gesicht, wenn er inbrünstig Luft zieht (naja, bisschen Rotz scheint da auch mit im Spiel zu sein) oder sich mit gefährlichem Muskelspiel vor seinen Gegner aufbaut. Ein wenig Trash-Appeal ist da natürlich dabei, anders lassen sich Titel dieser Zeit auch kaum konsumieren, aber Chiba, der eigentlich herzensgute Mann im schwarzen Anzug (= Kleidung des Bösewichts), kann natürlich mittels seines Charismas das Publikum schnell auf seine Seite ziehen. Das unterscheidet ihn und damit diesen Film von den Unmengen an Bruce Lee-Plagiaten, die das damalige Kino meist identitätslos fluteten.
Hinzu kommt, dass "Der unerbittliche Vollstrecker" einen nicht zu verachtenden Härtegrad vorzuweisen hat, den es in vielen anderen Filmen nicht zu sehen gab. Wenn sich Chiba am Ende durch die Schergen seines ehemaligen Bosses durchmäht, dann ist nicht nur jede Einstellung und jede Bewegung das Filmmaterial wert, er ist auch bald ordentlich mit dem Blut seiner Feinde bespritzt. Es ist nun mal ein Unterschied, ob jemand am Boden noch ein paar Sekunden zappelt, um dann tot zu spielen, oder ob die tödliche Verletzung wirklich sichtbar ist.
Den Unterhaltungsfaktor heizen die hervorragenden Flugstunts an, die zwar nicht in Richtung "Drahtseilnummer" gehen, aber auch ein wenig über den Fähigkeiten eines normalen Sportlers liegen dürften. Sehr interessant ist zudem, dass verschiedene Kampfstile in der Kampfschule vorgestellt werden, und dass Chiba auf seinen Erzfeind aus dem Erstling trifft, der noch eine Nummer grässlicher geworden ist. Kurzum: "Der unerbittliche Vollstrecker" bietet Action am laufenden Band, inhaltlich solide Grundelemente, eine Prise Erotik und einen großartigen, rachsüchtigen Sonny Chiba, der einfach immer noch zu den härtesten Hunden des japanischen Genre-Kinos gehört.

Nach knapp 3 Jahren veröffentlicht Anolis eine Neuauflage mit zwei Covervarianten, die jeweils auf 333 Stück limitiert sind. Die damals gekürzte Dialogsequenz ist nun enthalten und etwas mehr Bonusmaterial ist auch vorhanden. Technisch gibt es keine Unterschiede zur alten Fassung, lediglich der japanische Originalton fand noch seinen Weg mit auf diese DVD. Für Fans des Japankinos und vorallem für Sonny Chiba-Fans eine lohnende Anschaffung. Wer bereits die gute Erstauflage besitzt und weder auf O-Ton, noch auf mehr Extras angewiesen ist, muss sich en Film nicht unbedingt nochmal kaufen. Für alle anderen heißt es: zuschlagen!






Bilder der DVD




Druckbare Version
Sonny Chiba - Der wildeste von allen (Anolis Hardbox Series #07)
Sonny Chiba - Der unerbittliche Vollstrecker
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