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ESP 2005
Originaltitel:Somne
Länge:90:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Isidro Ortiz
Buch:David Alonso, Cristóbal Garrido
Kamera:Pedro del Rey
Musik:Javier Cámara
SFX:Juancho Fernández, Juanjo González, Ferrán Piquer u.a.
Darsteller:Goya Toledo, Óscar Jaenada, Nancho Novo, Chete Lera, Jordi Dauder, Gary Piquer, Txema Blasco, Iván Hermés, Manuel Dios, Uxía Blanco, Itxaso Álvarez, Manuel Botana, Carlos Sante
Vertrieb:Anolis / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.12.2007 (Verleih) / 14.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Andrea, eine brillante Neurologin, wird die Leitung eines wichtigen Experimentes an der Linza-Universität angeboten, da die frühere Leiterin Selbstmord begangen haben soll. Im Rahmen des Projektes sucht man nach Möglichkeiten, um Informationen zwischen Primatengehirnen und Computern auszutauschen. Nach offiziellen Angaben kam das Experiment nicht über die Phase der Tierversuche hinaus, doch Andrea muss schnell feststellen, dass ihre Vorgängerin längst Menschen für ihre Versuche benutzte: allesamt Studenten, über die jedoch im Register keinerlei Unterlagen mehr zu finden sind. Ein Wachmann erzählt ihr, dass alle Versuchspersonen an einer besonders aggressiven Form von Alzheimer gestorben sind.
Mittlerweile beginnt Andrea an einer bizarren Mischung aus Schlafstörungen und Tagträumen zu leiden, deren Inhalte aber den wahren Grund für das Experiment aufdecken. Und mit Grauen muss sie erkennen, dass die fehlgeschlagenen Versuche an Menschen nur die Spitze des Eisberges sind.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD zeigt sich mit durchwachsener Qualität. Grundsätzlich wurde das Bild mit einem hohen Detailgrad aufgenommen und so auch auf die DVD transferiert. Gerade Außenszenen sehen sehr plastisch und feingliedrig aus, so dass es sogar mal vorkommen kann, dass die Kompression bei Szenenübergängen unterschwellig, also für ein paar Frames, verpixelt (so geschehen in der 32. Minute). Als 2005er Produktion lässt sich der Film ohne Probleme erkennen, weil auch feine Haar- und Gesichtsstrukturen adäquat umgesetzt sind und sich nur selten am feinen Rauschen stören. Nun wurde aber offensichtlich ein kühl wirkender, dunkelbläulicher Filter eingesetzt, der zwei Auswirkungen hat: Zum einen merzt er fröhliche, lebendige Töne aus, was beispielsweise in der 64. Minute die sommerliche Strandszene in ein ansatzweise mitternächtliches Licht rückt. Das bringt besonders dunklen Szenen Probleme, die manchmal gar im Schwarz zu ersaufen drohen. Natürlich ist "Somniac" ein düster angelegter Film, aber manchmal glaubt man, es sei ein wenig übertrieben worden und schadet somit auch der Plastizität des Bildes. Der hat man dafür an anderen Stellen wieder nachgeholfen. Somit nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Spa)
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Natürlich kann "Somniac" die hinteren Boxen besonders in den Traumsequenzen einsetzen. Dort hält man dann einige Geräusche aus der Kategorie "leichte Auflockerung" bereit und die Musik fügt kurze Dynamikschübe ein, die aber auch während der normalen Handlung zum guten Klang beitragen können. Deswegen erscheint es längst nicht so, als ob der nur in Stereo vorliegende, etwas leise Originalton das Maß aller Dinge wäre. Der Bass wird zwar nicht übermäßig herausgearbeitet, ist aber merklich existent und auch die Synchro macht eine sehr gute Figur, bei der die Sprecher gut gewählt wurden. Da der Originalton mit dabei ist, gibt es auch deutsche Untertitel
 ++++--

Extras
Extras
  • Trailer (0:38 Min.)
  • Fotogalerie (24 Bilder)
  • Trailershow:
    • Firuze - Wo bist du? (2:20 Min.)
    • Pinata - Dämoneninsel (1:57 Min.)
    • 999 - Final Destination (2:15 Min.)
    • Death Trance (2:21 Min.)
    • My Wife Is A Gangster (1:22 Min.)
    • Dédales (3:15 Min.)
VerpackungKeepCase
 Leider bietet die DVD nur einen Trailer und ein wenig Fotomaterial als Zusatz an.
 +-----

Fazit
Mit "Somniac" überreichen uns die Spanier mal wieder eine kleine Überraschung aus dem SciFi-Thriller-Sektor. Die anfänglichen Skriptstrukturen sind relativ austauschbar (hübsche Nachwuchsforscherin gerät an brisantes Projekt, das von geldgierigem Unternehmer missbraucht wird - kennt man!) und ich würde fast anfangen zu nörgeln, wären da nicht bereits hier die wohlige europäische Atmosphäre, die, wenn es nicht grad ein Slasher ist, sich so sehr vom manchmal schon etwas überheblichen amerikanischen Kino unterscheidet.
"Somniac" punktet nicht nur mit dem actionreichen Auftakt, dem später noch große Bedeutung beigemessen werden soll, sondern auch mit einer attraktiven Hauptdarstellerin (Goya Toledo ... zum Anbeißen!), die aber nicht auf ihre Reize reduziert wird, sondern die als moderne Horror-Aktrice die Fäden in den folgenden 90 Minuten in der Hand haben wird. Ihre Einstellung im geheimen Forschungsprojekt geht einher mit Alpträumen, die in einer tollen Atmosphäre eingefangen sind und sie bekommt Hinweise von einer mittlerweile toten Freundin, die das Projekt vor ihr leitete und die sie auf etwas hinweisen sollen. Man weiß mitunter gar nicht, was die nächtlichen Visionen zu bedeuten haben oder aber, ob man sich vielleicht in einem Tagtraum befindet, was die ganze Sache interessant macht. Man muss aber nicht befürchten, später einfach mit einem Verweis auf irgendeine übernatürliche Sache abgespeist zu werden, die Hintergründe sind doch angenehm komplex. Auch überspannt man es nicht bei den wissenschaftlichen Arbeiten, die sich darum drehen, dass man die Gedanken und Erinnerungen des Menschen auslesen und somit auch manipulieren kann. Das schafft natürlich Spielraum für so allerlei Komplotte, die sich im Hintergrund schmieden und die von der Protagonistin, ihrem Kollegen und Freund und noch einigen anderen Randfiguren entdeckt werden wollen. Dabei offenbaren sich Details, die immer wieder an die Elite-Universität in Interner Link"Die purpurnen Flüsse" erinnern. "Somniac" ist aber wesentlich weniger aufgebauscht und benötigt im weiteren Verlauf keine Action-Szenen oder coolen Ermittler. Es reicht die stetig ansteigende Spannungskurve, die im Mittelteil einen kurzen Knick erfährt, dann aber beim Einsetzen der auflösenden Rückblicke den Zuschauer fest umklammert, der sich immer noch fragen wird, wonach man eigentlich sucht. Die Stimmung erinnert an den genialen französischen, anscheinend leider aber untergegangenen Interner Link"Dédales", der ebenfalls mit einem gelungenen Schluss auftrumpft, der alles noch einmal überdenken lässt.
Wer also auf spannende Unterhaltung, gute Darsteller und mit der Insel auch eine wundervolle Kulisse Lust hat, der liegt mit "Somniac" genau richtig. Und wer das Ende gesehen hat, kann dann vielleicht auch die Verbindung zum Filmtitel herstellen. Aber ganz so trivial, wie man jetzt vermuten könnte, ist es natürlich nicht ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Somne
News"Somniac" von Anolis
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