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FR 2007
Originaltitel:Scorpion
Länge:94:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Julien Seri
Buch:Cédric Jimenez, Julien Seri, Sylvie Verheyde
Kamera:Michel Taburiaux
Musik:Christian Henson
SFX:Olivier Marais
Darsteller:Clovis Cornillac, Francis Renaud, Karole Rocher, Caroline Proust, Jérôme Le Banner, Olivier Marchal, Philippe Bas, Tadrina Hocking, Titouan Laporte, Tony Mpoudja, Hicham Nazzal, Karim Belkhadra
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.08.2007 (Verleih) / 28.09.2007 (Kauf)



Inhalt
Angelo ist der "Scorpion". Sein Leben ist das Thai-Boxen, bis er bei einer Schlägerei seinen Herausforderer tötet. Es war ein Unfall, doch Angelo muss hinter Gitter. Nach der Entlassung aus dem Knast ist er am Boden, seine Boxkarriere scheint am Ende zu sein. Da macht ihm der einflussreiche Wettkartellboss Markus ein verlockendes und zugleich gefährliches Angebot: Er soll bei illegalen und brutalen Untergrundkämpfen für ihn in den Ring steigen, mit der Aussicht, damit viel Geld zu verdienen. Zögerlich willigt Angelo ein. Doch dann lernt er Virgine kennen, und diese Begegnung verändert sein Leben. Durch sie wird sein Kampfgeist wieder geweckt ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild zeigt eine gut aufgearbeitete Szenerie, die trotz häufiger dunkler Abschnitte nicht schlapp macht. Der Kontrast hüllt die Geschichte zwar in viele Schatten, verdirbt dabei aber weder die Farben, die kräftig, wenn auch ein wenig verfälscht aussehen, noch die Auflösung und Erkenntlichkeit der Hintergründe. Auch die Schärfe bemüht sich um eine möglichst realistische Abbildung. Ganz gelingt das nicht, denn ein dezenter Weichfilter scheint dem Film aufgezwungen worden zu sein, aber die Feinheiten in Gesichtern oder auch in Hintergründen (z.B. die Bar) lassen nichts vermissen. Rauschen oder Kompression fällt mir kaum auf, nur die Farben tragen manchmal einen rötlichen, manchmal einen gelblichen Schimmer, wobei in der Vergabe des jeweiligen Grundtons durchaus ein Muster zu erkennen ist.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Fr), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 "Scorpion" zeigt sich soundtechnisch zwar nicht überraschend, aber grundsolide und angemessen. Meist sind es Teile der Musik, die für einen breiten, fülligen Klang sorgen. Daneben existieren geringere Umgebungsgeräusche, die zwar nicht zielgerichtet, aber hörbar auf den hinteren Boxen abgelegt sind. Im Deutschen missfällt mir ein wenig die etwas zu hervorstechende Synchronisation, die im Vergleich mit dem Rest gern noch etwas sanfter hätte abgemischt werden können. Wer sich über einige der Stimmen wundert, der sollte man den französischen Ton versuchen, den es optional mit deutschem Untertitel gibt: Auch hier klingt die Stimme des Protagonisten eher schwach und verhalten. Das versteht sich aber im Sinne der Intonation und nicht bezogen auf die eigentliche Klangqualität, der nichts anzulasten ist. Beim DTS-Ton macht sich wieder der Eindruck breit, dass er mehr Zierde als Nötigkeit darstellt. Die etwas lautstärkere, geringfügig aber auch kräftigere Akustik kann sich eigentlich nur beim Score ein wenig hervorheben, bekommt sonst aber von der Vorlage zu wenige Momente geliefert, die eine absolut glasklare oder aufbrausende Vertonung benötigen.
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Extras
Extras
  • Making Of (20:05 Min.)
  • Originaltrailer (1:38 Min.)
  • Originaltrailer, dt. untertitelt (1:38 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • The Night Listener (2:28 Min.)
    • Snoop Dogg's Hood Of Horror (1:25 Min.)
    • Tödliche Diamanten (1:31 Min.)
    • Dark Ride (1:46 Min.)
    • Macbeth (1:47 Min.)
    • Liebe ist Nervensache (2:17 Min.)
    • Nightmare Detective (2:20 Min.)
    • Storm (1:46 Min.)
    • Hinterm Mond gleich links (1:49 Min.)
    • Die wilden Siebziger (1:31 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die DVD enthält ein 20minütiges Making Of, das mit der Vorstellung der Geschichte und der Figuren beginnt. Gern hätten hier etwas mehr Hintergrundwissen und "echte" Interviews eingebracht werden können, denn Regie und Darsteller sind anfangs etwas zu sehr darauf aus, den Film als etwas Unglaubliches zu präsentieren, das man gesehen haben muss. Später aber wird das Thema "Free Fight" und die Aufnahmen mit den Stuntman (meist echte Kämpfer) detailliert beschrieben, was doch etwas eher zu einem Making Of passt als der Anfang. Außerdem darf der Trailer zum Film einmal in deutscher Sprache und einmal im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln angeschaut werden.
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Fazit
"Scorpion", eine aktuelle französische Produktion, darf sich zur neuen Generation der Kampfsportfilme zählen, die sich bestens bewusst sind, dass der typische, von Rachegelüsten geleitete Underdog-Kämpfer, der sich mit Hilfe eines Mentors bis ganz nach oben prügelt, im dritten Jahrzehnt dieser Ausprägung von Film nichts mehr zu suchen haben - oder eben nur als Direct-to-Video-Produktion.
So versucht man den überaus heftigen Kämpfen, die wegen des freien Stils eine Menge glaubhaft dargestellter und deswegen schmerzhafter Wunden darstellen, ein Mindestniveau anzueignen, indem der Protagonist Angelo hier ein eher schüchterner, aber entwicklungsfähiger Gutmensch ist, der nach abgesessener Haftstrafe und Pennerdasein seinem brutalen Lebensziel wieder nachgehen darf und dabei auf die schöne Virginie trifft, die es ihm aber nicht ganz leicht macht. Angelos Ziehvater (oder eher: Geschäftsmann) ist eines der Relikte der alten Klopperschinken, bei denen es noch ohne größere Dramatik und Handlungsebene heiß herging, aber wer sagt denn auch, dass der Action-Fan von heute gleich höchste Ansprüche stellt? Das sollte er nicht, bringt doch die viel zu vorhersehbare Geschichte nicht allzu viel mit, sorgt aber für nötige Abwechslung, leichte Gefühle und beleuchtet die Personen, die in dem schroffen Umfeld aus Drogenhandel, organisierten Kämpfen und Prostitution leben. Meine Meinung würde wohl etwas mehr Euphorie verlauten lassen, wenn die Kämpfe zahlenmäßig stärker vertreten wären, denn nach 3 bis 4 Stück steht Angelo bereits seinem übermächtigen Gegner im Finale gegenüber. So fällt es etwas schwer, die vergangene Zeit nachzuvollziehen. Dafür aber bringen sämtliche Darsteller das nötige Charisma ein und wirken allein dadurch nicht oberflächlich. Ein paar kurze Spannungsmomente und Action-Szenen nebenher, angereichert mit einer Prise Erotik dürften dann Freunde des Genres überzeugen.
Denn sieht man die immer wiederkehrenden Kopien des 80er Jahre-Typus, die heute noch auf niedrigstem Budget produziert werden, dann sind die kleinen Schwächen von "Scorpion" doch kaum noch auffällig. Ich habe mich also gut unterhalten gefühlt.



Bilder der DVD




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