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USA 1986
Originaltitel:Trick Or Treat
Alternativtitel:Ragman
Länge:93:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Charles Martin Smith
Buch:Michael S. Murphey, Joel Soisson, James Wong, Glen Morgan, Rhet Topham
Kamera:Robert Elswit
Musik:Fastway, Christopher Young u.a.
SFX:Jeff Frink, Yancy Calzada
Darsteller:Marc Price, Tony Fields, Lisa Orgolini, Doug Savant, Elaine Joyce, Gene Simmons, Glen Morgan, Ozzy Osbourne, Elise Richards, Richard Pachorek, Clare Nono, Alice Nunn
Vertrieb:Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eddie Weinbauer (Marc Price) vergöttert Heavy-Metal-Star Sammy Curr (Tony Fields) und gilt an seiner Schule als Loser. Mit dem Tod seines Idols bricht für ihn eine Welt zusammen. Bis zu dem Tag, an dem ihm der Radio-DJ Nuke (Gene Simmons) Sammis letzte unveröffentlichte Platte schenkt und er mysteriöse Botschaften aus dem Jenseits erhält. Mit Hilfe des auferstandenen Rockstars rächt sich Eddie an seinen Peinigern. Doch schon bald entzieht sich der Racheakt seiner Kontrolle und der Horror breitet sich aus. Unter Lebensgefahr versucht Eddie, das Unvermeidliche zu stoppen.

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Was ist denn mit dieser DVD passiert? Der Film mag zwar schon fast 20 Jahre alt sein, aber warum die Farben trotzdem derart unsauber und unnatürlich aussehen, ist mir schleierhaft, denn vor allem in dunklen Szenen hat der Graufraß zugeschlagen. Größtes Übel ist aber der deutliche Schleier, der über dem Bild liegt und das Rauschen fast gänzlich entfernt hat, dafür aber auch ein sehr weiches Bild erstellt, welches fast komplett ohne Details auskommen muss. Umso seltsamer wirkt es, dass kräftig mit einem Nachschärfeverfahren drüber gegangen wurde, wodurch Details flackern und Konturen teilweise schon wie ausgestanzt erscheinen. Dazu ergießen sich über dem Bildschirm ein nervöses Zucken im Detail und scharf hervortretende Pixelränder von der Kompression. Der Kontrast ist in hellen Szenen etwas hart, in Dunklen etwas zu weich und dann grau. Das alles kann man kaum noch als befriedigend bezeichnen, vor allem da Bildfehler wie weiße Kratzer nicht selten auftreten.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Dt., Engl.), Dolby Digital 5.1 (Dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelEnglisch
 Ich will ja nicht pingelig sein, aber wenn sich ein Film um Rockmusik dreht, dann kann man dem Zuhörer doch nicht so einen Murks anbieten. Beginnen wir mit dem Dolby Digital 5.1-Ton, der mal komplett unnütz ist, da der Ton etwas leiser noch mal auf den Rears wiedergegeben wird, ansonsten aber die Centerlastigkeit nervt. Der Stereoton ist von seiner klanglichen Qualität gleich und rockt überhaupt nicht. Er klingt flach, leise, völlig undynamisch und lässt den Score klingen wie ein billiges Radio aus der Abteilung "Werbegeschenke". Die Höhen übersteuern von Zeit zu Zeit und es gibt eigentlich nur eine kurze, etwas einsekündige Stelle, wo der Ton mal normal zu klingen scheint: eine Störung zu Beginn des Filmes. Der Englische ist noch schlechter, weil dumpfer und etwas stärker kratzend. Hat man einmal auf diesen deutsch zwangsuntertitelten Modus umgeschaltet, was nur über den Umweg ins Hauptmenu funktioniert, dann lassen sich die Untertitel, welche sich nur ansatzweise an die deutschen Dialoge halten, leider auch nicht mehr im deutschen Ton abschalten, wohl ein Fehler im Authoring.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Besetzung und Stab:
    • Charles Martin Smith (4 Seiten)
    • Tony Fields (3 Seiten)
    • Ozzy Osbourne (13 Seiten)
    • Marc Price (2 Seiten)
    • Fastway (1 Seite)
    • Gene Simmons (6 Seiten)
  • Programmtips:
    • Mulholland Drive (1:26 Min.)
    • The Mothman Prophecies (2:27 Min.)
    • Ginger Snaps (1 Seite)
    • Zeit der Wölfe (1 Seite)
    • God's Army 3 (1 Seite)
  • DVD-ROM mit Weblink
 Im Bonusmaterial haben sich ausführliche Biografien zu den Mitwirkenden versteckt, wobei die 2 Kurzbiografien zu Gene Simmons und Ozzy Osbourne aus dem Booklet hier noch ergänzt wurden. Außerdem befinden sich im Menu, welches die Einträge witzigerweise in Spiegelschrift anzeigt, noch 2 Trailer und ein paar Werbetexttafeln zu 3 weiteren Concorde-Veröffentlichungen. Der DVD-ROM-Teil enthält außer einem Link zur Concorde-Webseite nichts.
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Fazit
Irgendein Film musste das Hard Rock-Klischee (satanische Botschaften in rückwärts abgespielten Platten, Sittenverrohung der Jugend, Außenseiterimage usw.) mal aufgreifen und daraus einen Film machen, umso besser, wenn es frei jeglicher Ansprüche geschieht und man irgendwie doch noch den Spaß und die Hingabe zum Thema erkennen kann. Nicht umsonst wurden zwei Idole der Szene verpflichtet, wobei Ozzy als geschniegelter Sittenwächter, der eindringlich davor warnt, dass laute Musik Jugendliche pervers mache, absolut den Vogel abschießt. Auch das Cameo von Gene Simmons gefällt, aber auch ohne die beiden dürfte dieser Heavy Metal-Hokus Pokus bestens funktionieren. Die Story beginnt als Highschool-Verliererportrait des jungen Metal-Fans Eddie, geht kurz in eine lustig anzusehende Racheaktion über, bis die gesamte Chose außer Kontrolle gerät, sich der einstige dämonische und ziemliche angekokelte Gehilfe verselbstständigt und die schulische Halloween-Feier ordentlich von ihm "elektrisiert" wird. Hier nimmt man die sich über Steckdosen und Haushaltsgeräte (genauer: Radiowellenempfänger) fortbewegende Figur eines späteren Horace Pinker aus Interner Link"Shocker" (1989) schon mal vorweg, was für einige spannende Momente und viel Funkenflug sorgt. Die Zeit bis zum Abspann wird dann zwar nur noch damit verbracht, sich in Sicherheit vor dem Stromgeist zu bringen und diesen letztlich irgendwie zurück ins Reich der Toten zu bannen, die Inszenierung macht hier aber keine Fehler und verspricht straighte Action in düsteren Settings. "Trick Or Treat" hat viele sehenswerte Momente, obwohl die Geschichte doch ziemlich einfach gestrickt ist. Möglicherweise liegt es am Hard Rock-Hintergrund, dass er dermaßen sympathisch und trotz einiger Längen wesentlich unterhaltsamer als der Durchschnitt ausfällt.
Also: Haarspray-Dose raus, die Anlage aufgedreht und den Kürbis angezündet, "Trick Or Treat" rockt ganz ordentlich als leichte Horror-Unterhaltung. Bevor ich aber diese schlechte DVD hier empfehle, besorgt euch lieber die Videokassette oder eine Auslands-DVD mit hoffentlich besseren Bild- und Tonwerten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Trick Or Treat" - Heavy Metal-Horror erscheint auf Blu-ray
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