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IT 1976
Originaltitel:Quelli della calibro 38
Alternativtitel:Colt 38 Special Squad
aka. Crashforce
aka. Section de chocs
Länge:98:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Massimo Dallamano
Buch:Massimo Dallamano, Franco Bottari, Marco Guglielmi, Ettore Sanzò
Kamera:Gábor Pogány
Musik:Stelvio Cipriani
Darsteller:Marcel Bozzuffi, Carole André, Ivan Rassimov, Riccardo Salvino, Giancarlo Bonuglia, Fabrizio Capucci, Francesco Ferracini, Daniele Gabbai, Antonio Marsina, Ezio Miani, Giancarlo Sisti, Franco Garofalo, Eolo Capritti, Dino Emanuelli, Grace Jones
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:21.01.2011 (Kauf)



Inhalt
Marsigliese ist ein kaltblütiger Killer, der besser unter seinem Spitznamen Black Angel bekannt ist. Als sein Bruder bei einer Hausdurchsuchung von Inspektor Vanni erschossen wird, schwört der "gefallene Engel" blutige Rache. Schon kurze Zeit später fällt ihm Vannis Frau zum Opfer. Um Vanni von Rachegedanken abzubringen, befördert ihn sein Chef zum Anführer der neu gegründeten Kaliber 38 Spezialeinheit, deren Mitglieder in zivil auf den Straßen mit Verbrechern aufräumen sollen. Als jedoch ein Verdächtiger durch das Team um Vanni sein Leben verliert, wird die Spezialeinheit von oberster Stelle geschlossen. Mittlerweile terrorisiert Marsigliese die Stadt mit Bombenanschlägen, die Dutzenden von Unschuldigen das Leben kosten. Vanni will dies nicht länger untätig mitansehen und bringt daher im Geheimen sein Team wieder zusammen, um endgültig das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität ist wirklich einwandfrei für einen Film dieses Jahrgangs. Dass es bis auf ein seichtes Bildpumpen in wenigen Szenen zu keinen weiteren Defekten kommt, ist fast schon unheimlich, denn selbst die sauberste Aufarbeitung hinterlässt mitunter mal ein kleines Staubkörnchen, die in diesem Falle kaum mehr auftauchen. Als besonders gelungen betrachte ich aber die Erhaltung der Grundschärfe. Eine Rauschfilterung wurde zwar betrieben, aber selbst schwierige Szenen wie das Motorradrennen auf dem hellen Schotter führt nicht erneut einsetzenden Pixelwirbel. Das geringe Restrauschen ist ebenso vernachlässigbar wie die leichten Kontrastschwierigkeiten. Denn trotz alldem bewahrt sich der anamorphe Transfer seine Klarheit, er verschliert nicht und die wunderbare Detailzeichnung ist sehr überzeugend. Die Farben tragen noch ein wenig den blassen Grundton des damaligen Materials wurden aber auch auf eine ansprechende Grundsättigung gebracht. So sollte eine Restaurierung immer aussehen. Auch in Bewegungen ist eine konstante Qualität kein Problem.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Italiensch
UntertitelDeutsch
 Für die DVD gibt es eine durchgängige deutsche Tonspur im monauralen Original, das in manchen lauten Sequenzen etwas übersteuert, sonst aber kernige, gut verständliche Klänge von sich gibt. Der Score rattert kräftig und ohne Verluste vor sich hin, nur ein leises Rauschen befindet sich im Hintergrund. Mehr hatte ich nicht erwartet. Der italienische Mono-Mix klingt seinem deutschen Pendant ebenbürtig und leidet ebenfalls unter leichtem Rauschen sowie Übersteuerung im Hochtonbereich. Ansonsten aber gut zu verstehen und mit deutschen Untertiteln versehen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Christian Kessler & Peter Blumenstock
  • Trailer (3:30 Min.)
  • Super-8-Fassung (47:31 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Während die normale DVD-Auswertung des Jahres 2007 nur den originalen Kinotrailer enthielt, beinhaltet dieser limitierten Special Edition neben der 47minütigen Super-8-Fassung noch einen ausführlichen Audiokommentar mit Christian Kessler und Peter Blumenstock. Beide merken an, dass aufgrund des frühen Ablebens des Regisseurs Massimo Dallamano nur wenige Hintergrundinfos zur Verfügung stehen. Das macht aber nichts, denn langweilig wird es im Kommentar nie. Der Zuschauer erfährt viel über die Darsteller, die Produktion und über die Synchronisation. Peter Blumenstock outet sich als absoluter Synchronhasser und lässt dabei kein gutes Wort an Rainer Brandt, während sein Gesprächspartner zumindest bei italienischen Filmen eine deutsche Synchronisation bevorzugt. Zudem bedauern die beiden, dass es kaum noch lebende Zeitzeugen dieses Filmes gibt, weshalb sie kurzerhand den Geist des Regisseurs beschwören - nackt versteht sich. So machen Audiokommentare mit Christian Kessler einfach Spaß. Informativ, humorvoll und schwer unterhaltsam. Jetzt schon einer der Top-Kommentare für 2011.
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Fazit
Sich Ivan Rassimov als kaltblütigen Filmgangster vorzustellen, sollte nicht schwer fallen, hat man ihn doch schon in so einigen Fiesling-Rollen gesehen, die auf seine harten Gesichtszüge wie zugeschnitten scheinen. "Kaliber 38" hält, was der Untertitel "Genau zwischen die Augen" verspricht, ist nämlich ein geradliniger, kompromissloser, aber auch ein wenig einfallsloser Polizeithriller der beliebten italienischen Art.
Inspector Vanni den Bruder des mehr als kaltblütigen Mafioso tötet, der noch dazu 70kg Sprengstoff erbeuten konnte, wird ein explosives Stück dargeboten, dass höllisch actionreich und fetzig inszeniert wurde. Leider wurde die Idee der Spezialeingreiftruppe, die Vanni ausbildet und fortan als Ärmel im Ass um sich schart, nicht sonderlich weit ausgebaut, sondern versackt nach einigen rasanten Einsätzen leider ein wenig im Sand. Auch das titelgebende Kaliber 38 hat nicht den Einfluss auf die Geschichte, wie ich mir das anfangs vorgestellt hatte.
Dafür geben sich die beiden verfeindeten Fronten nichts und bekämpfen sich bis aufs Messer, was stilvoll begleitet wird von Stelvio Ciprianis treibendem Score. Vannis Familie muss - das darf man ohne Weiteres sagen - als erste dran glauben, aber auch Marsigliese lichtet die eigenen Reihen, denn Fehler dürfen ihm und seiner Truppe nicht passieren. Wie erwartet packt Massimo Dallamano (Interner Link"Der Tod trägt schwarzes Leder") wenig Dialoge, dafür aber umso mehr Handfestes in seinen typisch rauen Film. Ebenso unabdingbar scheint die Entwicklung von Vanni zu sein, der den Glauben in die Möglichkeiten der Polizei immer mehr verliert und nach dem schweren persönlichen Schicksalschlag mit eigenen Mitteln gegen die kriminelle Brut vorgeht. Einige wilde Verfolgungsjagden, Shootouts, die bereits erwähnten Explosionen und die charismatischen Hauptdarsteller lassen schnell Freude aufkommen, wobei sich der weibliche Cast leider etwas bedeckt hält. Marcel Bozzuffi macht seine Sache gut, mimt den Energischen und Waghalsigen, wie man es sich wünscht, wird aber vermutlich nie mit den großen Kommissaren des italienischen Genres verglichen werden, die meist eine etwas wuchtigere und wenig pragmatischere Präsenz besitzen. Dafür tut "Kaliber 38" seine Rasanz gut, denn es passiert immer etwas Aufregendes. Dass dadurch einige Aspekte der Hintergrundgeschichte fallen gelassen werden müssen bzw. vereinfacht wurden (eben jene Spezialeinheit), ist halb so schlimm, lässt die 1976er Produktion aber auch etwas austauschbar erscheinen. Trotzdem, die beliebte Atmosphäre, eine interessante Kameraarbeit, die schroffen Burschen und ein adäquater Soundtrack sind vorhanden und sollten "Kaliber 38" zum Spaß für Fans des Genres werden lassen.

Über drei Jahre nach der Single-Disc-Edition veröffentlich Anolis im Rahmen ihrer "Hardboxen"-Reihe "Kaliber 38" als limitierte Special Edition mit mehr Bonusmaterial und italienischem Originalton. Es gibt zwei Coverversionen, welche jeweils auf 333 Stück limitiert sind. Eine KeepCase Auflage ist derzeit nicht geplant, weshalb man mit dem Kauf nicht zu lange warten sollte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
CrashForce - Im Visier des Todes
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