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UK 2006
Originaltitel:Witches Hammer, The
Länge:91:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Eaves
Buch:James Eaves
Kamera:John Raggett
Musik:Mark Conrad Chambers
Darsteller:Claudia Coulter, Tina Barnes, Stephanie Beacham, Andrew Cullum, Tom Dover, Sally Reeve, Magda Rodriguez, Jonathan Sidgwick, Sam Smith, Jason Tompkins
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.06.2007 (Verleih) / 16.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Rebecca steht an der Schwelle des Todes - doch die streng geheime Organisation "Project 571" verhilft ihr mittels Genmanipulation zu einem neuen Dasein. Ausgebildet zur Vampirjägerin, muss sie den Meister der Vampire töten, der mittels einer alten Zeremonie die Blut saugenden Seelen der ewigen Verdammnis auf die Menschheit loslassen will. Das Schicksal der Menschheit liegt allein in Rebeccas Händen: Kann sie die Erde vor dem Reich der Finsternis bewahren? Ihre einzige Chance ist ein altes Buch, welches die Toten auferstehen lässt ...

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 "The Vampire Hunter" scheint aus dem Independent-Bereich zu stammen, weswegen das Bild nur im Letterbox-Format vorliegt und auch nicht übermäßig toll aussieht. Manchmal erweckt die Kombination aus leicht blutenden Farben bzw. Unschärfe den Eindruck, es wäre auf Video gedreht worden, dann wieder erreicht die Schärfe durchschnittliche bis überdurchschnittliche Werte. Weiterhin ist das Rauschen manchmal etwas zu stark und die Farben sind stark gedämpft. Im Schnitt ist das Ergebnis aber ganz in Ordnung. Noch besser hätte es sein können, wenn durch höhere Detailzeichnung und einen angepassten Kontrast auch nächtliche Szenen deutlicher aussehen würden. Es scheint so, als ob die Muster im Rauschen nicht auf die Kompression dieser DVD sondern auf eine vorausgegangene Kompression bzw. ein Rauschen des Ausgangsmaterials zurückzuführen ist.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Es ist zwar schön, dass man im Deutschen einen 5.1-Track bekommt während das englischsprachige Publikum sich mit einem Stereoton zufrieden geben muss, aber wirkliche Vorteile bringt es nicht. Die eher schlichte Vertonung des Originals und die nur durchschnittliche deutsche Synchronisation lassen es schwer werden, die Akustik auch im Surround-Modus herauszuarbeiten. Im Speziellen bedeutet das, dass der Bass sich zwar hervorhebt, das aber nicht auf qualitative Weise, sondern lediglich mit Lautstärke. Brummende Geräusche vernimmt man also lautstark, während das Zusammenspiel von drückenden Passagen inklusive glasklarer Momente ausbleibt. Im Surround-Modus tut sich nichts, was eine 5.1-Abmischung rechtfertigen würde. Andererseits stört weder Rauschen noch die Verständlichkeit und deutsche Untertitel sind auch dabei.
 +++---

Extras
Extras
  • Teaser (2:42 Min.)
  • Trailer (1:15 Min.)
  • Galerien:
    • Hinter den Kulissen (4:09 Min.)
    • Artwork (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Drawn In Blood (1:42 Min.)
    • The Roost (1:49 Min.)
    • Freak Out (1:40 Min.)
    • Sleepwalker (1:44 Min.)
    • The Intruder (1:40 Min.)
    • Backyard - Hinterhof der Hölle (1:40 Min.)
    • Murderball (1:56 Min.)
    • Silver City (1:31 Min.)
    • Do Not Adjust Your Set (1:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Film bezogenen Extras beschränken sich leider auf Teaser, Trailer und zwei Galerien. Letztere sind aber interessant genug, einmal angeklickt zu werden. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, dass die Dreharbeiten durchaus spaßig gewesen sein müssen und die englischen Bildunterschriften sind deutsch untertitelt worden. Lediglich die etwas gequetschten Bilder stören etwas, aber nur, wenn man's genau nimmt. Galerie Nummer 2 enthält verschiedene Konzeptzeichnungen. Eine umfangreiche Trailersammlung von Epix ist auch noch vertreten.
 +/----

Fazit
Ich bin hin- und hergerissen von "The Vampire Hunter". Auf der einen Seite ist es eine sichtliche Low Budget-Produktion, die mit all den bekannten Tücken zu kämpfen hat, auf der anderen Seite hat man sichtlich versucht, die Schwächen der Produktion geschickt zu verstecken. Sobald man also die Ansprüche etwas heruntergeschraubt hat, sind sowohl die Darsteller als auch die Kulissen sehr passend gewählt. James Eaves versucht nicht, den Vampirfilm zum 5000. Male zu modernisieren und ihn zum Faden Techno-Horror umzugestalten, was ihm eh nicht gelungen wäre. Stattdessen zeigt er Vampire, Magier und dunkle Gestalten in der Gegenwart, die mit ihren altertümlichen Handlungsweisen aber interessanten Anachronismen darstellen. Gekämpft wird zwar mit Schwertern, aber ein wenig asiatische Verteidigungskunst ist auch zu sehen, Weihwasser und typische Vampirtötungsmethoden übertreffen den Schusswaffengebrauch in ihrer Wirkung und noch immer sind Vampire anfällig gegenüber Sonnenlicht.
Spaß macht "The Vampire Hunter" nicht nur wegen der ebenso hübschen wie toughen Hauptdarstellerin, sondern auch weil die Action-Szenen bis auf einige lahme Kämpfe zu Beginn ansprechend choreografiert und visuell umgesetzt sind. Denn was den Darstellern an Ausdruck fehlt, das können sie meist an Akrobatik wieder gut machen. Das britische Werk ist aber bei weitem kein Vampir-Martial Arts oder ein bunter Splatterspaß, sondern bringt unaufhaltsam aus jedem Genre ein paar Elemente mit. Die Rückblenden Jahrhunderte zurück in die Zeit sind vielleicht die stimmigsten Szenen, wenn es darum geht, die Charaktere vorzustellen. Leider ist es auch dieses Bemühen um eine knackige Inszenierung, die dem Film mitunter mehr schadet als dienlich ist. Wegen der eher einfallslosen Geschichte, bei der wieder mal Vampire gegen ihresgleichen kämpfen, weil eine Gruppe durch einen magischen Gegenstand nach dunklen Mächten greift, die sie unzerstörbar machen könnten, versucht man verloren gegangenen Witz durch einen dynamischen Schnitt wieder gut zu machen. Die Aneinanderreihung von kühlen Fakten, platten Onelinern und auch halbfertigen CGIs verdirbt mir aber manchmal den Spaß an dem sonst kurzweiligen 90-Minüter. Auch mit den komischen Einlagen kann man nicht immer punkten, weil diese manchmal nicht zünden, manchmal auch ein einfach fehl am Platz sind. Zumindest kann sich "The Vampire Hunter" damit rühmen, die eher schlichte Geschichte mit bunten Figuren und ein wenig schnippischen Witz aufzulockern anstatt bierernst den hunderten an billigen Vampirfilmen zu folgen, die kein Mensch mehr sehen will.
Mehr Ausgewogenheit, lebendigere Szenen (auch bezogen auf die Ausstattung) und eine etwas zeigefreudigere Claudia Coulter und ich könnte den Film uneingeschränkt jedem Fan kleiner Vampirfilme empfehlen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsEpix bringt "The Vampire Hunter"
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