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CAN, KR, USA 2005
Originaltitel:Sam's Lake
Länge:83:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Andrew C. Erin
Buch:Andrew C. Erin
Kamera:David A. Armstrong
Musik:Gary Chang
Darsteller:Fay Masterson, Sandrine Holt, William Gregory Lee, Stephen Bishop, Megan Fahlenbock, Salvatore Antonio, Robert William Smith
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:30.08.2007 (Verleih) / 27.09.2007 (Kauf)



Inhalt
Um Sam, die noch immer nicht über den Tod ihres Vaters hinweggekommen ist, mal wieder so richtig aufzupäppeln, beschließen ihre Freunde, mit ihr gemeinsam ein Wochenende an jenem abgelegenen See zu verbringen, in dessen Umgebung Sam ihre gesamte Kindheit verbracht hat. Zunächst bestimmt noch feuerscheingetränkte Lagerromantik das Szenario: Kate fängt etwas mit dem gut gebauten einheimischen Jesse an und der schwule Dominik versucht sich in der hohen Kunst des Gruselmärchenerzählens. Richtig schaurig wird es aber erst, als Sam eine lokale Legende um einen nie gefassten Psychokiller zum Besten gibt und anschließend auch noch einen Besuch in genau der heruntergekommenen Bruchbude einfordert, in der dieser seine ersten Opfer gefunden haben soll. Als die abenteuerlustige Truppe dann auch noch ein Tagebuch entdeckt, ist es mit der Harmlosigkeit des bisher so gemütlichen Trips endgültig vorbei ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 In gewisser Weise merkt man dem Bild an, dass es von einer kleineren Produktion stammt, denn die üblichen Tricks wurden angewandt, um das Resultat noch ein wenig zu polieren. Glücklicherweise wird das aber nicht zu deutlich, denn das Ausgangsmaterial war bereits sehr ordentlich und entspricht den qualitativen Ansprüchen an moderne Produktionen. Man präsentiert eine vollstens zufrieden stellende Schärfe, die vielleicht etwas natürlicher wäre, wenn die Nachschärfung noch etwas dezenter ausgefallen wäre. Aber auch so ist der Detailgrad sehr gut gelungen, die Gesichter wirken jederzeit sehr fein aufgenommen und selbst das wenige Hintergrundrauschen stört nicht. Von Brillanz in diesem Bereich ist "Sam's Lake" noch ein wenig entfernt, aber dass trotz der vielen dunklen Szenen keine Unschärfen oder zu rauschige Schatten entstehen, ist schon sehr beruhigend. Lediglich in hellen Szenen gibt es leichte Probleme, denn oftmals ist das Bild dort einen Hauch zu dunkel geraten. Möglicherweise ergibt sich das aus dem Blaufilter, der die Farben sichtlich abschwächt, die somit das kühle Grün des Waldes aufnehmen, dennoch aber nicht aus dem Rahmen fallen. Eine gute Umsetzung auf DVD also.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Auch der Ton wurde sauber produziert, wie es sich für einen Horror-Film mit eruptiven Spannungsmomenten gehört. Im Stillen werden die bestens aufgelösten Stimmen von der Front mit einigen leisen Geräuschen aus dem Hintergrund aufgelockert. Die Dynamik zeigt sich natürlich während der Schockszenen am besten, wenn plötzlich aus den hinteren Kanälen die klangliche Angst hervorprescht. Für besonders aufwendige Surround-Töne reicht es nicht, aber meist ist es bei dieser Art von Filmen schon schön, wenn man mal ein entferntes Rufen aus einer Richtung ausmachen kann oder Vogelgezwitscher die Situation auflockert. Einige Szenen präsentieren sich bassig, aber das ist immer nur von kurzer Dauer. Sowohl den englischen als auch den deutschen Ton kann man ohne Bedenken anwählen, denn die Unterschiede sind sehr gering bzw. betreffen die übliche Ausarbeitung der Stimmen. Für jede Sprache gibt es auch die passenden Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer (2:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Bonusbereich sieht echt traurig aus, denn nur ein Trailer ist ja wohl ein bisschen wenig für so eine überzeugende, wenn auch unbekannte Produktion. Selbst Billigschmieden schaffen es immer noch, ein Making Of oder ähnliches mit draufzupacken.
 +------

Fazit
Es sieht anfangs alles gar nicht so gut aus mit "Sam's Lake", denn ich glaubt erst, mich würde hier die hundertste Slasher-Kopie erwarten, bei der ein paar Twens zur Entspannung aufs Land fahren und dort einem legendären Killer in die Hände laufen. Aber etwas ist anders als sonst. Weder wird der obligatorische Anfangsmord groß ausgeschlachtet, noch machen die urlaubsreifen Städter den Eindruck, als ob das hier die typische Teenie-Schlaftablette mit dem Einheitsmuster werden wird. Ist es glücklicherweise nicht. Man bekommt es mit echten Menschen zu tun, nicht überdrehten Vollidioten, eben Personen, die ihren Verstand in brenzligen Situationen suchen und die fast Genre untypisch überlegt handeln anstatt dem Killer einfach so in die Arme zu laufen. Die Situation wird auch geschickt aufgebaut, denn die ersten 25 Minuten sind zwar stellenweise ein wenig unheimlich, beispielsweise beim Ankommen in der seltsamen Kleinstadt, aber wie auch die Urlauber kann man erstmal die Seele baumeln lassen und sich an der schönen Umgebung des Waldes und des Sees erfreuen. Erst als Sam, die ihre Freunde hierher eingeladen hat, von dem Jungen erzählt, der einst in einem nahegelegenen Haus seine Eltern und seine Schwester umbrachte, die ihn verstießen, wird aus dem Naturabenteuer ein handfester Psychothriller mit Horrorelementen an den richtigen Stellen. Denn der Trip in eben jenes Unglückshaus, eigentlich als Mutprobe gedacht, bringt die blutige Vergangenheit wieder ans Licht.
Der Plottwist an dieser Stelle ist schlichtweg genial, auch wenn man vielleicht irgendwie bereits ein Gefühl gehabt hatte, dass etwas Unvorhergesehenes eintreten wird, das nicht dem typischen Backwood-Slasher-Prinzip entsprechen wird. Der Mörder ist letztlich nicht das, was man sonst vorgesetzt bekommt. Es geht mit viel interessanterem Hintergrund zur Sache als im Großteil des Genres und die Idee hinter den Gewaltexzessen, die natürlich noch auf uns warten, birgt einige Details, die für Verblüffen beim Zuschauer sorgen werden. "Sam's Lake" bricht auch nicht mit seinen Grundgedanken und kann bis zum Schluss die Ruhe und Geborgenheit des Waldes atmosphärisch für sich nutzen, was nicht zuletzt an den Darstellern und ihren verkörperten Figuren liegen mag, die man ausnahmsweise mal nicht zum Teufel wünscht.

Ohne viel von der Überraschung im Mittelteil verraten zu wollen, die "Sam's Lake" in eine neue Richtung leitet, ist es natürlich schwer, euer Interesse am Film zu wecken. Ich hoffe, es gelingt mir trotzdem und ihr werft einen Blick auf die DVD, die sich mangels Bonusmaterial zwar nicht zum Kauf, dafür aber zum Ausleihen lohnt.



Bilder der DVD




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