Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
JP 2006
Originaltitel:Akumu Tantei
Länge:101:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Shinya Tsukamoto
Buch:Shinya Tsukamoto
Kamera:Shinya Tsukamoto
SFX:Hisashi Oda
Darsteller:Ryuhei Matsuda, Hitomi, Masanobu Ando, Ren Osugi, Yoshio Harada, Shinya Tsukamoto
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.06.2007 (Verleih) / 27.07.2007 (Kauf)



Inhalt
Die junge Polizistin Keiko ermittelt in zwei mysteriösen Todesfällen. Beide Leichen werden bestialisch entstellt in ihren Betten aufgefunden, ohne Hinweis auf Fremdeinwirken. So sieht zunächst alles wie Selbstmord aus, doch Keiko findet einen bizarren Zusammenhang zwischen den Toten heraus: Beide wählten kurz vor ihrem grausamen Ende die Zahl "0" auf ihren Mobiltelefonen. Die Ehefrau eines der Opfer ist überzeugt, dass ihr Mann nachts in seinen Träumen angegriffen wurde. Liegt der Schlüssel zu den rätselhaften Ereignissen in den Träumen der Opfer? Als Keiko einen Mann mit dem mysteriösen Namen Nightmare Detective aufspürt, der angeblich in die Träume anderer eindringt kann, wittert sie eine Spur. Doch damit begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr, denn Träume kann niemand kontrollieren ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 "Nightmare Detective" besitzt ein sehr eingeschränktes Farbspektrum, denn die Welt, in der er spielt, ist keine Fröhliche und soll keinen Tropfen Lebensmut mehr zeigen. Folgerichtig sind besonders die Szenen des (Selbst-)Mordes am farbärmsten, fast völlig der Sättigung entzogen und damit grau. Da sich die Handlung stets des Nachts abspielt, sind auch andere Szenen mit einem bläulichen Filter versehen, der noch eine geringe gelbliche Färbung besitzt. Der Kontrast bereitet den dunklen Szenen zu keiner Zeit Probleme, ist aber auch nicht sonderlich hochgestochen, so dass die Schwarztöne nicht das Maximum erreichen. Das soll aber nicht bedeuten, man hätte es mit mittelmäßiger Bildqualität zu tun, bei der die Schatten ausgrauen würden. Leichtes Filmrauschen und Blockrauschen können der guten Schärfe kaum etwas anhaben, die nur wenig in Bewegungen abnimmt. Bis zu einem gewissen Grad sind die Details sehr natürlich, so dass das Bild insgesamt einen plastischen Eindruck macht. Zu feine Auflösung darf man nicht erwarten, über dem Standard japansicher Filme ist es aber allemal.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Von Anfang an macht der kräftige Bass auf sich aufmerksam, sorgt er doch in spannenden Szenen für starkes Poltern und dauerhaftes Brummen. Besonders während der Attacken des unsichtbaren Traummonsters geht es dadurch tontechnisch wild her. Hier hat man es für meinen Geschmack ein wenig übertrieben, denn bereits ohne zusätzliche Verstärkung des Tieftons am Receiver rumpelt es sehr stark, was ein wenig vom Geschehen ablenkt. Der japanische Ton macht es da ein wenig entspannender, weil dort die Lautstärke aller Komponenten wesentlich natürlicher abgemischt wurde. Die Dialogwiedergabe und Klarheit im Deutschen ist nahezu makellos, nur bekommen die hinteren Lautsprecher etwas wenig zu tun. Die Rears könnten wesentlich öfter im Einsatz sein, aber zur Atmosphäre können sie immer wieder mal beitragen. Wer dem japanischen Ton den Vorzug gibt, der kann deutsche Untertitel zuschalten.
 ++++--

Extras
Extras
  • Filmstart mit opt. Einführung des Regisseurs (0:23 Min.)
  • Interview mit Regisseur Shinya Tsukamoto (25:03 Min.)
  • Publikumsgespräch (7:59 Min.)
  • Fotogalerie (0:37 Min.)
  • Promotion (15:37 Min.)
  • Trailer dt. (2:20 Min.)
  • Trailer jp. (2:19 Min.)
  • Creature Of (9:44 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 Von Anfang an macht der kräftige Bass auf sich aufmerksam, sorgt er doch in spannenden Szenen für starkes Poltern und dauerhaftes Brummen. Besonders während der Attacken des unsichtbaren Traummonsters geht es dadurch tontechnisch wild her. Hier hat man es für meinen Geschmack ein wenig übertrieben, denn bereits ohne zusätzliche Verstärkung des Tieftons am Receiver rumpelt es sehr stark, was ein wenig vom Geschehen ablenkt. Der japanische Ton macht es da ein wenig entspannender, weil dort die Lautstärke aller Komponenten wesentlich natürlicher abgemischt wurde. Die Dialogwiedergabe und Klarheit im Deutschen ist nahezu makellos, nur bekommen die hinteren Lautsprecher etwas wenig zu tun. Die Rears könnten wesentlich öfter im Einsatz sein, aber zur Atmosphäre können sie immer wieder mal beitragen. Wer dem japanischen Ton den Vorzug gibt, der kann deutsche Untertitel zuschalten.
 +++---

Fazit
Es ist schon interessant, wie sich "Nightmare Detective" aufbaut. Der Gedanke an einen übernatürlichen, trotzdem aber simplen Thriller verlässt einen nach dem ersten Mord nicht so schnell. Der ist wahrlich gut inszeniert und wunderbar unheimlich, werden doch keine Auskünfte über die Art des Mörders (bzw. eher: Monsters) gemacht und was sich da eigentlich zugetragen hat. Man tappt ebenso wie die Polizei im Dunklen, die die blutige Sauerei aufklären muss. Die Nachforschungen sind schon etwas überdurchschnittlich inszeniert, weil die involvierten Personen wichtiger sind als die Morde selbst, die jeden Fan blutiger Kost in Verbindung mit Gänsehautatmosphäre für kurze Zeit in Verzückung geraten lassen. So zieht man ein Medium hinzu, ein labiler junger Mann, der sich in die Alpträume anderer bringen kann, darunter aber sichtlich leidet.
Nun wird "Nightmare Detective" von Minute zu Minute mitreißender und abstrakter. Die junge Inspektorin, die von der Darstellerin Hitomi leider immer nur mit dem selben müden, mürrischen Gesichtsausdruck gespielt wird, begibt sich selbst in höchste Gefahr, indem sie zu tödliche Prozedur an sich selbst ausprobiert. Was mit ihr passieren kann sobald sie einschläft, hat sie kurz zuvor an ihrem Kollegen gesehen. Der Schlafmangel der Protagonisten wird immer mehr spürbar für den Zuschauer und die Stimmung depressiver. Regisseur Shinya Tsukamoto (Interner Link"Tetsuo", "Tokyo Fist"), der mal wieder alles selbst in die Hand nimmt und sogar eine Filmrolle spielt, weiß mehr dahinter zu verstecken als eine reine Phantasiefigur, die dem Suizid in die Arme spielt, oder aber einen wahnsinnigen Mörder. Das verdeutlicht er besonders in der Bildsprache, die zeigt, dass er mehr als ein guter Handwerker ist. Natürlich spielen verborgene Ängste und kindliche Erlebnisse eine große Rolle, aber mehr sei hier nicht verraten. Schade nur, dass sich diese Tiefe erst spät im Film offenbart.
Trotzdem verdient die stetige Steigerung des Films, die ihn letztlich zum surrealen Thriller mit einigen Überraschungsmomenten macht, eure Aufmerksamkeit. Besonders im Schlussteil nimmt die Angst vor dem sich unheimlich schnell nähernden Klingenwesen vehement zu und man möchte, wenn wieder einer dieser Soundeffekte durch die Boxen schwirrt, am liebsten hinter den Sessel springen. Eigenständigkeit, stilvolle Umsetzung und eine kreuzgefährliche, animalische Ausgangssituation sollten jeden Horror-Fan überzeugen können.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.