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HK 1978
Originaltitel:Tattoo
Alternativtitel:Bambuscamp 2 - Die Tätowierung
Länge:77:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Cheung Pooi Saan
Darsteller:Tina Chin Fei, Ting Lu, Carren Hu, Lily Lua
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.07.2007 (Verleih) / 24.08.2007 (Kauf)



Inhalt
August 1945: China ist noch immer von Japan besetzt. Im ganzen Land herrscht Angst und Entsetzen. Chinesische Frauen werden in Arbeitslager und die berüchtigten "Bambuscamps" abtransportiert. Dort dienen sie entweder als Versuchsobjekte für die bakteriologische Kriegsführung, oder als Nachschub für die Soldatenbordelle der Japaner.
Eine dieser Frauen ist die jungen Chinesin Her. Für sie und ihre Zellgenossinnen bricht ein brutaler Alltag an. Am Tag schuften die jungen Frauen im Steinbruch - des Nachts fallen die Wärter über sie her. Ein erster Ausbruchsversuch der Mädchen schlägt fehl und wird hart bestraft. Doch dann entpuppt sich ein japanischer Soldat als Überläufer, der den chinesischen Mädchen bei der Flucht helfen will ...

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Dass die DVD von einem schlechten Master, vermutlich einer alten Videokassette, erstellt wurde, ist kaum zu verleugnen. Weiße Kratzer sind dauerhaft vertreten und die Farbgebung ist stark ausgeblichen und verfälscht. Somit schwanken Gesichter zwischen einem rosa und einem bräunlichen Ton. Die gesamte Szenerie ist zudem ausgewaschen, weil der Kontrast hemmungslos überstrahlt und dunkle Szenen nur schwer erkennbar sind. Eine Schärfe im eigentlichen Sinne ist auch nicht zu erwarten, da man einen eher matschigen Gesamteindruck bekommt. Artefakte analoger (leichtes Nachziehen, auslaufende Konturen) und digitaler Natur (etwas Blockrauschen) lassen sich auch vermeiden. Selbst Filme dieser Sparte bekommt man sonst etwas besser präsentiert, dass aber einfach nur ein Videoband weiterverarbeitet wurde, welches durch die geringe Auflösung auch zu Aliasing artigen Effekten führt, ist aber eher selten. Laufstreifen oder größere Verschmutzungen sind dafür eher eine Seltenheit bzw. beschränken sich auf einige wenige Szenenübergänge.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Den Ton gibt es ausschließlich in Deutsch und auch nur ohne Untertitel. Die Qualität ist sicherlich nicht das Maximum, was aus einem Monoformat herauszuholen wäre, aber es gibt wesentlich schlechtere DVDs in diesem Bereich. Positiv ist, dass der scharfe, reißende Klang von Eastern vermieden werden kann. Dafür ist das Klangspektrum etwas zu gedrückt, ein dumpfes Rauschen kommt manchmal hinzu und die üblichen Verzerrungen stellen sich ebenfalls ein. Das reicht bis zu leichtem Leiern, ist sonst aber eher mit geringen Abdämpfungen verbunden. Natürlich könnte man einen lebendigeren Ton erwarten, aber gleichzeitig auch einen viel dumpferen, unter der die Musik vielleicht leiden würde. Dass es Letzteres ist, stimmt mich da schon zufrieden.
 +/----

Extras
Extras
  • Bildergalerie (1:25 Min.)
  • Trailer zur Eastern Collection (9:35 Min.)
VerpackungKleine Buchbox
 Die DVD wartet zusätzlich mit etwas Bildmaterial und einem Combo-Trailer zu Titeln der Eastern Collection auf.
 +-----

Fazit
Gääääähn! Die gelben Miezen waren auch schon mal besser drauf. Erwartet hatte ich einen richtig widerwärtigen Sexploitation-Schocker, nicht aber dieses doch eher fade Gefängnisgeschichtchen um eine Truppe von weiblichen Insassinnen, die den Ausbruch plant. Im Frauenknast soll es wohl rund gehen, denn die Wärter vergehen sich nur zu gern an der jungen Belegung. Tödliche Versuche mit Bakterienkulturen sind also ebenso an der Tagesordnung wie der Misshandlungen und eher harmlos dargestellte Folter. Leider erdrückt die Last an Gefängnisklischees und bekloppten Charakteren die Stimmung des Filmes, die einfach nicht wirklich zum besonderen, Genre üblichen Reiz finden möchte. Zutreffend ist das vor allem auf die Forscher, die mit ihren pseudowissenschaftlichen Techniken höchstens für einen Trash-Film brauchbar sind. Auch sonst sind Realismus, Atmosphäre oder Erotik nicht gerade die Stärken des Filmes. Was eigentlich zur psychologischen Zerreißprobe werden soll, entpuppt sich oftmals als Lachnummer, vielleicht weil die Synchro bewusst entschärft. Ein Beispiel dafür sei die Vergewaltigung in der Kaserne, bei der die aufgegeilten Soldaten in der Schlange wartend einen Spruch nach dem anderen reißen, während sich die weiblichen Darsteller bemühen, gequälte Gesichter zu machen.
Der Untertitel "Die Tätowierung" stammt von der Idee, dass eine der Gefangenen eine Tätowierung am Körper haben soll, die den Zugang zum versteckten Goldschatz der chinesischen Rebellen zeigen soll. Um dort ranzukommen bemühen sich die korrupte Lagerwärterin und ihr Mann vielerlei Methoden, beißen bei der gesuchten Person aber stets auf Granit. Ein Trick, den man ohne besondere Phantasie von weitem erkennt, soll letztlich dafür sorgen, dass die Zielperson die Japaner selbst zum Schatz führt. Auch hier sind die bereits angesprochenen Schwächen präsent. Dazu kommt ein nicht unerheblicher Teil von schablonenhafter Charakterisierung, der für damalige Exploitation-Filme sicherlich nicht unüblich war, in Verbindung mit den wenig berührenden oder unterhaltenden Szenenabfolgen hier aber für mindernden Filmspaß sorgt. Entweder man kann es von Anfang an richtig krachen lassen und setzt dabei auf Action, nackte Haut und coole Katzen oder man kann einen fesselnden, vielleicht auch brutalen Thriller inszenieren. "Die Tätowierung" ist leider nichts von beidem und somit eher den Sexploitation-Allesguckern zu empfehlen.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Juli / August '07
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