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KR 2003
Originaltitel:Janghwa, Hongryeon
Länge:114:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:CAT IIb
Regie:Ji-woon Kim
Buch:Ji-woon Kim
Kamera:Mo-gae Lee
Musik:Byung-woo Lee
Darsteller:Kap-su Kim, Jung-ah Yum, Su-jeong Lim, Geun-yeong Mun
Vertrieb:Panorama
Norm:NTSC
Regionalcode:3



Inhalt
Die Geschwister Su-mi und Su-yeon kehren nach Hause zurück, nachdem sie sich von einer lang anhaltenden Krankheit kuriert haben. Ihre neue Stiefmutter Eun-joo begrüßt sie herzlich, aber Su-mi, die ältere der beiden Schwestern, geht ihr von Beginn an aus dem Weg. Die jüngere Su-yeon fürchtet sich sogar vor den seltsam launischen Ausbrüchen ihrer Stiefmutter und vor allem vor dem alten Haus selbst, in welchem sie unheimliche Personen umherschleichen sieht, die sie zu Tode ängstigen und quälen wollen. Eines Tages, ihr Vater Mu-hyun ist gerade wieder in der Stadt unterwegs, kann Su-mi ihre Schwester nicht mehr im Haus finden. Sie begibt sich auf die Suche nach ihr und findet blutige Schleifspuren im Treppenhaus ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Die Farbfreude in Verbindung mit den anfänglichen Naturaufnahmen ergibt ein prächtig strahlendes, fröhliches Bild. Dazu kommt ein hoher Detailgrad, der später abnimmt, jedoch immer noch gute Ergebnisse erzielt und eine sehr plastische Tiefenschärfe. Mit anderen Worten: Es erscheint nahezu perfekt. Nur offenbaren sich nach einigen Minuten einige kleinere Fehler. Beispielsweise sind leichte Ghosting-Effekte sichtbar. Der Kontrast beispielsweise ist noch ein Stück von der sehr guten Leistung entfernt. Es mag passend sein, dass viele Szenen sehr düster ausgeleuchtet sind und dadurch nicht dieser knackige Kontrast erreicht wird, den man mit vielen kleinen weichen Lichtquellen erreicht. Seltsam erscheint nur der überstrahlende, helle Ton des Himmels in Außenaufnahmen. Auffällig sind aber die Szenenwechsel, hier scheint sich das Bild erst einen Sekundenbruchteil nach Beginn der Einstellung zu stabilisieren. Dies liegt dann weniger an der Kompression, die an wenigen Stellen durch Verpixelungen und leichte Blockbildung in Erscheinung tritt, sondern am unruhigen Bildlauf, dieser lässt auch mal mitten in ruhigen Einstellungen Bildteile "wellen". Diese Bewegungen sind nur am Rande bemerkbar, hätten aber vermieden werden müssen, um die Bewertung auf 5 Punkte bringen zu können.
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Ton
FormateDTS 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheKoreanisch
UntertitelChinesisch, Englisch
 Bei dieser ruhigen, angespannten Atmosphäre mag man kaum glauben, dass das Tongewand derart grandios ausgefallen ist. Kräftige Musikpassagen machen ohnehin Feuer im Raumklangmodus, sind aber auch derart dynamisch eingesetzt, dass sie der feinfühligen Inszenierung jederzeit durch leisen wie auch durch schmetternden Einsatz gerecht werden. Nur ein letztes Quentchen Brillanz in der Höhendarstellung fehlt vielleicht noch, dies wird aber durch die hervorragenden Soundcollagen kompensiert. Denn nicht nur für die schaurigen Momente zieht der Raumton alle Register, auch normale Umgebungsgeräusche sind hervorragend ortbar und nutzen die Rear Speaker mit einer Intensität und Qualität aus, wie man es leider viel zu selten erlebt. Natürlich sind immer wieder Strecken vorhanden, die vom Surround-Gehalt etwas nachlassen, der Ton bleibt deswegen aber trotzdem ein Erlebnis. Da diese DVD nur koreanische, wohlklingende Sprache bietet, stehen u.a. englische Untertitel zur Verfügung. Diese scheinen gut übersetzt, treten aber wegen der Dialogarmut des Stoffes nur selten in Erscheinung.
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Extras
Extras-
 Diese Veröffentlichung enthält leider gar kein Bonusmaterial. Dass dieses existiert, zeigt die koreanische DVD.
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Fazit
"A Tale Of Two Sisters" ist ein wahres Meisterwerk des subtilen Horrorschockers aus Korea, welches ein selten so dichtes Netz aus Spannung und Schocks um den Zuschauer spannt und eigentlich nicht viel mehr als ein Kammerspiel zwischenmenschlicher Beziehungen darstellt. Die erstaunlich bizarre Atmosphäre entsteht aus der stillen und ruhigen Inszenierung, die ein unbehagliches Gefühl von Kälte zwischen den Darstellern aufbaut. Die Natürlichkeit der Geschwister und ihr inniges Verhältnis, welches im Haus der Stiefmutter ein unzerstörbares, kleines Universum bildet, muss sich gegen hartherzige Anfeindungen der Stiefmutter behaupten, die der Auslöser für die familiäre Tragödie zu sein scheint. In diese ohnehin angespannte Atmosphäre integrieren sich Geistervisionen, die derart intensiv über den Zuschauer hereinbrechen, dass eine Gänsehaut praktisch vorprogrammiert ist. Ich hab mich in diesen Szenen so sehr gegruselt, wie schon lange nicht mehr. Sowohl durch inhaltliche Komplexität, ausgezeichnete Darstellerleistungen im Grenzbereich als auch optisch überzeugt dieser zwischen unheilvoller Fröhlichkeit und Depressivität schwankende Streifen und vor allem die Auflösung des Mysteriums verspricht einen hohen Wiederanschauwert, da man sich das genügend weit offen gelassene Ende noch einmal durch den Kopf gehen lassen kann und es selbst bei Kenntnis des Films zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten offen lässt.
Kann man sich wahrscheinlich nur mit Freunden zusammen anschauen, die Verständnis dafür haben, dass nicht aller 5 Minuten die Geister durch die Küche tanzen und dort den Charakteren die Köpfe absäbeln. Hier wird reinster Horror betrieben, ohne vieler Worte oder grausamer Details, die kalte Realität erweist sich dafür als grausam genug. 100%ig überzeugend und in meinen Augen ein absoluter Topfilm unter den asiatischen Gruslern. Wer die deutsche Veröffentlichung nicht erwarten kann, sollte entweder zu dieser technisch überzeugenden Hong Kong-DVD greifen oder die koreanische Doppel-Disc mit viel Bonusmaterial in Erwägung ziehen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Tale Of Two Sisters, A (2 Disc Special Edition)
Tale of Two Sisters, A
Tale Of Two Sisters, A (2 Disc Special Edition)
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