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USA 2006
Originaltitel:Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon
Länge:87:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre (wegen Trailern "Keine Jugendfreigabe")
Regie:Scott Glosserman
Buch:David J. Stieve, Scott Glosserman
Kamera:Jaron Presant
Musik:Gordy Haab
SFX:Kai Shelton
Darsteller:Nathan Baesel, Angela Goethals, Robert Englund, Scott Wilson, Zelda Rubinstein, Kate Lang Johnson, Britain Spellings, Ben Pace, Bridgett Newton, Matt Bolt, Jenafer Brown, Krissy Carlson
Vertrieb:Sunfilm / Tiberius
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.07.2007 (Verleih) / 16.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Jeder braucht Vorbilder, und Leslie Vernon hat gleich mehrere: Michael Meyers, Jason Vorhees und Freddy Krüger. Alle drei berühmte Massenmörder und Psychopathen. Leslie will ihr Erbe antreten und als psychopathischer Killer Unsterblichkeit erreichen. Helfen sollen ihm dabei die junge Journalistin Taylor und ihre Filmcrew, die seine Mordnacht live mit der Kamera begleiten sollen. Sorgfältig dokumentiert Taylor die Vorbereitungen für die mörderische Tat: Von der Auswahl des Opfers bis hin zum Tatort. Doch in der entscheidenden Nacht hält Leslie einige blutige Überraschungen bereit ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität zu bewerten fällt sehr schwer, da "Behind the Mask" ein wilder Mix aus Handkamerasequenzen und normale Filmaufnahmen darstellt, um den Doku-Touch des Film zu gewährleisten. Zu allererst fällt die deutliche Körnung und starkes Rauschen auf, was aber meist als Stilmittel gezählt werden darf. Farben und Kontrast hinterlassen einen guten Eindruck, wobei in dunklen Sequenzen immer wieder feinere Details verschluckt werden. Die Schärfe leidet deutlich unter dem vorhandenen Rauschen und überwiegend erscheint der Transfer sehr weich. Selbst die Kantenschärfe erreicht nur solide Werte, wobei einige Doppelkonturen auf Nachschärfung schließen lassen. In Close-Ups von Gesichtern nimmt die Detailwiedergabe etwas zu, erreicht aber nie wirklich gute Werte. Hinzu kommen Bewegungsunschärfen bei schnellen Kameraschwenks und die Kompression macht ebenfalls hin und wieder auf sich aufmerksam. Insgesamt ein solider Transfer eines Independent-Films.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch bietet Sunfilm uns wie eigentlich immer eine deutsche Dolby Digital 5.1 und eine DTS 5.1-Spur. Letztere wirkt lauter und vor allem voluminöser. Die Surroundaufteilung ist gut gelungen und in den Actionszenen bekommen die Rears genügend Arbeit. Sie überzeugen dann mit einigen gut platzierten Surroundeffekten und Schockmomente, bei denen der Subwoofer für etwas Druck sorgen darf. Man sollte allerdings keine Vergleiche mit Major-Produktionen ziehen, denn dagegen hat "Behind the Mask" keine Chance. Der Frontbereich bietet zwar eine gute Sprachwiedergabe und die übrige Geräuschkulisse erzeugt eine solide Stereofront, es fehlt hier aber deutlich an Weiträumigkeit. Bumms und Tara in den Actionsequenzen ist nicht alles und so fehlt es an Dynamik und auch die Höhen lassen stellenweise etwas zu wünschen übrig. Der 5.1-Track klingt etwas leiser und weniger kraftvoll, was mitunter aber auch Vorteile hat, weshalb der Dolby-Mix weniger hochgezüchtet wirkt. Der O-Ton kann leider gar nicht überzeugen und klingt vor allem in den Stimmen sehr leise und dumpf, zudem gehen Nebengeräusche unter. Zum Glück gibt es deutsche Untertitel, denn die Sprachverständlichkeit ist sehr schlecht.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit den Darstellern Nathan Baesel, Angela Goethals, Britain Spellings, Ben Pace
  • Deutscher Trailer (2:16 Min.)
  • Originaltrailer (2:16 Min.)
  • Casting of (6:09 Min.)
  • Making of (32:17 Min.)
  • Deleted Scenes (7:36 Min.)
  • Extended Scenes (22:27 Min.)
  • Trailershow:
    • Macbeth (1:47 Min.)
    • The Night Listener (2:28 Min.)
    • Storm (1:46 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Der Audiokommentar ist leider nicht deutsch untertitelt, was aufgrund der Menge der teilhabenden Personen auch schwer wird, zumal alle wie wild durcheinander quatschen und jeder der Darsteller will Anekdoten zu den Dreharbeiten und den gerade gezeigten Szenen loswerden. Das ist meist witzig, bleibt dennoch informativ, wirkt mitunter hin und wieder aber auch etwas nervig, vor allem da Hauptdarstellerin Angela Goethals noch den ruhigen Part einnimmt und den Kommentar mehr oder weniger leitet. Die anderen plappern munter drauf los und haben sichtlich Spaß, was sich auf auf den Zuschauer überträgt. Sehenswert sind auch die insgesamt knapp 40 Minuten an "Behind the Scenes"-Material mit den Featurettes "Casting of" und "Making of", welche uns einen schönen und vor allem informativen Einblick hinter die Kulissen des Film gewähren. Zum Schluss folgen die obligatorische Trailershow, der deutsche und englische Originaltrailer, sowie knappe 30 Minuten an Deleted und Extended Scenes. Bis auf den Kommentar wurden die Featurettes deutsch untertitelt und das DVD-Menü ansprechend animiert. Ausgeliefert wird die DVD als KeepCase im stylischen Schuber.
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Fazit
Ein Serienkiller dokumentiert sein Training und seine Planung für das erste ruhmreiche Blutbad, erklärt seine Vorgehensweise, stellt seine Förderer vor und bespricht den Ablauf des Massakers - mit einem eigens von ihm engagierten Kamerateam von Jungfilmern.
Das war die (unterhaltsam gedachte) Idee, die dem typischen Legendenslasher ein wenig satirisches Augenzwinkern verleihen solle. Es klingt ein wenig nach "Mann beißt Hund", ein bisschen nach Interner Link"Scream", einige Eindrücke wirken wie eine Hommage an Interner Link"Blair Witch Project" und ansonsten wird auch alles erwähnt, was im Slashergenre Rang und Namen hat. Scott Glossermann, selbst gerade erst 30 Jahre alt und damit wie die eigentliche Slasherwelle selbst, kann man seine guten und satirischen Absichten nicht absprechen. Die Euphorie und der Spaß, den Nathan Baesel in der titelgebenden Rolle des Leslie Vernon (komplett mit finsterer Familiengeschichte) empfindet, wenn er über die Mechanismen des von ihm geplanten Meuchelns spricht, überträgt sich nicht nur auf das Filmteam, sondern auch auf den Zuschauer und in einigen Momenten, wo das Drehbuch den Kick der Planung und Vorbereitung aufnimmt, funktioniert der Film hervorragend. Minutengenau wird das Massaker am Ende vorbereitet, die Fluchtmöglichkeiten beseitigt oder vorgetäuscht, tödliche Waffen entschärft oder Fluchtwege mittels Fallen verkappt. Hier spürt man, dass jemand seine Hausaufgaben gemacht hat, viele Vorgaben analysiert und auseinander genommen hat. Das Problem: es dauert alles viel zu lange.
Es mag ganz witzig wirken, wenn man rund um ein abgelegenes Haus all das zerlegt, was in der Folge im Showdown von Bedeutung sein könnte, aber als Zuschauer braucht man da einen sehr langen Atem oder eine irre Begeisterungsfähigkeit, die Versatzstücke des Slasherfilms zu erkennen. Erst in der letzten halben Stunde, als der Killer zur Tat schreitet, bekommt der Film auch handlungstechnisch den nötigen Drive, denn natürlich stellt sich das zu erwartende Szenario als ganz anders heraus und das Kamerateam ist in die Mordserie von Beginn an einbezogen gewesen. Und genau dort verlassen "Behind the Mask" die Ideen. Regte bis dahin der Ideenreichtum nicht den Reiz so an, wie es nötig gewesen wäre, fällt nach dem Plot-Twist (der zu erwarten ist) jeglicher Einfallsreichtum flach. Anders als gedacht, aber dennoch schön nach der Reihe häckselt sich der Mörder mit der Maske durch die Opferschar, bei der alles auf die Konfrontation zwischen Mörder und Mädchen hinaus laufen muss, wie beide Seiten wissen, weil es uns vorher schon erklärt worden ist. Das wesentliche Problem des Films ist, dass es zwar ironisch klingt, die Mechanismen eines Slashers schon vorher zu durchleuchten, als Film aber deutlich weniger Spaß macht. Das finale Geschnetzel, das noch nicht einmal graphisch besonders einfallsreich oder interessant rüber kommt, bestätigt nur das vorher Gesagte und löst spannungsarm ein, was man sowieso erwartet hätte, anstatt damit zu brechen. Alles ist berechenbar, selbst die netten Auftritte von Robert Englund als eine Art "Doc Loomis"-Verschnitt bringen da nicht wirklich viel.
Um ein Klassiker oder wenigstens ein Reißer zu werden, dafür ist "Leslie Vernon" viel zu zahm und einfallslos - die eigene Kreativität beschränkt sich auf die Videoaktivitäten, das "Slashen" an sich ist dabei so emotionsarm, wie es vorgewärmt wurde. Eine Pleite auf der ganzen Linie ist der Film allerdings nicht, es gibt gewisse Momente, die Spaß machen; den einzigen Faden, der wirklich Potential hat (nämlich das Mädchen, das den Killer beim Beobachten spüren kann), lässt man aber ungenutzt zurück. Entweder die Regeln brechen oder sie befolgen, das sind die wirklichen Möglichkeiten, "Leslie Vernon" bewegt sich irgendwo im Mittelfeld dazwischen - und bleibt so auch Mittelmaß.

Solide DVD-Umsetzung des Titels mit netten Extras und einem witzigen Audiokommentar. Der Film ist trotz FSK18-Logo auf dem Cover ungekürzt und ab sechzehn Jahren frei. Die 18er Freigabe lag wahrscheinlich am Bonusmaterial. Lächerlich ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Behind The Mask" von Sunfilm
"Behind the Mask" erscheint im Juni
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