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USA 1981
Originaltitel:Deadly Blessing
Alternativtitel:Dem Tode geweiht
aka. Gesichter des Teufels, Die
Länge:97:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Wes Craven
Buch:Glenn M. Benest, Matthew Barr, Wes Craven
Kamera:Robert C. Jessup
Musik:James Horner
SFX:Jack Bennett
Darsteller:Maren Jensen, Sharon Stone, Susan Buckner, Jeff East, Colleen Riley, Douglas Barr, Lisa Hartman, Ernest Borgnine, Michael Berryman, Kevin Cooney, Bobby Dark, Kevin Farr
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:11.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Kurz nachdem Martha Jensens Ehemann eine ländliche Sekte verlassen hat, fällt er einem geheimnisvollen Mörder zum Opfer. Um Martha beizustehen, kommen ihre zwei besten Freundinnen aus der Stadt zu Besuch. Doch der dämonische Killer treibt weiterhin sein Unwesen und die drei jungen Frauen müssen um ihr Leben fürchten.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Trotz kleinerer Mankos dürfen wir mit dem vorhandenen Transfer zufrieden sein. Die stärkeren Bildunruhen und das Rauschen zu Beginn lassen schnell nach und auch wenn Bildrauschen konstant im Hintergrund wahrzunehmen ist, erscheint es nicht mehr störend. Die Kompression arbeitet bis auf leichte Blockbildung auf homogenen Flächen sehr sauber und die Schärfe erreicht ein angenehmes Level und wartet mit einer sauberen Kantenschärfe auf. Der Detailbereich kann allerdings nicht immer punkten und so wirken viele Sequenzen deutlich zu weich, was aber nicht sonderlich schlimm ist. Die Farben wirkend weitgehend sehr natürlich, hätten aber etwas satter und kräftiger ausfallen dürfen. Dafür überzeugt der Kontrast selbst in dunklen Szenen mit einer guten Durchzeichnung und nötige Details werden nicht verschluckt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Stereo-Mix klingt sauber und bleibt stets gut verständlich. Insgesamt könnten die Stimmen zwar etwas klarer und die Stereofront kräftiger sein, in Anbetracht des Alters ist die Klangqualität aber recht ordentlich. Der englische Ton klingt zwar etwas natürlicher, dafür aber in den Dialogen etwas zu dumpf und man vermisst hier leider deutsche Untertitel.
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Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Leider befinden sich auf dem Silberling keinerlei Bonusmaterial.
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Fazit
Wes Craven litt sehr unter seiner streng religiösen Jugend, weshalb man "Tödlicher Segen" als Art Eigentherapie bezeichnen könnte, als knallharte Abrechnung mit fundamentalistischen Glaubensstrukturen, welche ebenfalls für Angst uns Schrecken sorgen können. In Cravens Film steht ein amischähnliches Dorf im Mittelpunkt der Geschichte, in dem ein brutaler Mord geschieht. Doch anstelle den Mörder zu suchen steht für die Gemeinde fest, dass der Teufel sein Unwesen treibt und den jungen Farmer, der sich nicht an die Gesetze der Glaubensgemeinschaft gehalten hat, tötete. Seine hübsche Frau Martha, welche nicht in den Dorf geboren ist und als "Nichtgläubige" dafür sorgte, dass der jungen Farmer aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, da sie mit ihm ein normales Leben führen wollte, bekommt derweilen Besuch zweier Schulfreundinnen, welcher der Witwe in Zeiten der Trauer beistehen wollen. Dass dies jedoch keine gute Idee ist, werden sie kurz darauf feststellen müssen, denn der Teufel treibt immer noch sein Unwesen und die Morde und unheimlichen Vorkommnisse brechen nicht ab ...
Craven schafft es nahezu komplett auf deutliche Gewalt zu verzichten und erzeugt vielmehr durch eine stimmige Kameraarbeit von Robert C. Jessup und eine hervorragende Ausleuchtung eine beängstigende Atmosphäre. Dank seiner ruhigen Inszenierung baut dies viel Spannung auf. Rein visuell ist "Tödlicher Segen" sicherlich ein Augenschmaus, denn die vielen unheimlichen Kamerafahrten und Perspektiven suchen ihresgleichen und vor allem für einen Film aus den frühen 1980er Jahren ist die Kamerarbeit ihrer Zeit in vielen Sequenzen weit voraus. Leider wollten die Studios ein waschechten Horrorfilme, weshalb Craven Elemente einbauen musste, die einfach nicht passen. Anstelle bei einem Thriller zu bleiben, der die Auswirkung der engstirnigen Glaubensgemeinschaft aufzeigt, fügte man unwichtige, gar unnötige, übernatürliche Elemente in den Film ein, wie z.B. die ständigen Alpträume der Mädchen.
Hier kränkelt der Film, der ein großer Wurf hätte werden können und wird zudem extrem unglaubwürdig. Selbst das Finale wirkt aufgesetzt und tut den Film nicht gut. Da kann die Darstellerriege um Ernest Borgnine als Isaia, Sharon Stone, Maren Jensen und Michael Berryman leider auch nichts mehr herausholen. In Angesicht der vertanen Chance ist es kein Wunder, dass "Tödlicher Segen" wohl der unbekannteste Craven-Film ist. Eigentlich schade, doch wie immer stand ein arrogantes Studio sich selbst im Weg.

Technisch liefert die DVD gute Werte ab, wobei es ärgerlich ist, dass es keinerlei Bonusmaterial zum Film gibt. Nicht einmal ein Trailer oder eine Bildergalerie fanden den Weg auf die Disc und deutsche Untertitel für den Hauptfilm sind ebenfalls nicht vorhanden.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsWes Cravens "Tödlicher Segen" von Koch Media
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