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IT 1976
Originaltitel:Pronto ad Uccidere
Alternativtitel:Ein Mann greift zur Waffe
aka. Meet him and die
aka. Risking
Länge:89:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Franco Prosperi
Buch:Peter Berling, Antonio Cucca, Claudio Fragasso, Alberto Marras
Kamera:Roberto D'Ettorre Piazzoli
Musik:Ubaldo Continiello
Darsteller:Ray Lovelock, Martin Balsam, Elke Sommer, Ettore Manni, Heinz Domez, Peter Berling, Riccardo Cucciolla, Ernesto Colli, Gilberto Galimberti, Anna Taddei, Dante Cleri
Vertrieb:NEW Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:30.11.2007 (Kauf)



Inhalt
Um an die Hintermänner eines Drogenkartells zu gelangen, verpasst man dem jungen Inspektor Massimo Tonani (Ray Lovelock) die Identität eines Gangsters. Der Glaubwürdigkeit willen überfällt er einen Juwelier und nimmt sogar eine Geisel - Die Tat des "Neuen" mach im Knast schnell die Runde. Das hilft Tonani Kontakte zu Giulianeli (Martin Balsam), dem Kopf der Organisation, zu knüpfen und sein Vertrauen zu gewinnen. Aber er hat auch noch ein ganz persönliches Interesse am Kopf des Gangsterbosses. Seine Erinnerungen werden von den Bildern beherrscht, in denen seine Mutter von zwei flüchtenden Gangstern angeschossen wurde und seit jenem Tag ihr Leben in einem Rollstuhl fristet. Der Zahltag ist gekommen ...

Bild
Format1,78:1 (Letterbox) oder 1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Was die Bildqualität dieses seltenen Poliziottis angeht, sollten sich wohl Qualitätsfetischisten von dieser DVD fernhalten. Selbst NEW wusste anfangs nicht so recht, ob sich diese Veröffentlichung lohnen würde, da kein wirklich gutes Master vorhanden war. Das vorliegende, ungekürzte Master aus Italien lag nur im Vollbild vor und verfügt über eine annehmbare Videoqualität. Zwar gab es noch eine deutsche Fassung im Letterbox-Format, diese war aber gekürzt. Auf Wunsch vieler Fans entschied man sich dann wohl doch für den richtigen Weg und presste den Film in zwei Bildfassungen. Wobei man die Letterbox-Fassung noch zusätzlich mit den gekürzten Szenen im Windowboxed-Verfahren ergänzte. Welche nun vom Bild her die bessere Version ist, muss man letztendlich für sich entscheiden, denn beide Fassungen haben Vor- und Nachteile. Gerade das Vollbild ist deutlich herangezoomt und lässt viele Bildinformationen vermissen. Dafür ist der Kontrast wesentlich besser, da gerade in dunklen Szenen, wie z.B. im Knast, in der Letterbox-Version sehr viel an Details verloren geht und stellenweise ganze Bildbereiche untergehen. Die Schärfe kann in beiden Fassungen nicht überzeugen und lässt das Bild sehr detailarm erscheinen. Erschwerend kommt noch ein deutliches Rauschen hinzu. Die Farben sind bei der Letterbox-Version ausgewaschen, in der Vollbildfassung zwar kräftiger, jedoch auch ein wenig übersteuert und zu kräftig. Die Kompression hinterlässt in beiden Versionen nicht besonders gute Werte, da sie unter Blockrauschen und leichter Artefaktbildung zu leiden hat. In Anbetracht der Seltenheit des Films aber immer noch anschaubar.

Hier im Vergleich die Widescreen-Fassung (links) mit der Vollbildfassung (rechts):

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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Neben der italienischen Originalspur wird selbstverständlich auch die deutsche und sogar die englische Synchronisation angeboten. Die beste der drei Tonspuren ist die Originalfassung, die nur ein leises Hintergrundrauschen besitzt und ansonsten über eine klare und deutliche Dialogwiedergabe verfügt. Sicherlich ist Italienisch nicht jedermanns Sache und daher besteht die Möglichkeit optionale deutsche Untertitel anzeigen zu lassen. Die deutsche Synchronfassung klingt etwas verrauscht und ein wenig spitz. Die Verständlichkeit ist aber durchweg vorhanden. Ehemals geschnittene Szenen sind im italienischen Original gehalten, zu denen es deutschen Untertiteln gibt. Zwar weniger rauschend, dafür aber auch wesentlich dumpfer klingt zuletzt die englische Sprachfassung, doch auch hier gilt: Die Verständlichkeit der Dialoge ist durchweg gut verständlich.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (16 Bilder / 1:45 Min.)
  • Über "Tote pflastern ..." (9:39 Min.)
  • Super 8-Fassung (34:30 Min.)
  • Alt. Vorspann (1:50 Min.)
  • PR-Trailer (4:20 Min.)
  • Titelmusik:
    • Ray Lovelock: I'm Starting Tomorrow (2:38 Min.)
    • Ray Lovelock: The Dark After The Wall (2:04 Min.)
  • PC-Part
Verpackungkleine Hartbox (2 Motive), limitierte große Hartbox
 Mit den Extras dieses sehr seltenen Poliziotto haben sich die Macher hinter NEW Entertainment wieder selbst übertroffen. Alles, was wohl machbar gewesen ist, fand seinen Weg auf die DVD. Dies fängt mit einer Bildergalerie der Aushangfotos an, geht über einen informativen Rolltext von Michael Püttmann zum Film und dessen Hintergrundgeschichte bis hin zur Super 8-Fassung, die unter dem Titel "Ein Mann greift zur Waffe" erschien. Einen alternativen Anfang gibt es zudem noch zu sehen, aber das wirkliche Highlight stellen die Schallplattenaufnahme der Titelmusik von Ray Lovelock dar. Ein von NEW selbstgebastelter PR-Trailer kann ebenso angewählt werden, erzählt den Film aber schon fast in Kurzform. Im separaten PC-Part besteht wieder die Möglichkeit, die in der Bildergalerie zu sehenden Aushangbilder auszudrucken. Ebenso befindet sich noch eine MP4-Fassung des Films auf der DVD, um den Film auch auf dem I-Pod unterwegs ansehen zu können.
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Fazit
Mit einer wirklich gut aufgelegten Darstellerriege, allen voran Ray Lovelock (Interner Link"Verflucht zum Töten") und Martin Balsam (Interner Link"Psycho"), gelang Franco Prosperi (Interner Link"Addio Onkel Tom") ein typischer Vertreter des italienischen Polizeifilms, der neben bekannte Elemente des Gangsterfilms zudem noch einem ordentlichen Schuss Selbstjustiz besitzt. In den meisten Filmen der italienischen Polizeifilm-Ära wird zwar ohne Skrupel vorgegangen, doch "Tote pflastern seinen Weg" geht nochmals einen deutlichen Schritt weiter und spielt förmlich mit den Rachegelüsten des Protagonisten Massimo Tonani. Sicher nicht ohne Grund attestierten diverse Filmkritiker dem Film einen faschistischen Unterton. Hier geht es nur um die eigene Rache, um die Befriedigung Unrecht mit Unrecht zu bekämpfen. Mit Ray Lovelock konnte Prosperi einen genreerfahrenen Darsteller engagieren, der sichtlich in seiner Rolle aufgeht, und trotz seiner rabiaten Vorgehensweise einen ordentlichen Charme spielen lässt. Sein Gegenspieler wird von Martin Balsam verkörpert, einem Routinier im Filmgeschäft und ein passender Charakter für die Rolle von Gangsterboss Giulianeli. Die Frauenrolle des Films ist mit Elke Sommer besetzt worden. Zwar taucht ihre Figur erst in der zweiten Hälfte des Films auf, ist dort dafür aber umso präsenter. Ein Trio Infernale quasi, das am Ende mit einer gehörigen Überraschung aufwarten kann.

Entgegen der alten deutschen Videofassung ist die DVD aus dem Hause NEW Entertainment erstmalig ungekürzt. Leider existiert für den Film kein perfektes Master, um einen qualitativ hochwertigen Transfer anbieten zu können. Freunde des Poliziotto werden dennoch mit dieser Veröffentlichung glücklich werden und wieder eine Lücke in der Sammlung schließen können.



Bilder der DVD




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