Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
IT 1974
Originaltitel:Chi sei?
Alternativtitel:Wer bist Du?
aka. Behind the Door
aka. Beyond the Door
aka. Devil Within Her, The
aka. Who?
aka. Wer seid ihr?
Länge:102:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ovidio G. Assonitis, Robert Barrett
Buch:Antonio Troiso, Ovidio G. Assonitis, Robert Barrett
Kamera:Roberto D'Ettorre Piazzoli
Musik:Franco Micalizzi
SFX:Donn Davison, Wally Gentleman
Darsteller:David Colin Jr., Barbara Fiorini, Richard Johnson, Gabriele Lavia, Juliet Mills, Elizabeth Turner, Joan Acti, George Montage, Edward L. Montoro, Luigi Marturano
Vertrieb:Simpel Movie
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.12.2007 (Kauf)



Inhalt
Jessica ist eine glücklich verheiratete Mutter. Als sie schwanger wird, beginnt das Grauen jedoch. Denn der Embryo wächst mit übernatürlicher Geschwindigkeit heran. Und auch Jessica verhält sich immer merkwürdiger. Ihr Mann Oliver fürchtet schon, dass sie vom Leibhaftigen persönlich besessen ist, doch dann taucht ein merkwürdiger Mann auf, der mehr zu wissen scheint: Dimitri. Doch was hat er mit Jessica und dem Kind vor?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Schaut man zuerst den japanischen Trailer aus dem Bonusmaterial und danach den Film, wird man wohl etwas enttäuscht sein über die Bildqualität. Deutlich vermisst man die Schärfe, die sich im Trailer sehr gut zu erkennen gibt. Grundsätzlich kann man mit dem Bild leben und der altersbedingte Zustand ist immerhin noch im guten Mittelmaß anzusiedeln, doch wäre deutlich mehr möglich gewesen, wie der Trailer beweist. Die Detailwiedergabe kann bedingt überzeugen und Konturen werden nicht immer sauber wiedergegeben. Der Kontrast wirkt aber ausgewogen und die Farben gehen weitestgehend in Ordnung. Hauttöne sind allerdings mit einem dunklen roten, etwas bräunlichen Stich versehen und damit ein Anzeichen für ein fehlendes Color Timing. Die Kompression leidet etwas unter Blockrauschen in homogenen Flächen. Sehr erfreulich am anamorphen Transfer ist der noch recht gute Zustand der Vorlage was Defekte und Verschmutzungen betrifft. Beides ist zwar vorhanden, aber durchaus vertretbar. So darf sich die Bildqualität im passablen Mittelfeld bewegen, auch wenn durch eine Restauration sicherlich mehr drin gewesen wäre.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Viel Erwarten darf man bei dem vorliegenden Monoton natürlich nicht. So ist die Dialogverständlichkeit - das wichtigste Kriterium - vor allem in der deutschen Synchronfassung zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgefallen ist. Etwas unschön wirken die Höhen, die von einem leichten Zischen beeinträchtigt werden, was zu leichten Verzerrungen führt. Ansonsten können die Sprachpassagen in Verbindung mit dem Musik- und Effekttrack überzeugen, so dass es zu keinen Überlagerungen kommt. Ein Hintergrundrauschen ist zudem vorhanden, altersbedingt aber zu verschmerzen, da es auch nur dezent bemerkbar. Die englische Tonspur, ebenfalls in Mono, wirkt eindeutig zu dumpf und lässt Klarheit vermissen. Und auch hier wird die Tonspur von einem Rauschen begleitet, welches deutlich stärker als in der deutschen Fassung vorhanden ist. Die Dialoge sind dennoch auch bei dieser Version gut zu verstehen.
 ++----

Extras
Extras
  • Original Pressefotos und Kinoaushangfotos (17 Bilder / 2:50 Min.)
  • Poster und Artwork (14 Bilder / 2:32 Min.)
  • US-Abspann (1:29 Min.)
  • Diabolica - Titel (2:32 Min.)
  • Japan Trailer (1:07 Min.)
  • Movie Trailer (1:02 Min.)
  • TV-Spot (0:32 Min.)
Verpackungkleine Hartbox (3 Motive), limitierte große Hartbox (2 Motive)
 Beim Bonusmaterial sind eigentlich nur die beiden Bildergalerien sowie die verschiedenen Trailer von Interesse. Zusätzlich sind noch der US-Abspann mit dem "Beyond the Door"-Schriftzug sowie die Titeleinblendung Diabolica aus der japanischen Fassung vorhanden, die allerdings eher für absolute Komplettisten gedacht sind.
 ++----

Fazit
Nach dem weltweiten Erfolg von William Friedkins Interner Link"Der Exorzist" im Jahre 1974 war es nur eine Frage der Zeit bis sich diverse Rip Offs dem Thema annahmen. Selbst die Pornoindustrie war von dem Thema des Besessenseins angetan und so wurde der Weg für Filme wie "The Angel Above, the Devil Below" geebnet, in dem der Teufel Besitz einer Vagina ergreift. Viele der Filme um Exorzisten und Besessene erfreuten sich gerade in Europa einer großen Beliebtheit und es verwundert schon etwas, dass gerade Länder mit einem sehr katholisch geprägten Gedankengut wie Italien oder Spanien sich den Grundgedanken der Teufelsaustreibung aneigneten und ihre Version hinterherschoben, um auf dieser Welle mitzuschwimmen. Ganz klar muss man die Spreu vom Weizen trennen, denn unter diesen Filmen gibt es genug Rohrkrepierer.
Einer der ersten Filme, der sehr zeitnah zum Vorbild entstand, war "Vom Satan gezeugt" von Ovidio G. Assonitis und Robert Barrett. Ganz klar gehört diese italienische Produktion zu den wirklich guten Vertretern und kann mit genug eigenen Ideen der Geschichte den nötigen Drive geben, um gut 100 Minuten ohne Längen zu unterhalten. Anders als beim Exorzist geht es nicht um eine Teufelsaustreibung sondern nur um eine Besessenheit, die aber ohne mit der Wimper zu zucken auch ein eigenwilliges Plagiat darstellt - obszöne Wortwahl und Kotzsequenzen inklusive. Jennifer ist trotz Verhütung mit der Pille schwanger geworden. Der Embryo wächst nur wesentlich schneller in ihrem Körper heran als es üblicherweise der Fall ist, und so werden ganze Monate übersprungen und Jennifer ist innerhalb kurzer Zeit dort, wo andere Frauen erst im 6. Monat wären. Aber nicht nur die Schwangerschaft treibt dunkle Wolken über das Familienglück, denn mit zunehmenden Bauchumfang veränder sich auch ihre Psyche, die in vulgärer Sprachweise und körperlichen Verfall auf sich aufmerksam macht. Jennifer scheint besessen zu sein, ihr Mann Robert und der beste Freund, der auch gleichzeitig Arzt ist, stehen dem Treiben hilflos gegenüber. Erst als Jennifer mit fremder Stimme den Namen Dimitri erwähnt, scheint etwas Licht in die Angelegenheit gebracht zu werden. Dieser Dimitri war ihr Ex-Mann und mit dem Bösen im Bunde. Doch eigentlich sollte er schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilen. Man merkt schon bei der Inhaltsangabe, dass man nicht einfach nur eine billige Kopie erstellen wollte, sondern eigene Ideen in Form anderer Filme wie Interner Link"Die Wiege des Bösen" oder diversen Haunted House-Verfilmungen involvieren wollte. Gerade diese Mischung ist es, die das Regieduo Assonitis und Barrett umzusetzen verstand und mit einem unglaublichen Soundtrack würzte, der irgendwo zwischen afrikanischer Folklore und typischen Pornofunk der Bontempiorgel anzusiedeln ist.
"Vom Satan gezeugt" gehört zu zweifelsfrei zu den besten Exorzisten-Kopien und kann mit einer dichten Atmosphäre überzeugen. Und dank dem Medium DVD ist er nun auch einer breiten Masse zugänglich.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Vom Satan gezeugt
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.