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IT 1991
Originaltitel:Lucky Luke
Alternativtitel:Lucky Luke - Der Film
Länge:85:35 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Terence Hill
Buch:Lori Hill
Kamera:Carlo Tafani, Gianfranco Transunto
Musik:Aaron Schröder, David Grover
SFX:Brad Fletcher, Joe Heffernan
Darsteller:Terence Hill, Nancy Morgan, Fritz Sperberg, Dominic Barto, Bo Greigh, Arsenio 'Sonny' Trinidad, Mark Hardwick, Neil Summers, Ron Carey, Buff Douthitt, Sky Fabin, Marc Mouchet
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:31.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Wo es Saloons gibt, gibt es auch jede Menge Ärger - und wo es Ärger gibt, sind Ganoven nicht weit. In Daisy Town treiben sie's besonders wild. Die braven Bürger sind es nun endgültig leid; ein Sheriff muss her. Doch wer kann es mit den gefährlichsten Desperados unter der Sonne aufnehmen? Da tauchte er auf, ein Mann, schneller als sein Schatten, ein Pferd, schlauer als ein Mensch: Lucky Luke mit seinem Schimmel Jolly Jumper. Die Desperados fallen um wie die Fliegen, Viehdiebe verwünschen den Tag, an dem sie aus der Kirche ausgetreten sind. Mit eiserner Faust und trockener Kehle, sorgt Luke für Recht und Ordnung in Daisy Town. Und auch bei der kessen Saloon-Dame Lotta scheint Luke endlich ins Schwarze zu treffen. Da tauchen vier schwarzgekleidete Galgenvögel am Horizont auf: die Daltons. Zusammen mit den Arapaos, wollen sie Daisy Town überfallen - es gibt viel zu tun für unseren Luke, und die süße Lotta guckt mal wieder in die Röhre.

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer hinterlässt einen guten Eindruck, wobei sehr deutlich Bildrauschen zu bemängeln wäre, welches dem Bild etwas an Brillanz kostet. Die Schärfe geht soweit in Ordnung, zeichnet saubere Konturen, könnte insgesamt aber mehr Details zeigen. So wirkt der Transfer nie wirklich plastisch. Hinzu kommt ein solider Kontrast, der jedoch helle Flächen etwas überstrahlen lässt, dafür in dunklen Szenen keine nötigen Details verschlucken lässt. Die Farbgebung wirkt meistenteils sehr erdig, erscheint aber immer noch natürlich genug um zu gefallen. Defekte und Verschmutzungen huschen altersbedingt ab und an durchs Bild, trüben den Sehgenuss aber niemals und die Kompression arbeitet ebenfalls sehr sauber und unauffällig im Hintegrund.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die Tonabmischung ist ebenfalls recht gut gelungen und bietet bei beiden Sprachfassungen eine sauber und stets gut verständlich Stereofront, sowie eine gute Musikwiedergabe. Zudem trübt kein störendes Rauschen die Qualität und andere Störungen sind ebenfalls nicht auszumachen. Die englische Fassung enthält sogar deutsche Untertitel und es fallen schnell die vielen extremen Unterschiede zu deutlich witzigeren deutschen Synchronisation auf.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet mit Hintergrundinfos und Kapitelindex
  • Lucky Luke - Eine Comiclegende wird verfilmt (16 Texttafeln)
  • Bio-/Filmografien: Terence Hill (28 Texttafeln)
  • Bildergalerie (14 Bilder)
  • Deutscher Trailer (1:44 Min.)
  • Trailershow:
    • Rin Tin Tin (1:46 Min.)
    • Just Friends-No Sex (1:47 Min.)
    • Love is in the Ai (1:49 Min.)
    • Love Wrecked - Liebe über Bord (1:27 Min.)
    • Der Typ vom Grab nebenan (1:29 Min.)
    • Just Friends - 2 Ungleiche Freunde (1:57 Min.)
    • Zwei Asse trumpfen auf (2:47 Min.)
    • Vier Fäuste und ein Halleluja (2:40 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 An Bonus gibt es nicht wirklich viel zu bewundern. Neben obligatorischen Trailern, einer kleinen Bildergalerie, sechszehn Texttafelseiten über die Entstehung des Films und einem 6seitigen Booklet mit weiteren Infos, enthält die Disc nur noch eine umfangreiche Bio- und Filmografie von Terence Hill. Zudem erscheint die Disc als KeepCase im Schuber
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Fazit
Lange Zeit war sich Terence Hill, legendäres Bestandteil des Kultduos Bud Spencer / Terence Hill, sich unschlüssig, ob er "Lucky Luke" wirklich realisieren sollte. Er hatte seinerzeit schwer an dem Tod seines Sohnes Ross (Interner Link"Renegade") zu knabbern, weswegen einiges an Überredungskunst, auch seitens der Familie nötig war, um ihn schließlich zur Durchführung des Projekts zu bewegen. Seine Trauer war letztlich wohl auch ausschlaggebend, warum aus der ersten Realverfilmung, der zumindest in Frankreich Kultstatus genießenden Comicreihe von Morris und "Asterix"-Erfinder René Goscinny, ein bisweilen sehr liebloser und einfallsloser Western wurde. Seine Frau Lori Hill schrieb das Skript, Hill führte nach "Don Camillo" zum ersten mal wieder Regie. Leider schienen beide keinen rechten Zugang zum Stoff zu haben. Außer den Namen der Charaktere erinnert eigentlich nichts an die Comics. Der Plot ist platt wie öde: Luke wird Sheriff von Daisytown, sorgt für Recht und Ordnung, unterbindet damit jeglichen Spaß und muss sich zum Schluss noch mit den Daltons (u.a. sein langjähriges Prügelopfer Dominic Barto) auseinander setzen. Dabei versprüht "Lucky Luke" leider nie den Flair der Comics. Der Witz ist meist flach, die Texteinblendungen (... und so entstand American Football) sind unter aller Kanone und wenn zum Schluss das Duell Lucky Luke vs. The Daltons auch noch Ennio Morricones Interner Link"Dollar"-Score geklaut wird, leisten Lori wie Terence einen Offenbarungseid.
Dass hier nicht mit vollen Engagement gefilmt wurde, spürt man über die vollen 90 Minuten und so sehr ich mich als langjähriger Spencer/Hill-Fan bemühe hier etwas Positives zu entdecken, es gibt kaum etwas - allerhöchstens für die Kleinsten. Die wenigen Prügeleien fallen halbherzig aus, der "Rückwärts durch die Scheibe"-Stunt wird bis zum Exzess wiederholt, die Revolverduelle fallen unspannend aus. Das Auftauchen bekannter Comicgesichter (der Chinese, der Totengräber) hilft dabei nie weiter. So langsam und einfallslos der Plot vor sich hin kränkelt, so uninspiriert ist auch die Inszenierung. Schon im überlangen Vorspann werden unzählige Szenen wiederholt, Luke späterer Ausritt mit Jolly Jumper wird kurzfristig eingeschoben, hat aber keinen weiteren Sinn für den Film. Obendrauf gibt es noch einige platte Klischees bezüglich der Indianer und der auch immer wieder kurz auftauchenden Kavallerie. Einzig und allein den Bauten der Stadt, wenn sie denn tatsächlich für diesen Film erstellt worden sind, kann man ein Lob aussprechen. Schön, Lucky Luke kann schnell ziehen und sein Pferd sprechen. Die daraus resultierenden Gags sind dann jedoch auf infantilem Kindergartenniveau und keineswegs wirklich lustig. Somit hat man hier über die volle Distanz das Gefühl einen Film zu sehen, der niemals, nicht mal ansatzweise, das wird, was er wohl werden sollte: eine würdige Adaption der Comics.

Langweiliger Western voller Klischees, halbherziger Gags, selten guten Sprüchen und einer nicht existenten Geschichte. Hill-Fans sollten sich "Lucky Luke" kompletthalber mal zu Gemüte führen. Der Rest sollte lieber bei den Trickfilmen und Comics bleiben. Terence wie Lori Hill waren noch zu deutlich von Ross' Schicksal geprägt, um wirklich Würdiges auf die Beine zu stellen.
Die DVD-Qualität vermag wirklich zu überzeugen, doch leider griff die e-m-s deswegen auf ein leicht gekürztes Master zurück, in dem kleinere Dialoge fehlen. Leider findet man diese Szenen nicht im Bonusmaterial wieder. Dennoch eine schön Veröffentlichung als KeepCase im Schuber, bei der jeder selbst entscheiden muss, ob er trotz kleinerer Schnitte auf die DVD verzichten will.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Lucky Luke - Die Serie 1
Lucky Luke - Die Serie 2
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