Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
MEX 2005
Originaltitel:7 días
Alternativtitel:Siete días
aka. 7 Days
aka. Seven Days
Länge:94:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Fernando Kalife
Buch:Fernando Kalife
Kamera:Gonzalo Amat
Musik:Jeff Cardoni
SFX:iO FILM
Darsteller:Eduardo Arroyuelo, Julio Bracho, Jaime Camil, Lumi Cavazos, Beto Cuevas, Roberto D'Amico, Jorge de la Garza, Martha Higareda, Jose Maria Martinez, Sofía Vergara
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:03.09.2007 (Verleih) / 13.09.2007 (Kauf)



Inhalt
Claudio Caballero hat einen Traum: Er möchte die Band U2 für ein riesiges Konzert nach Monterrey, Mexiko, holen. Leider fehlt ihm dazu das nötige Kleingeld. 500.000 Dollar leiht ihm seine Freundin Gloria. Dieses Geld will er im Wettbüro des Mafiabosses Mr. Zamacona verdoppeln, doch er verliert ... Als er nicht zahlen will, soll er sterben. Einer Kugel im Kopf kann Claudio nur deshalb entgehen, weil Zamaconas Sohn Tony einer der größten U2-Fans ist. Man unterbreitet ihm ein Ultimatum: Binnen 7 Tagen muss Claudio es schaffen, U2 auf die Bühne zu bekommen, sonst ist er wirklich ein toter Mann.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wäre die mangelnde Detailschärfe nicht, so könnten man von einem rundum gelungenen Transfer sprechen, doch leider wirken lediglich Nahaufnahmen noch detailliert, während die anderen Szenen meist so ausschauen als ob hier mit einem starken Weichzeichner gearbeitet wurde, was auch das fehlende Rauschen im Hintergrund erklären würde. Der Kontrast wirkt durchweg ausgewogen und natürlich und verschluckt keine nötigen Details. Die Farbgebung erscheint stets natürlich und satt und die Kompression arbeitet bis auf leichte Blockbildung im Hintergrund sehr sauber. Leider fallen aber leichte stehende Rauschmuster in Bewegungen auf, welche wahrscheinlich das Resultat der Rauschfilter darstellen. Defekte und Verschmutzungen sind aber keine auszumachen.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Der spanische und deutsche Mix liegen jeweils in Dolby Digital 5.1 vor und es lassen sich optionale deutsche Untertitel hinzuschalten. Beide Abmischungen klingen grundsolide und bieten eine gute Dialogwiedergabe. So wirklich räumlich geht es aber leider nicht zur Sache, weshalb die Rears meist nur für den gut abgemischten Score benutzt werden. Hin und wieder lassen sich dezente Umgebungsgeräusche im Effektbereich wahrnehmen, richtige Surroundeffekte können beide Tracks aber nicht verbuchen.
 +++---

Extras
Extras
  • Original-Trailer (1:27 Min.)
  • Trailershow:
    • Lonely Hearts Killers (1:46 Min.)
    • Chumscrubber (1:44 Min.)
    • Attenant auf Richard Nixon (2:25 Min.)
    • Havoc (2:25 Min.)
    • The Big White (1:48 Min.)
    • Das ferpekte Versprechen (1:04 Min.)
    • Die Aufschneider (1:58 Min.)
    • Whats up Rockers (1:40 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht lediglich aus einer Trailershow und dem Originaltrailer zum Film. Reichlich wenig für einen aktuellen Film.
 /-----

Fazit
Die erste Szene von Fernando Kalifes "7 Days" macht dem Publikum klar, dass die folgende Geschichte sich um Leben und Tod der Hauptfigur dreht, Waffen sind auf seinen Kopf gerichtet und er hat einen Pakt mit der Unterwelt abgeschlossen, den er höchstwahrscheinlich bereuen wird. Was dann folgt, ist ein Buddy-Movie der anderen Sorte, der die Prämisse, dass es um Leben und Tod geht, völlig ignoriert. Die Handlung wendet sich jedoch auch nicht dem humoristischen Genre zu, sondern bleibt an sich ernst. Dass es um Claudios Leben geht, wird dabei in den wenigsten Momenten ersichtlich, eigentlich geht es vielmehr darum, ein U2-Konzert zu organisieren, was davon abhängt, wird totgeschwiegen. In einer Szene fragt Tony Claudio, warum er statt zur Mafia zu gehen, nicht direkt das Geld für das Konzert von Sponsoren geholt hat. Eine sehr gute Frage und Claudios Antwort, die seine Ängste vorschiebt, ist dabei nicht ein bisschen glaubhaft. Ein Protagonist, der zu viel Angst davor hat Unternehmer um ein Sponsoring zu bitten und sich stattdessen mit einem leeren Koffer zur Mafia traut? Das kauft man Claudio nicht ab, der eine sehr schlecht gezeichnete Figur abgibt.
Einen wirklichen Inhalt vereint Kalife dabei nicht in "7 Days", denn die Wendung, welche der Film am Ende nimmt, hat nichts mit dem zu tun, was die Protagonisten eine Stunde lang abgeliefert haben. Was ist somit die Botschaft? Glaube an dich und deine Träume? Das war wohl die Intention der Macher, die Umsetzung widerspricht dem jedoch stark. Dafür hätte man Claudio das Geld auf normalem Wege organisieren lassen, zudem zeigen müssen, woher er seine Motivation nimmt. Denn mit den Investoren und der Mafia, sowie den Ausrichtern und der Band bleibt am Ende keinerlei Geld für den guten Claudio übrig und wäre es auch nicht, wenn er zu Beginn nicht zur Mafia gegangen wäre. Wieso will Claudio also das Konzert ausrichten, wenn für ihn dabei kein Gewinn herausspringt? Das wird nicht erläutert, ist wahrscheinlich auch den Machern nicht bewusst gewesen. Dass sich das Opfer mit seinem Henker anfreundet, ist zwar eine nette Idee, aber wenn man in der U-Bahn seinem Gegenüber anbietet, Bushido oder Sido in den Ort zu holen, wird einem das nicht sonderlich weiterhelfen (außer es handelt sich um einen solch glühenden Verehrer, wie man ihn in Tony erlebt). Was man mit "7 Days" anfangen soll, weiß man nicht wirklich, ist der Ausgang der Geschichte doch sofort absehbar und die Umsetzung des Weges dorthin nicht sonderlich interessant. Es zeigt sich, dass eben nicht jeder mexikanische Film gleich die Klasse eins Cúaron, Inarritu oder del Toro besitzt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.