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JP, USA 1967
Originaltitel:Daikyoju Gappa
Alternativtitel:Gappa - Invasion der fliegenden Bestien
aka. Gappa, the Triphibian Monster
aka. Monster from a Prehistoric Planet
aka. Giant Beast Gappa, The
Länge:77:46 Minuten (Fassungsart unbekannt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Haruyasu Noguchi
Buch:Ryuzo Nakanishi, Gan Yamazaki
Kamera:Muneo Ueda
Musik:Seitaro Omori
SFX:Akira Watanabe, Isamu Kakita, Kenji Kaneda, Yoshiyuki Nakamura
Darsteller:Tamio Kawaji, Yôko Yamamoto, Yuji Okada, Koji Wada, Tatsuya Fuji, Keisuke Inoue, Zenji Yamada, Bumon Koto, Hiroshi Sugie, Saburo Hiromatsu, Binnosuke Nagao, Masaru Kamiyama, Kokan Katsura, Shirô Oshimi, Yoko Oyagi, Paul Scheman
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.11.2006 (Verleih) / 15.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Um einen neuartigen Freizeitpark um weiteren Attraktionen zu bereichern, wird eine Gruppe von Forschern damit beauftragt, seltene tropische Tierarten ausfindig zu machen. In einer versteckt gelegenen Höhle auf einer kleinen Insel werden die Wissenschaftler schließlich fündig. Sie stoßen auf ein Jungtier von prähistorischen Ungeheuern.
Bei den Eingeborenen heißen sie Gappa, werden wie Götter verehrt und im gegenseitigen Einvernehmen verschont. Allen Warnungen der Eingeborenen zum Trotz rauben die fanatischen Wissenschaftler das Jungtier aus der Höhle und ziehen damit den Groll der feuerspeienden Eltern auf sich, die sich kurz darauf auf die Suche nach ihrem Nachwuchs machen. Dabei hinterlassen sie in ihrem Zorn eine gnadenlose Spur totaler Verwüstung ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Bei dieser Art von Filmen möchte man bei der Qualitätseinschätzung sicherlich nicht kleinlich sein, sind ja nun auch schon 40 Jahre, seit das Licht auf das Filmmaterial schien. Das sieht man eher selten, denn die meisten Szenen sind sehr sauber und, was das Wichtigste ist, die Farben schimmern in schönstem Glanz. Dadurch bekommt das Geschehen einen fantastischen Anstrich, der gut zur leichten Unterhaltung passt. Gegensätzliche Eindrücke hinterlässt dabei leider aber die Schärfe, die im besten Falle als mittelmäßig, stets etwas zu unscharf erscheint. Eigentlich wird ein konstantes Niveau gehalten und es wirkt bei weitem nicht so als ob man hier von Video oder ähnlichen schlimmen Ausgangsmaterial gemastert hätte. Nur unterliegt beinahe jede Szene einem Weichzeichner. Der sorgt vielleicht auch dafür, dass sich die weißen Tropenhüte übergreifend auf ihre Umgebung auswirken. Nur in ganz wenigen Szenen ist das Bild zu dunkel oder der Verschmutzungsgrad steigt plötzlich von nichts auf deutliche Maße an. Schön ist es auch, dass man das Originalformat auf DVD bringt und dabei keine lästige NTSC-Unschärfe in Bewegungen erkennen muss. Auch das Rauschen ist so gering, dass es kaum wirklich auffällt. Somit ein Grenzfall zwischen drei und vier Punkten. Muss wohl jeder selbst für sich entscheiden.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelEnglisch
 Der deutsche Ton ist zwar weit davon entfernt, glasklar zu sein, für sein Alter klingt er aber gut erhalten und mehr als brauchbar. Es sind lediglich Dinge wie das fortwährende, dennoch geringe Grundrauschen und die leicht zischelnden Sprecher. Sonst wird ein Monoton geboten, der kaum Störungen enthält. Vergleichsweise hell ist übrigens der japanische Originalton, der ebenfalls auf DVD gelandet ist, aber keine deutschen, sondern englische Untertitel besitzt. Auch hier wird man mit einem altersgemäßen Klang verwöhnt, der die Fan-Ohren keineswegs strapaziert.
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Extras
Extras
  • limitiert auf 399 Stück
  • Japanische Endszenen (4:43 Min.)
  • Blick hinter die Kulissen (5:04 Min.)
  • Bildergalerie (5:01 Min.)
  • Erweiterte Monsterszenen (17:21 Min.)
  • Amerik. Kinotrailer (3:12 Min.)
  • Jap. Kinotrailer (3:23 Min.)
  • Dt. Kinotrailer (2:44 Min.)
  • Dt. Titelvorspann (2:10 Min.)
  • Trailer zu "Godzillas Todespranke" (1:39 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Die kleine Buchbox von CMV ist nicht nur auf 399 Stück limitiert, sondern enthält sogar noch einige Extras zum Film. Da wäre z.B. das japanische Ende, welches der Gappa-Familie einen etwas längeren Abflug beschert, bei dem man sich die deutsche Übersetzung aber denken muss. Das Making Of ist zwar sehr kurz, aber es ist erstaunlich, dass überhaupt Filmmaterial von damals existierte, wo doch noch nicht einmal an einen Heimkinomarkt zu denken war. Es enthält ein paar Szenen mit der riesigen Gappa-Figur, die natürlich von einem Menschen aufwendig bewegt werden muss. Angehangen wird eine Fotogalerie mit Aufnahmen der Produktionen, die von einer weiteren, nun farbigen Bildergalerie mit allerlei sehenswertem Material komplettiert wird. Unter den erweiterten Monsterszenen werden die Spezialeffekte noch etwas ausgewalzt, nur leider ist das Geschehen furchtbar dunkel. Zuletzt sind noch Trailer zu diesem Film und einem anderen Monsterfilm aus dem CMV-Programm, sowie der Anfang der deutschen Videokassette zu sehen. Wenn man realistisch denkt, wird man erkennen, dass das zwar schnell durchzuschauende Bonusmaterial für einen Film dieser Gattung doch sehr ordentlich ist.
Wer übrigens die kleine Buchbox verpasst, der kann noch auf die inhaltlich identische KeepCase-Version ausweichen.
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Fazit
Dem japanischen Monsterspaß kann ich immer mehr abgewinnen, also ist auch "Gappa - Frankensteins fliegende Monster" ein Leckerbissen für mich. Hier wird es ganz drollig, denn ein plüschiges Echsenjunges wird gefangen genommen und nach Japan verschleppt, wo es nicht nur wegen seines ungeheuren Wachstums für Aufregung sorgt, sondern auch seine Spielgesellen auf den Plan ruft, die am liebsten mit den winzigen Stadtbewohnern spielen. Der Gappa ist natürlich nur eine Variation des Kolosses Godzilla, sieht aber fast wie ein kleines Plüschspielzeug aus und kann im ausgewachsenen Zustand mit glühenden Augen und tödlichem Strahlenatem für Zerstörung sorgen. Die zwei Häscher, die den frisch geschlüpften Zwerg (ja, wir werden Zeuge einer herzerweichenden Monstergeburt!) wieder nach Hause holen möchten, verstecken sich unter Wasser, nachdem sie die halbe Spielzeugarmee aufgerieben haben. Die darauf folgende Angriffssituation seitens des Militärs löst dabei eine wunderbare Zerstörungsorgie aus, die mit allen Tricks ausgestattet, die Modelle, Kleber und Rückprojektion so hergeben.
Das Handlungsschema ist weniger interessant, schließlich wird die Wissenschaft mal wieder von Geldhaien überrumpelt, die Sache gerät außer Kontrolle und der Held muss intervenieren, bevor die im Duo auftretenden Unholde halb Japan zertrampeln. Vielmehr ist es der Ausdruck völliger Unbeschwertheit filmischen Schaffens, der diesem Werk innewohnt, und der dem Trash geneigten Zuschauer eine vergnügliche Zeit bereiten wird. Denn 1967 hat man einen Eingeborenenstamm eben noch ohne großes Federlesen dargestellt, wie es sich der allgemeindoofe Bürger vielleicht vorstellen könnte: Dem kleinen Jungen hat man lediglich das Gesicht geschwärzt und die Haare verzwirbelt und die Eingeborenenrituale und -tänze sind sicherlich auch einen Lacher wert. Den erhabensten Moment darf man zum Schluss mit all den Protagonisten beobachten, wenn die Elterntiere ihren Zögling zurück in den sicheren Schoß nehmen und gemeinsam, eben wie eine echte Familie, zurück nach Hause fliegen. Hach, ist das schön, es muss eben nicht immer mit dem Ableben der (eigentlich gutmütigen) Bestien enden.

Eine unqualifizierte Bemerkung noch: Der Gappa mit Helm im Forschungslabor weckt doch tatsächlich Erinnerung an einen Teletubby. Während die mongoloiden Plüschklumpen aber eher abschreckende Wirkung auf mich haben, ist der Baby-Gappa eine echt knuddlige Angelegenheit.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im November / Dezember '06
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