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NO 2006
Originaltitel:Uro
Länge:100:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Stefan Faldbakken
Buch:Harald Rosenløw-Eeg
Kamera:John Andreas Andersen
Musik:Ginge Anvik
SFX:Pål Morten Hverven
Darsteller:Nicolai Cleve Broch, Ane Dahl Torp, Ahmed Zeyan, Ingar Helge Gimle, Eivind Sander, Kim Sørensen, Nicolas Bro, Thorsten Flinck, Bjørn Floberg, Nicholas Hope, Anne Krigsvoll, Gunnar Lien Holsten, Vidar Rinde Halvorsen
Vertrieb:I-ON / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.11.2007 (Verleih) / 30.11.2007 (Kauf)



Inhalt
HP bekommt von der Polizei die Chance, seine kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen, wenn er einwilligt, als Ermittler für eine verdeckt operierende Anti-Drogen-Spezialeinheit namens URO zu arbeiten. Eingeschleust in die brutale Welt der Drogenmafia befindet er sich plötzlich in einem Netz aus Lügen und Verrat, das sowohl von Seiten der Kriminellen als auch der Polizei ausgeht. Als man ihn auf Mette, eine alte Freundin aus seiner Vergangenheit ansetzt, wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt. Mette verschafft ihm, völlig ahnungslos von seinem Doppelleben, Kontakte zu den großen Fischen des Drogenkartells. Je tiefer er aber in den Sumpf der Mafia vordringt, umso mehr muss er feststellen, dass sein Auftrag direkt in seine eigene Vergangenheit führt. Und irgendwer scheint bei diesem bösen Spiel bewusst die Fäden zu ziehen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer präsentiert sich der Filmthematik passend mit einer sehr kühlen Farbgebung. Egal ob Blau oder Rot, alles wirkt einfach kalt. Nicht ganz so gelungen ist der Kontrast, der in hellen Szenen leicht überstrahlt und im Dunklen einige Details verschluckt. Auch die Schärfe schwankt von gut in Nahaufnahmen bis in zu passabel in einigen Totalen. Ein kontinuierliches Bildrauschen fällt zudem auf, was die Detailwiedergabe immer wieder in Mitleidenschaft zieht. Sicherlich dürften bestimmte Elemente auch als Stilmittel des Regisseurs betrachtet werden. Die Kompression arbeitet sauber im Hintergrund und leistet sich so gut wie keine Auffälligkeiten. Defekte oder Schmutz sind ein Fremdwort, so sollte es auch bei einer noch jungen Produktion sein.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Obwohl es immer wieder zu kleineren Actionsequenzen kommt, nutzt der Ton nicht sein volles Potenzial aus und gibt sich etwas zu frontlastig. Die Rears werden hauptsächlich zur Unterstützung des Scores und den Umgebungsgeräuschen in Anspruch genommen. Eher selten werden ein paar direktionale Effekte geboten. Ist dies allerdings der Fall, bekommt man ein angenehmes Raumgefühl. Sehr positiv fällt die gute Dynamik auf, welche die Abmischung nicht eintönig erklingen lässt. Auch der Subwoofer wird immer wieder angesprochen, wenn es die Szene erfordert. Die Verständlichkeit der Dialoge ist immer als klar und deutlich zu bezeichnen und ergibt eine gelungene Mischung hinsichtlich Musik und Effekten. Der norwegische Originalton steht der deutschen Synchronisation in nichts nach, wirkt alles in allem aber etwas natürlicher. Deutsche Untertitel werden optional angeboten.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making of (23:01 Min.)
  • Dokumentation Ane's Methode (14:48 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur (12:35 Min.)
  • Deleted Scenes (3:38 Min.)
  • TV-Werbung (1:10 Min.)
  • Originaltrailer (1:55 Min.)
  • Teaser (1:03 Min.)
  • Trailerahow:
    • Alexandra's Project (2:08 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Preacher - Der Haschpapst (1:50 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Seance (1:51 Min.)
    • Taxidermia (2:12 Min.)
    • The Heart Is Deceitful Above All Things (2:19 Min.)
    • The District (1:13 Minj.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Das Bonusmaterial kann mit vielen interessanten Informationen aufwarten. Das Making of sowie das Interview mit dem Regisseur Stefan Faldbakken beleuchten die Produktion genau, ohne einen Werbeeffekt hervorzurufen. Sicherlich wird auch nicht mit lobenden Worten gespaart, doch hält sich alles im Rahmen und man möchte eher Hintergründe zum Film klarstellen. Etwas schockierend ist der Bericht Dokumentation Ane's Methode: Hier trifft sich Ane Dahl Torp mit einem Drogensüchtigen, um sich auf ihre Rolle vorzubereiten und um mehr über die Sucht zu erfahren. Es gipfelt darin, wie sich der Süchtige einen Schuss setzt und genau erzählt, was zu beachten oder zu tun ist. Stellenweise denkt man schon wirklich an eine Gebrauchsanweisung zum Drogenkonsum. Letztendlich schreckt das Gezeigte aber ab und auch die negativen Aspekte kommen zu Wort und beleuchten die Beweggründe des Süchtigen. Deleted Scenes, TV-Werbung, Teaser und der Originaltrailer kommen noch hinzu. Abgeschlossen wird der Bonusbereich mit einer umfangreichen Trailershow.
 +++---

Fazit
Aus Norwegen kommen gemeinhin nicht allzu viele Filme, die sich rühmen können, es in unseren Breitengraden zu größerer Aufmerksamkeit gebracht zu haben. Stefan Faldbakkens "Uro" wird diese Quote höchstwahrscheinlich nicht erwähnenswert nach oben schrauben - allerdings hätte er grundsätzlich das Zeug, als Initialzündung einer neuen, norwegischen Polizeifilmgattung herzuhalten. Allein die Regisseure dürften fehlen. Faldbakkens Film kommt auf eine sehr raue Art daher und verweigert konsequent jede schwarz-weiß-Malerei. Die Frage, wer hier gut und wer böse ist, lässt sich bestenfalls mit der Erkenntnis beantworten, dass niemand gut ist. Zwischen Ganoven und der Polizei herrscht kaum eine klare Linie und zu welcher Seite sich der Protagonist mehr hingezogen fühlt, kann er selbst wohl nicht so recht benennen.
Darüber hinaus herrscht ein starker Realismus vor, der den Zuschauer wahrhaftig zu fesseln vermag, anstatt ihn mit wirren Schnitten oder bizarren Explosionen zu überfordern. Gerade, wenn man kürzlich solch übertriebenen CGI-Schwachsinn wie Interner Link"Stirb Langsam 4.0" ertragen musste, weiß man die raue, erdige Machart eines Films wie "Uro" zu schätzen. Hier wird nicht mit Autos umher geschossen, sondern hier ist ein Kopfschuss das, was er ist: ein mieser, kurzer, dreckiger Moment. Dieser teils beinahe dokumentarische Stil kommt allerdings nicht von Ungefähr. Regisseur Feldbakken war vor den Dreharbeiten regelmäßig mit einer echten Anti-Drogen-Einheit auf den Straßen unterwegs und hat viele seiner Erfahrungen in den Film eingebracht.
Eine ähnliche Methode hat auch Darstellerin Ane Dahl Torp angewendet, als sie zur Vorbereitung auf eine Drogenszene einen Tag mit einem Heroin-Junkie verbracht hat. Diese eindrucksvolle Erfahrung findet man in Form einer kurzen Dokumentation im Bonusmaterial. Dank solcher Hingabe, die auch die anderen Schauspieler an den Tag legen, ist "Uro" zu einem absolut stimmigen Film geworden, der zu keiner Zeit mehr sein will, als er ist und damit verdammt gut fährt.



Bilder der DVD




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