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IT, ESP 1970
Originaltitel:Arizona si scateno...e li fece fuori tutti
Alternativtitel:An den Galgen, Hombre
aka. Arizona
aka. Arizona Colt returns
aka. Arizona lets fly and kill everybody
aka. Arizona fuelve
aka. If you gotta shot someone ... Bang Bang
Länge:87:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sergio Martino
Buch:Ernesto Gastaldi, Joaquín Romero Hernández
Kamera:Miguel Fernández Mila
Musik:Bruno Nicolai
Darsteller:Antonio De Teffe, Rosalba Neri, Aldo Sambrell, Roberto Carmadiel, Jose Manuel Martin, Raf Baldassarre, Luis Barboo, Pinuccio Ardia, Fernando Bilbao, Emilio Delle Piane, Gildo Di Marco, Leonidas Guerra, Dan van Husen
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Arizona (Anthony Steffen) und Doppel-Whiskey (Robert Camardiel) jagen den Banditen Chico (Aldo Sambrell). Dieser soll das Gold des Hanzienda-Besitzers Moreno erbeutet haben. Die beiden Pistoleros geraten nacheinander in die Hände von Chico und seiner Bande.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Leider gehört dieser Transfer eindeutig zu den schlechteren der Italowestern Collection und wirkt selbst in Nahaufnahmen reichlich unscharf und verwaschen. Umso größer der Bildschirm, umso mehr zeichnet sich die Unschärfe ab. Hinzu kommen ein unruhiger Bildstand und ein meist steiler Kontast, der überwiegend unnatürlich wirkt. Die Farbgebung geht soweit in Ordnung, schwankt aber je nach Szene. Leider arbeitet auch die Kompression nicht sonderlich sauber und zeigt immer wieder Blockrauschen und Artefaktbildung. Das Bildrauschen wurde mit Filtern bearbeitet, wodurch stehende Rauschmuster und zum Glück "nur" leichte Bewegungsunschärfe entsteht. Bei vielen Szenen fällt es allerdings auch auf, dass die Qualität sehr stark schwankt und deutlich schlechter, teilweise ungenießbar wird. Woran dies liegt, lässt sich nur erahnen: Das Material könnte von einem anderen Master stammen. Trotz der Tatsache, dass der Film rund 37 Jahre auf den Buckel hat, bleibt das Resultat enttäuschend, da haben wir schon deutlich Besseres zu Gesicht bekommen, doch auch schon viel Schlechteres.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der deutsche Monotrack bleibt etwas dumpf und blechern, wobei Dialog noch gut zu verstehen sind und Verzerrungen kaum ins Gewicht fallen. Dafür lässt sich ein permanentes Rauschen im Hintergrund ausmachen. Der Italienische Mix klingt sehr kratzig, die Dialogen bleiben aber ebenfalls verständlich. Damals geschnittene Szenen liegen im Original mit deutschen Untertiteln vor.
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Extras
Extras
  • Sergio Martino: Schießt er noch oder schlitzt er schon? (12:08 Min.)
  • Dan van Husen: Gemüse pflastert seinen Weg (25:54 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:55 Min.)
  • DVD Credits
  • Hidden Feature
VerpackungDigiPack
 Auch wenn die DVD bildtechnisch nicht wirklich überzeugen kann, macht das Bonusmaterial umso mehr Spaß. Neben einem deutschen Trailer und einem Easter Egg gibt es zwei schöne Interviews zu begutachten. Da wäre einmal das 12minütige Interview mit Sergio Martino, in dem der Regisseur sich an die Produktion von "Der Tod sagt Amen" erinnert und einiges an Anekdoten zum Besten geben kann. Zudem spricht er noch über einige Filme, die ihm auch heute noch am Herzen liegen. Etwas ausführlicher wird es beim 26 Minuten langen Interview mit Dan van Husen, der uns hier einen durchaus umfangreichen Abriss seiner Karriere präsentiert und sich als sehr sympathischer und redefreudiger Gesprächspartner entpuppt, der eine Menge zu erzählen hat und auch kurz über seine Erfahrungen mit Klaus Kinski spricht. Dies ist von den beiden Interviews sicherlich das Beste; man sollte es gesehen haben!
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Fazit
"Der Tod sagt Amen" ist Sergio Martinos Erstlingswerk in puncto Italowestern (es sollte 7 Jahre später Interner Link"Mannaja" folgen) und ein grundsolider noch dazu. Ein Höhepunkt des Genres ist Martino sicherlich nicht gelungen, dafür ist die Rachestory zu altbacken und durfte schon viele Male besser gesichtet werden. Doch dank einer teilweise ziemlich sinnfreien und bekloppten Synchronisation wird man zu Beginn mit einigen netten Lachern versorgt. Sprüche wie "Vergiss nicht, die Bibel ist kein Kartenspiel" machen zwar kein Sinn, gehören heute aber zu den wichtigsten Zitaten der Italowestern-Geschichte, wobei dies natürlich nur dem deutschen Synchronstudio zu verdanken ist.
Die Geschichte selbst bleibt unterhaltsam, aber nicht wirklich interessant. Anthony Steffen spielt die Rolle des Arizona Colt zwar überzeugend und sein ständig besoffener Kumpel sorgt für einige pfiffige Randbemerkungen, aber Martinos statische und teilweise uninspirierte Regiearbeit machen "Der Tod sagt Amen" nicht wirklich zugänglich und selbst für Italowestern-Fans zu einem zweischneidigen Schwert. Auf der einen Seite stehen witzige Dialoge und ein überraschend gut spielender Anthony Steffen, auf der anderen Seite ist weder der Showdown noch der Rest der Inszenierung wirklich stimmig. Martino schafft es nicht Leben in die Bilder zu hauchen und eine stimmige Western-Atmosphäre zu erzeugen. Die gesamte Inszenierung wirkt einfallslos und Martino versucht nicht einmal die Atmosphäre in Bild und Ton passend einzufangen. Somit versagt "Der Tod sagt Amen" rein visuell auf ganzer Linie und darf sich leider zu den eher mittelmäßigen Italowestern zählen, der jetzt zwar keinen Totalausfall darstellt, sich wegen deutlich besserer Alternativen aber auch nicht zum mehrfachen Anschauen eignet.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Tod sagt Amen, Der
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