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USA 2006
Originaltitel:Halloween Night
Länge:82:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Spio/JK
Regie:Mark Atkins
Buch:Michael Gingold
Kamera:Mark Atkins
Musik:Mel Lewis
SFX:Tom Devlin
Darsteller:Derek Osedach, Rebekah Kochan, Scot Nery, Sean Durrie, Alicia Klein, Erica Roby, Amanda Ward, Jared Cohn, Jay Costelo, Michael Schatz, Amelia Jackson-Gray, Nicholas Daly Clark, Tank Murdoch, Eric Spudic
Vertrieb:Movie Power
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.10.2007 (Verleih) / 23.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Einst musste Christopher Vale dabei zusehen, wie maskierte Strolche seine Mutter vergewaltigten und ermordeten. Christopher selbst wurde bei dem Vorfall grotesk entstellt und fristet seither ein jammervolles Dasein in der Psychiatrie. Jetzt haben ihn die Pfleger einmal zu viel geärgert, und Christopher bricht aus, um Rache zu nehmen an allen, denen sein Aussehen nicht passt. Und jenen, die Masken tragen. Auf einer zufällig in der Nähe stattfindenden Halloween-Party einer Teenager-Clique wird er in vollem Umfang fündig.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer ist als solide zu bezeichnen. Abstriche müssen schon daher gezogen werden, da es sich bei "Halloween Night" um einen Independent-Film handelt. So darf man die Schärfe auch nur als durchschnittlich bezeichnen, da sie eindeutig zu weich wirkt und viele Details nicht ausreichend wiedergegeben werden. Hinzu gesellt sich noch ein leichtes Bildrauschen, das gerade in dunklen Szenen an Stärke gewinnt, und hier nochmals einige Details beeinträchtigt. Die Farben gehen wiederum in Ordnung und wirken meistens natürlich. Ist dies einmal nicht der Fall, liegt es auch an der teilweise schlechteren Ausleuchtung des Sets. Positiv fällt vor allem der Kontrast auf, der trotz des dunklen Bildes sehr ausgewogen wirkt und keine Details beeinträchtigt. Die Kompression leistet sich eher selten kleinere Ausrutscher in Richtung dezentem Blockrauschen in homogenen Flächen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo), Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der eindeutige Gewinner von den vorhandenen Tonspuren ist die Originalfassung in englischer Sprache, welche in Dolby Digital 5.1 vorliegt und einen stimmigen Raumklang durch passende direktionale Effekte schafft, aber durch die vielen Dialoge auch sehr frontlastig klingt. Bei der deutschen Synchronfassung muss man sich leider mit einer Stereospur begnügen, die zwar über eine dynamische Abmischung sowie eine gute Dialogwiedergabe verfügt, aber die hinteren Lautsprecher in Schweigen hüllt. Durch Störgeräusche wird man zu keiner Zeit abgelenkt, den beide Tonspuren sind frei davon. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Synchronisation allerdings dennoch, da nicht jede Stimme passend besetzt wurde. Deutsche Untertitel, die es ermöglichen würden auf den Originalton zurückzugreifen, werden nicht geboten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Cast und Crew
  • Deleted Scenes (10:41 Min.)
  • Hinter den Kulissen (3:50 Min.)
  • Bloopers und Outtakes (8:50 Min.)
  • Originaltrailer (0:59 Min.)
  • Trailer "Pit Fighter" (2:09 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist für eine derartige Produktion recht umfangreich ausgefallen und glänzt zuerst mit einem Audiokommentar der Crew. Dieser ist informativ ausgefallen kann aber einen gewissen Werbeeffekt nicht verleumden. Leider hat man es nicht geschafft deutsche Untertitel anzubieten. Dies betrifft das gesamte Bonusmaterial und sollte bei einer deutschen Veröffentlichung eigentlich nicht der Fall sein. Interessant sind auch die Deleted Scenes, bei denen man sich, gerade was die Anfangssequenz betrifft, fragt, warum diese rausgenommen wurden, machen sie den Film doch wesentlich runder. Das "Hinter den Kulissen"-Material ist allerdings nicht der Rede wert und besteht aus Filmausschnitten, die durch ein Interview mit Produzent David Michael Latt unterbrochen werden. Da kann man sich schon wesentlich besser mit den Bloopers und Outtakes unterhalten, die mal wieder zeigen, wie man es nicht machen sollte. Der Originaltrailer sowie ein weiterer Trailer beenden schließlich die Bonussektion.
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Fazit
Wie üblich, wenn große Studios einen Film vorbereiten lassen, lässt es sich die kleine Independent-Schmiede Asylum nicht nehmen ihre Version vor- oder hinterher zu schieben. Als Interner Link"Rob Zombies Halloween" bevorstand, wollte man einen eigenen kleinen Slasher unters Volk bringen und scheiterte genauso wie das Vorbild. Zwar ist der Veröffentlichungszeitraum mit Halloween gut gewählt, doch hapert es mal wieder an einer ordentlichen Umsetzung. Dass Carpenters Interner Link"Halloween" stellenweise nur kopiert wurde, ist hierbei das kleinste Übel, aber an den Darstellern und der technischen Umsetzung kann man sich nicht wirklich gewöhnen.
Der Plot ist schnell erzählt: Chris muss als kleiner Junge mit ansehen, wie seine Mutter im Auftrag des eigenen Vaters brutal vergewaltigt und ermordet wird. Als ungebetener Zeuge soll nun auch er dran glauben, doch trifft die Kugel der Pistole nicht ihn sondern das Heizungsrohr neben ihm, was zur Folge hat, dass sein ganzer Körper verbrüht wird. 10 Jahre später bricht er, ausgehend von einem Scherz seiner Pfleger, aus der Irrenanstalt aus, in der er sich befand, weil er die Vergangenheit nicht verarbeiten konnte. Sein Weg führt ihn direkt in sein altes Heim, in dem am heutigen Abend eine große Party stattfinden soll - schließlich ist Halloween. Nun bekommt Chris genug Kanonenfutter serviert, um sein altes Heim ordentlich in der Farbe Rot zu tapezieren. Die Effekte sind dann zwar einfach gehalten, aber nett anzusehen und stellenweise sogar recht brutal ausgefallen. Chris darf eine breite Palette an Waffen an den vorhandenen Teenager ausprobieren. Zudem werden wieder einige Szenen gezeigt, die nur als Füllszenen dienen, um ein paar nackte Brüste in die Kamera zu halten, die auch weitestgehend hübsch anzusehen sind und von der vorhersehbaren Geschichte kurzzeitig ablenken können. Auch der Killer wirkt mit seinem entstellten Gesicht eher wie mit einer Maske versehen, da er keinerlei Regungen zeigt und wohl auch nicht kann. Über einen 08/15-Slasher wäre der Film so oder so nicht hinaus gekommen, doch mangelt es an Erzähltempo, das den Film wesentlich länger erscheinen lässt als 80 Minuten. Gegen Ende hagelt es aber dann doch noch einen derben Schlussgag, der wenigstens etwas wieder gut machen kann. Wirklich Freude machen aber die ordentlichen Logiklöcher, denn wenn der Killer als Kind in die Klinik eingeliefert wird und nach 10 Jahren ausbricht und zudem noch Auto fahren kann, obwohl er es nie gelernt hat, darf man als Zuschauer schon etwas verwundert schauen - oder sich an den originalen "Halloween" erinnern, wo es ähnlich lief. Dies ist nur ein Beispiel, dem aber noch Weitere folgen, wenn man genau hinsieht. Beabsichtig werden diese Situationen wohl nicht gewesen sein und dürften am doch wohl hingeschluderten Drehbuch von Michael Gingold liegen. Wirklich glücklich wird man mit diesem eher lauen Süppchen des Slashergenres wohl nicht werden, aber Fans von Asylum sollten wissen, was sie erwartet.

Aber Achtung: Neben der hier besprochenen ungekürzten Version, welche juristisch geprüft wurde, gibt es auch eine gekürzte Fassung, die von der FSK mit dem Siegel "keine Jugendfreigabe" versehen wurde und für die Kaufhäuser erstellt wurde. Von dieser Fassung raten wir ab, denn durch den dezimierten Gewaltfaktor büßt der Film letztendlich sein letztes Quäntchen Unterhaltung ein.



Bilder der DVD




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