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D, IT 1973
Originaltitel:Mala Ordina, La
Alternativtitel:Hired to Kill
aka. Hit Men
aka. Italian Connection, The
aka. Manhunt in Milan
aka. Manhunt in the City
aka. Rocco
aka. Eisenfresser, Der
aka. Tod des Paten - Die Hände voller Blut, Der
Länge:91:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Fernando Di Leo
Buch:Fernando Di Leo, Augusto Finocchi, Ingo Hermes
Kamera:Franco Villa
Musik:Armando Trovajoli
SFX:Basilio Patrizi
Darsteller:Mario Adorf, Henry Silva, Woody Strode, Adolfo Celi, Luciana Paluzzi, Franco Fabrizi, Femi Benussi, Gianni Macchia, Peter Berling, Francesca Romana Coluzzi, Cyril Cusack, Sylva Koscina, Jessica Dublin, Omero Capanna, Giuseppe Castellano, Giulio Baraghini, Andrea Scotti, Ulli Lommel
Vertrieb:NEW
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:05.07.2006 (Kauf)



Inhalt
Machtkampf in der Mafia. New York contra Milano. Heroin im Wert von 3 Millionen Lire ist spurlos verschwunden. Die italienische Mafia hat einen Sündenbock: Zuhälter und Kleinganove Luca Canali. Unschuldig wird er zum Freiwild erklärt. Freunde werden zu Verrätern. Profi-Killer jagen ihn. Sie töten seine Frau. Sie töten sein Kind. Allein auf sich gestellt, wird der Gejagte zum Jäger. Sein Ziel: Rache - Rache an Don Vito Tressoldi, dem Mafiaboss ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Vermutlich wurde abermals die italienische Vorlage von Raro genutzt. Das soll kein Vorwurf sein, denn die Raro-DVDs sind immer sehr gut gemacht, warum also nicht auch für den deutschsprachigen Raum nutzen? Das resultiert in einem farbkräftigen, strahlenden Bild, dem bis auf ein geringes Rauschen keine analogen Beschädigungen mehr anhaften. Keine Szene zeigt Unschärfen, vielmehr hat man sich bemüht, jedes Detail akkurat wiederzugeben. Der Fan des Filmes wird sich über diesen Glanz, in der das Bild im Originalformat erstrahlt, sicherlich freuen. Für 5 Punkte hätte es noch etwas mehr Konturenschärfe bedurft, aber weit ist es davon nicht.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Deu, En, It), Dolby Digital 2.0 Mono (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für nicht synchronisierte Passagen
 Aua, aua, aua! Der deutsche Ton ist von ziemlich bescheidener Qualität und man braucht mindestens 10 Minuten, bis man sich dran gewöhnt hat. Ob man sich danach damit arrangieren kann, liegt wohl daran, ob man Wert auf gute Klangeigenschaften legt. Das hohe Zischeln ist typisch für das Alter, die blecherne Akustik aber mit der Vielzahl an ploppenden Nebengeräuschen, die klingen, als ob man das Klappern von Metallbesteck und -geschirr im Einsatz hört, ist aber störend und macht sich in jeder Szene bemerkbar. Dabei sind die Dialoge gar nicht so schlecht, es klingt vielmehr nach einem herben Material- bzw. Masteringfehler. In einigen Passagen gibt es wieder mal keine deutsche Synchro. Hier schaltet sich der englische Ton ein und deutsche Untertitel, die es übrigens auch komplett gibt, sind aktivierbar. Den italienischen Ton gibt es obendrauf, der ebenso wie das Englische einen guten, weil altersgemäßen Eindruck macht. Etwas unklar ist, warum der deutsche Ton einmal im Monomodus und einmal als gesplitteter Stereotrack vorhanden ist. Eins von beiden hätte gereicht.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (2:14 Min.)
  • Trailer (4:02 Min.)
  • Über "Der Mafiaboss" (8:40 Min.)
  • Super 8-Fassung (31:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Der Tollwütige (3:05 Min.)
    • Der Einzelkämpfer (2:45 Min.)
    • Der Berserker (3:14 Min.)
  • DVD-ROM-Teil:
    • Aushangfotos (18 Bilder)
    • Plakatmotive (5 Bilder)
    • Werberatschläge (4 Bilder)
    • Neues Filmprogramm: Der Mafia-Boss (3 Seiten)
    • Werberatschlag USA (11 Seiten)
    • Werberatschlag D (6 Seiten)
VerpackungKleine Buchbox
 Der DVD-ROM-Teil ist bei NEW immer ein Genuss, denn dort befinden sich hochauflösende Scans von deutschem und englischsprachigem Aushangmaterial, sehenswerte Plakatmotive, ein paar Kärtchen mit Werberatschlägen und drei Dokumente mit weiterem Werbematerial. Es wird davon ausgegangen, dass Programme zum Öffnen von PDF- und TIF-Dateien auf dem PC vorinstalliert sind, aber das sollte fast immer der Fall sein.
Die mit jedem Standalone-Player abspielbaren Extras beinhalten abermals das Aushangmaterial, nun aber meist gezoomt, den Trailer zu dieser und drei weiteren Italo-Granaten und die Super 8-Fassung, die auf kaum fassbare 32 Minuten zusammengestutzt wurde, um sie auf der Rolle unterzubringen. Außerdem gibt ein Text eines Fans Aufschluss über die Produktion und ihre Umstände.
Der Film erscheint wieder in zwei Covervarianten, wobei es jeweils bei der kleinen Hartbox und den Extras bleibt. Zum einen ziert Mario Adorfs verbissen schauendes Konterfei das Cover, was auch für andere Cover verwendet wurde und aus dem Aushangsatz erstellt wurde und zum anderen gibt es ein wesentlich schöneres und stilvolleres Plakat. Dagegen kann die erste Version kaum antreten.
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Fazit
Irgendetwas ist anders im italienischen Genre-Film, wenn Mario Adorf ins Bild kommt. Statt dem eiskalten Macho mimt Adorf eher den gutmütigen, warmherzigen Typen, dem man den kleinen, mit dem Bauch denkenden Gangster zwar abnimmt, nicht aber den rauen Zuhältertypen. Den muss er hier auch nicht verkörpern. Vielmehr hat er zu seinen weiblichen Angestellten ein sehr gutes Verhältnis, erweist sich sogar als Familienvater und hat selbst vor dem großen Showdown noch Zeit mit einer kleinen Katze zu knuddeln, die zwischen den Teilen des Schrottplatzes umhermauzt.
Da passt es umso mehr, dass er vom Skript erst einmal in die Defensive gedrängt wird, bis ihm das falsche Spiel mit ihm und seiner Familie den Kopf platzen lässt. Im Grunde ist die dem amerikanischen Kino entliehene Geschichte eine simple Verfolgung des Kleinganoven Canali, der zum Sündenbock für verloren gegangenes Drogengeld gemacht wird. Das beordert zwei amerikanische Killer nach Mailand, die wiederum Druck auf den ansässigen Boss (Adolfo Celi) ausüben. Dass dieses Katz-und-Maus-Spiel zu keiner laschen Nummer wird, dafür sorgen die charismatischen Figuren, die von ebenso charismatischen Darstellern eingespielt wurden. Henry Silva und Woody Strode sind als ungleiches, aber auch unbarmherziges Duo auf Adorfs Fersen. Dass es nicht so todernst zugeht, sondern der Film auf leichte Unterhaltung ausgelegt ist, zeigen einige bewusst karikierte Randfiguren im Rotlichtmilieu, aber auch Silva selbst muss sich von einer Professionellen in die Schranken weisen lassen als er es mit seinem losen Mundwerk wieder etwas übertreibt. Da muss man schon schmunzeln.
Es ist eben kein Interner Link"Milano Kaliber 9" (ebenfalls unter der Regie von Fernando di Leo), aber trotzdem eine wahnsinniger Mix aus leichter Erotik (die Hippie-Damen sind ebenso zeigefreudig wie die Frauen des horizontalen Gewerbes), unterschwelliger Komik und auch etwas Dramatik, die Adorf letztlich zum Explodieren und damit Handeln zwingt. Auf Stunts und Action der alten Schule darf man sich ausreichend freuen, da die Darsteller sichtlich mit Körpereinsatz dabei sind, was dem Realitätsgrad zuträglich ist. In einer ihrer ersten Rollen ist Lara Wendel als Adorfs Filmtochter zu sehen, die später das italienische Kino mit Auftritten in Interner Link"Killing Birds Raptors" oder "The Red Monks" beehren sollte, aber auch sonst sind durchweg bekannte Gesichter in Nebenrollen besetzt. Sogar ein Ulli Lommel (Interner Link"The Boogeyman") hat sich im tanzenden Pulk versteckt.

"Der Mafiaboss" ist eine absolute Empfehlung an alle Gangster/Sleaze-Fans da draußen, das mit einem formidablen Staraufgebot des Genres und besonders einem Mario Adorf in Höchstform aufwartet, weil dieser ein Meister der Mimik ist. Wenn der austickt, dann rette sich wer kann! Aber bitte nicht die gekürzte Auflage von Starmedia besorgen, sondern bei der vollständigen und bis auf den Ton sauber produzierten NEW-Scheibe zugreifen.



Bilder der DVD




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