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USA 2006
Originaltitel:In Her Line of Fire
Alternativtitel:Air Force Two
aka. Airforce 2 Down
Länge:83:58 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brian Trenchard-Smith
Buch:Paula Goldberg, Anna Lorenzo
Kamera:Neil Cervin
Musik:David Reynolds
Darsteller:Mariel Hemingway, David Keith, David Millbern, Jill Bennett, Paul Dzenkiw, Jesse Hutch, Sydney Jackson, Patrick Kake, Rene Naufahu
Vertrieb:McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.02.2007 (Kauf)



Inhalt
Sergeant Major Lynn Delaney ist eine gestählte, kampferfahrene Secret Service-Agentin. Als Marine hat sie am Golfkrieg teilgenommen, jetzt beschützt sie den Vize-Präsidenten der USA. Dieser Job stellt sie vor die härteste Aufgabe ihrer Laufbahn: Nach dem Absturz der Air Force 2 können sich der Vize-Präsident, zwei Journalisten und Delaney auf eine abgelegene Insel vor der südamerikanischen Küste retten. Doch dort trainiert eine schwer bewaffnete Rebellentruppe für die Revolution. Ihr grausamer Anführer befiehlt die Jagd auf die Überlebenden und nimmt den Vize-Präsidenten als Geisel. Nur Lynn Delaney kann entkommen. Ganz auf sich allein gestellt nimmt die kriegserprobte Agentin den Kampf um das Leben des Vize-Präsidenten auf ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die B-Produktion macht einen sauberen Eindruck, mehr zu erwarten wäre kaum realistisch. Die Farben sind durchweg knallig gestaltet, wobei sie ebenso wie der Kontrast als typisch für eine DV-Produktion gelten. Denn die grünen Blätter des Dschungels haben eine etwas seltsame Färbung und der Himmel ist ebenso etwas trüb. Da man es fast durchgängig mit sehr gut ausgeleuchteten Szenen zu tun hat, bleiben jegliche Szenen trotz kleinerer Überstrahlung hier und da bestens erkennbar, selbst in der Nachtszene. Leichtes Rauschen ist fast überall zu sehen, der Grund, warum sich die Wertung "nur" auf 4 Punkte einpendelt, ist aber bei der Schärfe zu suchen. Besonders ein Schwenk oder eine schnelle Bewegung lassen die ohnehin etwas unterentwickelten Details verwischen. Sonst wird ein frisches, wenn auch nicht knackscharfes Bild geboten. Dass die DVD in diesem Bereich nicht besser ausfällt, ist ziemlich deutlich auf das gedrehte Material zurückzuführen. Aber wie auch immer, hier ging es eh nur um die Entscheidung zwischen 4 und 5 Punkten, den Action-Fan wird's also sehr zufrieden stellen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch beim Ton wird man nicht enttäuscht werden, eher noch überrascht sein. Denn im Deutschen macht sich besonders im Score ein sehr druckvoller Bass breit, der für klangliche Höchstleistungen sorgt. An Surround-Effekten kann man sich auf ein paar wirkungsvolle Spielereien gefasst machen, die jedoch bei besserem Sounddesign wesentlich öfter und beweglicher wären. Kein Grund zur Klage, den gibt es lediglich bei dem, was die Frontlautsprecher fabrizieren. Denn dort klingen einige Geräusche, z.B. Schüsse oder das Laufen durch ein Abwasserrohr, zu dünn bzw. leicht blechern. Ansonsten stimmt die Abmischung, auch wenn sie deutliche Unterschiede zum englischen Original aufweist. Dort sind die Dialoge viel lauter eingebracht, vielleicht etwas zu laut, aber auch lebendiger und der Bass ist weniger stark ausgeprägt. Vielleicht macht das Original deswegen einen etwas helleren Eindruck.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:58 Min.)
  • Fotogalerie (20 Bilder)
  • Programmhinweise:
    • The Breed (1:52 Min.)
    • Graves End (2:05 Min.)
    • Reeker (1:57 Min.)
    • Dallas 362 (2:02 Min.)
    • Shadow Of The Sword (1:47 Min.)
    • Puerto Vallarta Squeeze (2:16 Min.)
    • Saint Martyrs - Stadt der Verdammten (1:16 Min.)
    • Stephen King's Riding The Bullet (1:22 Min.)
    • Sonata (2:23 Min.)
  • DVD-Credits (5 Seiten)
VerpackungKeepCase
 Das DVD-Menu sieht nett aus, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es kein sehenswertes Zusatzmaterial enthält. Der Trailer ist fast schon Standard und die Bildergalerie wenig ergiebig.
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Fazit
Was wäre der Film wohl ohne die sichere Hand von Regisseur Brian Trenchard-Smith (Interner Link"Insel der Verdammten", Interner Link"Leprechaun 3") gewesen? Ein weiterer unnötiger Söldner-Action-Film? Wahrscheinlich, ist er doch hoffnungslos einfallslos geskriptet, als ob es das Szenario "Flugzeugabsturz auf Insel voller schießwütiger Rebellen" nicht schon genug gegeben hätte. Zudem macht man keinen Hehl daraus, dass sich die 2006er Produktion bei allen Klischees bedient, die das Genre so hervorgebracht hat, angefangen vom Flugzeugabsturz, den die kleine Besatzung seltsamerweise trotz plötzlichem Tauchkurs überlebt, über den kernigen, kampferprobten Präsidenten (David Keith, "Die Indianer von Cleveland 2") bis hin zum Rebellenführer, der sein Land verrät, weil er glaubt, dass seiner Familie nie die Ehre zuteil wurde, die ihr zusteht. Dazu kommt, dass die Action-Szenen für verwöhnte Zuschauer nichts sind, da bereits Mündungsfeuer der schlichten Animationstechnik eines Computers entspringen, man auf ausgefeilte Kampfszenen oder realistische Schusswechsel eh verzichten muss und selbst die Explosionen im Vergleich zu anderen Produktionen eher Tischfeuerwerk sind.
Der Spaß stellt sich aber trotzdem ein, vielleicht weil man dem Vize-Präsidenten nie und nimmer abkauft, dass er einer wäre, vielleicht auch, weil der Bösewicht von der ersten Sekunde zum Scheitern verurteilt ist, daher sämtliche Kugeln der zahlreichen Söldner ins Unterholz einschlagen anstatt in die heldenhafte Dreiergruppe, aber auf jeden Fall, weil wirklich keine einzige Szene überflüssig scheint. Die Szenen sind trotz inhaltlicher Selbstentblösung stets abwechslungsreich gehalten, hier und da kracht es mal gewaltig und man muss nie nach Anspruch suchen. Für Spaß sorgt als starke Frau Mariel Hemingway, die zum Drehzeitpunkt bereits die 40er Grenze erreicht hat und als Topkämpfer den Männern im Film heftig einheizt. Leider verschweigt uns diese DVD-Fassung die Romanze zu der mitgeschleppten Reporterin, die mal nicht zickig durch den Dschungel zetert, sondern am gleichen Strang zieht, was eine durchweg sympathische Front an Protagonisten zulässt.

Das Schöne an "Air Force 2", der sich durch seine Titelgebung geschickt an "Air Force One" heften möchte - der Originaltitel Interner Link"In Her Line Of Fire" ist da ebenbürtig -, ist die durchgängige gute Laune. Es wird nicht zu dick aufgetragen, sondern angenehm durch die Szenen gehetzt, ohne sich auf zu ernste Themen einzulassen. Das Cover macht da einen etwas anderen Eindruck, der Action-Anteil wird dort aber adäquat angerissen.

Die DVD ist solide produziert, leider aber nicht ungekürzt. Somit ein fatales Aus für den Streifen. Der funktioniert zwar auch in dieser Version bestens, aber welcher Filmfan wird schon zugreifen wollen, wenn er weiß, dass es irgendwo da draußen noch mehr gibt.



Bilder der DVD




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