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USA 2006
Originaltitel:Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film
Alternativtitel:Going to Pieces: Die ultimative Tour durch ein blutiges Genre
Länge:88:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jeff McQueen
Buch:Adam Rockoff
Kamera:Michael Fimognari
Musik:Harry Manfredini
Darsteller:Malek Akkad, John Carpenter, Lilyan Chauvin, Bob Clark, Wes Craven, Sean S. Cunningham, Herb Freed, Amy Holden Jones, Jeff Katz, Paul Lynch, Harry Manfredini, Armand Mastroianni, Rob Zombie, Joseph Zito, Betsy Palmer
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAl
Regionalcode:2
DVD-Start:15.05.2007 (Verleih) / 21.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Inspiriert von Interner Link"Psycho" und anderen europäischen Horrorfilmen, tritt in den späten 70ern und Anfang der 80er Jahre, ein neuer Typ des Horror-Unholds auf und verleiht einem übel beleumundeten Subgenre seinen Namen: Das Slasher Movie, der Schlitzerfilm, ist geboren. Auf Kassenschlager wie "Halloween", "Freitag der 13." und Interner Link"A Nightmare on Elm Street" folgen sehr viele Trittbrettfahrer. Nach einer kurzen Krise Ende der 80er nimmt der Boom mit Interner Link"Scream" wieder volle Fahrt auf. Heute werden mehr Slasher Movies denn je gedreht.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAl
 Bei einer Dokumentation fällt eine Bildbewertung schwer. Zu unterschiedlich ist das gezeigte Material, als dass man hier eine wirkliche Beurteilung abgeben könnte. Die Filmauschnitte schwanken deutlich in ihrer Qualität und auch die Interviews unterliegen einer sehr unterschiedlichen Qualität. Sie wirken oftmals verpixelt und zeigen deutliche Blockbildung, was sehr ungewöhnlich ist, da dieses Phänomen bei den Auschnitten der einzelnen Filme eigentlich nie auftritt. Farben und Kontrast sind je nach Ausgangsmaterial als solide bis gut einzustufen und die Schärfe befindet sich auf einem ebenfalls sehr schwankenden Niveau, erreicht aber nie wirklich gute Werte. Dennoch können wir mit dem anamorphen Transfer (einige Sequenzen zeigen schwarze Balken links und rechts) recht zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zwar liegt der Soundtrack in der deutschen Fassung in Dolby Digital 5.1 vor, aber Räumlichkeit wird keine erzeugt. Meist spielt sich das Geschehen im Frontbereich, vornehmlich dem Center, ab und lediglich bei den Filmsequenzen dürfen die Rears das ein oder andere mal ein wenig Musik zum Besten geben. Insgesamt für eine Doku recht ordentlich, zumal die Voice-Over-Stimme der deutschen Fassung sauber und klar zu verstehen ist. Die englische Version liegt in Stereo vor und bietet eine saubere Stereofront, welche uns auch von der alternativen Stereospur der deutschen Fassung geboten wird. Optional gibt es deutsche Untertitel, sowie Standarduntertitel für die englischsprachigen Filmsequenzen.
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Extras
Extras
  • Trailer beim Start:
    • Unkown (2:03 Min.)
    • ALI G IN DA USAiii (1:04 Min.)
  • Audiokommentar der Filmemacher
  • Horror Trivia
  • Eine Nachricht von Autor Adam Rockoff (3 Texttafeln)
  • Deutscher DVD-Ankündigungs-Trailer (1:16 Min.)
  • Interviews: (32:42 Min.)
    • John Dunning (5:00 Min.)
    • Paul Lynch (3:00 Min.)
    • Bob Clark (5:35 Min.)
    • Joseph Stefano (10:10 Min.)
    • Fred Walton (6:01 Min.)
    • Stan Winston (2:53 Min.)
  • Trailershow:
    • Hooligans (1:45 Min.)
    • Renaissance (1:26 Min.)
    • Feed (1:23 Min.)
    • Five Fingers (1:46 Min.)
    • Killzone (1:39 Min.)
    • Shutter (2:22 Min.)
    • Intermission (2:13 Min.)
    • Terkel (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die Extras sind leider etwas mager ausgefallen. Neben diversen Trailern, einer Texttafel mit einem Regiekommentar, 30 Minuten an Interviews diverser Regisseure, Darsteller und Make-Up-Künstler, gibt es noch ein kleines Horrortrivia-Spiel. Nett, aber mehr auch nicht. Interessanter ist da schon der leider nicht untertitelte Kommentar der Macher ausgefallen, der bei vielen Zuschauern mangels guter Englischkenntnisse wohl eher nicht in Aktion kommen wird, wobei die Macher mit einigen netten Infos aufwarten können.
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Fazit
"Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film" ist eine sehenswerte Dokumentation über - wie der Name es schon sagt - eines der beliebtesten (und markwirtschaftlich attraktivsten) Subgenres des Horrorfilms. Informativ und unterhaltsam wird hier mittels Collagen von Filmausschnitten, Interviews, alten Postern, Zeitungen und Werbematerialien ein interessanter Blick hinter die Kulissen geworfen. Dabei werden weniger psychologische Aspekte einzelner Filme aufgezeigt, vielmehr wie die Marketingmaschinerie, die mit dem Überraschungserfolg Interner Link"Halloween" aufblühte, funktionierte und welche Faktoren die Filme letztendlich zu Publikumsmagneten machten. Dass es zu einer deutschen Veröffentlichung gereicht hat ist verwunderlich, sind die Filmausschnitte doch meist der blutigsten Art und viele "Highlights" berühmt-berüchtigter §131er darunter. Wo wir bei dem größten Kritikpunkt der Dokumentation wären: Man sollte schon ein ausgesprochener Kenner dieses Genres sein, will man sich nicht den Spaß an etwaigen unbekannten Filmen verderben. Unter anderem wird hier das Ende des klasse Films "Ab in die Ewigkeit" gezeigt und der psychologisch wirklich verstörende Plottwist von Interner Link"Camp des Grauens" vorweggenommen! Auch Grundlagenwissen um die Materie (die Killer, die Opfer, das letzte Aufbäumen etc.) sollte schon gegeben sein, wird es doch nur kurz angerissen und setzt diese Dokumentation doch ihren Schwerpunkt auf anderes - nämlich wie bereits erwähnt auf den markwirtschaftlichen Aspekt. Dies beinhaltet natürlich auch Problematiken wie die Zensur durch die MPAA (hier an Interner Link"Blutiger Valentinstag" schön dargestellt) oder aber dem Wetteifern der verschiedenen Studios um den nächsten Kassenerfolg (Interner Link"Halloween" vs. Interner Link"Freitag der 13."). Schon sehr schön anzusehen, wer alles für diese fürs amerikanische Kabel-TV produzierte Dokumentation vor die Linse gezerrt wurde: John Carpenter und Sean S. Cunningham dürfen natürlich nicht fehlen, F/X-Maestro Tom Savini widmet man gar einen ganzen Abschnitt (Gore Galore!), aber auch bekannte Produzenten wie Debra Hill (Interner Link"Halloween") oder Musiker (Harry Manfredini, Interner Link"Freitag der 13te") kommen hier zu Wort.
Klar, der Schwerpunkt des Ganzen liegt ob verschiedener Teilabschnitte meist immer auf dem markwirtschaftlichem Aspekt, welcher sich wegen anfänglicher wiederholender Abfolge von Produktionskosten, Entstehung, Publikumserfolg und Einspielergebnisse leicht ermüdend auswirken kann, später jedoch wird dieses Informationsfragment von harten Dollars mehr in den Hintergrund gerückt. Die schiere Flut an wirtschaftlichen Informationen macht jedoch in Verbindung mit interessanten Anekdoten und Filmausschnitten richtig Spaß. Wusstet ihr z.B. dass der Film Interner Link"Stille Nacht, Horror Nacht" zu Proteststürmen in der Bevölkerung führte, weil der Weihnachtsmann als wahnsinniger Killer dargestellt wurde und man um die psychische Entwicklung der Kinder bangte? Wenn auch wo ein "roter Faden" fehlt, die Aneinanderreihung Ddutzender von Filme ziemlich achronologisch ist und manch interessante Facette (der Slasherfilm in Europa, Einflüsse von Mario Bavas Interner Link"Bay of Blood" auf Interner Link"Freitag der 13.") nur kurz (keine 2 Minuten?!) abgehandelt wird, so ist die Dokumentation insgesamt doch ziemlich gelungen. Am Rande sei noch noch erwähnenswert, dass man sich hier nicht nur auf die "Großen" des Genres konzentriert hat, sondern auch Nischenfilme (z.B. "Die Horror-Party") und ihren Machern ihr wohlverdienter Platz eingeräumt wird. Insgesamt eine klare Empfehlung für Hardcore-Horrorfreaks, die Dokumentarfilme über ihr liebstes Genre mögen. Und nur die sollten sich "Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film" anschauen. Alle anderen dürften nach Genuss dessen dankend den Großteil dieser Filme ablehnen, da ihnen nun schon die "Highlights" bekannt sein dürften.

Die deutsche DVD ist doch tatsächlich völlig ungekürzt und das obgleich hier Szenen gezeigt werden, aufgrund dessen die jeweiligen Fassungen in Deutschland beschlagnahmt wurden. Die technische Seite der Disc ist ordentlich, obgleich wir uns eine weniger pixelige Bildqualität gewünscht hätten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsSlasher-Doku "Going to Pieces"
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