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USA 2005
Originaltitel:Cup Of My Blood
Länge:103:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Lance Catania
Buch:Lance Catania, Kenneth Nilsson
Kamera:Lance Catania
Musik:Robert McNaughton
Darsteller:Daniel Patrick Sullivan, Janina Gavankar, Allie Smith, Roger Anderson, Lance Mulvaney, Circus-Szalewski, John Turk, Quiana Whittler, Terrina Reese, Gunnar Lewis, Mark Nilsson, Brent Douglas, Lana Cheney, Laurence Skorniak, Darryl Warren, Madrid St. Angelo, Gary Sugarman, Ana María Alvarez, Daniella Farghal
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.03.2007 (Verleih) / 27.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Nach dem spurlosen Verschwinden seiner Frau fällt der Kunstfotograf Jack in ein seelisches Tief. Völlig heruntergekommen schlägt er sich mit schmierigen Fotojobs für die Pornoindustrie durch. Doch als er Zeuge eines Unfalls wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Eines der Unfallopfer händigt Jack eine mysteriöse kleine Holzkiste aus und gibt ihm die Anweisung, diese Kiste niemals aus den Augen zu verlieren und auch niemals zu öffnen. Noch bevor Jack irgendwelche Fragen stellen kann, stirbt die schwerverletzte Unbekannte an ihren Verletzungen. Von nun an wird Jack von düsteren Mächten gejagt und er muss erkennen, dass er niemandem mehr trauen kann. Als Teil einer düsteren religiösen Verschwörung muss er nicht nur um sein Leben kämpfen, sondern um die Seelen der gesamten Menschheit.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Stilistik ist kaum zu übersehen und verlangt einiges an Eingewöhnung, denn fast durchgängig mit einem starken Grünfilter konfrontiert zu werden, passiert doch eher selten. Hier sind lediglich ein paar wenige Rückblenden "normal" gefärbt, alles andere ist mit einem dunklen Grün bzw. Gelb überzogen. Der Kontrast wurde ebenfalls beeinflusst. So ist das Bild nicht nur schattig, sondern oftmals über die Norm hinaus abgedunkelt. Man muss es sich so vorstellen, dass Gesichter oft halbseitig ausgeschwärzt sind. Durch die Filterung geht leider auch einiges an Detailschärfe verloren. Zu deutlich gibt sich diese Unschärfe aber nicht, lediglich Oberflächen sind etwas zu glatt. Die Wertung für das saubere, aber düster veränderte Bild kann sich also nur knapp auf 4 Punkte zubewegen. Dass z.B. eine Rauschfilterung vorgenommen wurde, ist im Detail klar erkennbar, was auch die etwas eintönigen Texturen erklären würde. Weniger bedeutend sind zwei kurze Bildfehler (z.B. Minuten 63:52) und die etwas unruhige Kompression im Schwimmbad.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Effekte und Surround-Einspielungen hebt sich "Cup Of My Blood" für Schlüsselmomente auf, so scheint es anfangs. Denn es gibt in den ersten 50 Minuten immer wieder zu lange Durststrecken, die sehr frontlastig und ereignislos ausfallen. Erst danach stellt sich wieder durchgängig raumfüllende Aktivität ein. Der Klang ist dafür ohne Ausfälle sehr gelungen, also bassreich, dynamisch und hell. Gleiches gilt für den englischen O-Ton, der einer geringfügig anderen Tonhöhe vorliegt. Es gibt komplette deutsche Untertitel, leider hat hier die Qualitätsprüfung aber ein wenig gepennt. In einigen wenigen Szenen des Filmes werden feste englische Untertitel eingeblendet, weil im Original dort nicht Englisch gesprochen wird. Leider liegen die deutschen Untertitel dann genau darüber, was sie schlecht erkennen lässt.
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Extras
Extras
  • Phantom im Pool (4:25 Min.)
  • Scooter wird gekreuzigt (3:28 Min.)
  • Die digitalen Effekte (6:48 Min.)
  • Interviews:
    • Lance Catania (13:49 Min.)
    • Kenneth Nilsson (5:11 Min.)
    • Daniel Patrick Sullivan (9:55 Min.)
    • Janina Gavankar (8:32 Min.)
    • Trailer (1:44 Min.)
    • Deleted Scenes (24:25 Min.)
  • Trailershow:
    • Mangler Reborn (1:34 Min.)
    • Mucha Sangre (1:32 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • The Crossing (2:07 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
VerpackungKeepCase im Metallschuber
 Im Bonusmaterial wird an drei Stellen etwas zu den Effekten erklärt. "Phantom im Pool" dreht sich um die Schwierigkeiten, eine modifizierte Schaufensterpuppe in einem Wasserbecken zu versenken und zu positionieren, während "Scooter wird gekreuzigt" die unappetitliche Opferungsszene angeht, welche von ihrem "Opfer" per Videointerview erklärt wird. "Die digitalen Effekte" beschreibt den gut versteckten Einsatz von CGI im Film und schneidet auch die Nachforschungen an, die es zu tätigen gab, um einen Kopfeinschuss realistisch in einen Effekt zu verwandeln.
Unter "Interviews" hat man Zugriff auf Gesprächsrunden mit dem Regisseur, dem Autor/Produzenten und dem Protagonisten-Paar. Die meisten Informationen können die Leute hinter der Kamera anbringen, Sullivan beschränkt sich leider etwas zu sehr auf die Erzählung der Geschichte. Die hübsche Janina Gavankar verhält sich ähnlich wie in ihrer Rolle und redet stellenweise etwas zu wenig konkret über ihre Aufgaben als Schauspielerin, als ob sie das Interview spielen würde. Alle Extras sind natürlich mit deutschen Untertiteln aktivierbar. Das gilt auch für den Trailer und die gekürzten Szenen, die mit einer Spielzeit von fast 25 Minuten sehr umfangreich ausgefallen sind. Einige der Szenen sind zu recht entfallen, z.B. jene mit dem Typen im Schwimmbad, die zu komödiantisch gespielt ist. Das Menu ist wieder mal eine gelungene Eigenkreation und der metallische Schuber sollte ebenfalls ein Kaufgrund sein.
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Fazit
Mit "Cup Of My Blood" präsentiert I-On abermals einen höchst interessanten Film, der aber dem Mainstream-Publikum nicht unbedingt zusagen könnte. Selbst in Horror-Kreisen gibt es einige Barrieren zu überwinden, um sich richtig wohl zu fühlen mit der eher ungewöhnlichen Materie, die Religion, Erotik und Übernatürlichkeit auf eine Art und Weise verbindet, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Das größte Problem ist anfangs die sehr zähe Entwicklung. Der Regisseur hätte gut daran getan, mindestens 15 Minuten an Füllszenen zu entfernen, um schneller auf den Punkt zu kommen. Sehr lange wird man im Ungewissen gelassen, worum es wirklich geht. Das Kästchen mit dem heiligen Gral, welches Protagonist Jack beschützen soll, kann für die folgenden Minuten endlose Action bedeuten, aber auch Grusel am laufenden Band - nichts von beiden lässt sich erahnen, auch wenn beides eine Rolle spielt. Auch die Aufgaben der Nebenfiguren für den Film sind kaum klar, was mich wenig zufrieden stellt, schließlich möchte man spätestens nach 30 Minuten wissen, in welcher Art von Film man sitzt.
Dies kaum erahnen zu lassen, scheint wohl Konzept des Werkes zu sein, welches nun auf drei Ebenen interessant wird: Die Rückblenden auf Jacks verschwundene Ehefrau und sein Leben voller Trauer machen neugierig darauf, was dem ehemaligen Künstler nun wirklich passiert ist, der widerwillig in die Geschichte hineingezogen wird und darin zum stillen Helden gekürt wird. Die Schatulle, die jeden auf grässliche Art und Weise umbringt, der sie öffnet (toller Effekt!), zieht unheilvolle, stumme Gestalten heran, aber auch Gespenster, die sich in bester J-Schocker-Manier kurz zu erkennen geben. Und natürlich verbindet Jacks Beruf als Pornofotograf ihn mit einigen verdächtigen Personen, deren Motivationen auch ergründet werden wollen.
Regisseur Lance Catania setzt stets auf ernsthaften Horror, der anders als viele der zweitklassigen Independent-Produktionen sowohl in Sachen Ausstattung als auch Visualität überzeugen kann. Wirkliche Antworten gibt die Geschichte nicht, was bei einigen Elementen unverzeihlich ist, aber so kann sie auch die Spannung aufrecht erhalten. Mit ein wenig Erotik und einem splattrigen Blutbad zum Schluss werden die Schauwerte hochgehalten, die ein wenig über die anfangs fade Geschichte hinwegtäuschen, die immer wieder von den schön abgefilmten Sets aufgefangen wird. Somit kann "Cup Of My Blood" zwar nicht durchweg für Unterhaltung sorgen, ist aber dank Detailgrad, der mir zusagenden, mysteriösen Grundstimmung und dem unkonventionellen Schluss interessant genug, um einen Blick auf Probe zu riskieren.



Bilder der DVD




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