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ESP, IT 1995
Originaltitel:Dia De La Bestia, El
Länge:99:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Álex de la Iglesia
Buch:Álex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarría
Kamera:Flavio Martínez Labiano
Musik:Battista Lena
SFX:-
Darsteller:Álex Angulo, Santiago Segura, Armando De Razza, Terele Pávez, Nathalie Seseña, Maria Grazia Cucinotta, Gianni Ippoliti, Jaime Blanch, David Pinilla, Antonio Dechent, Ignacio Carreño, Saturnino García, Pololo, Higinio Barbero, Daniel Cicare, Javier Manrique, Aitor Fernández, Paloma Montero, Antonio Chamorro, Jaime Barnatán
Vertrieb:Anolis / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:13.12.2001 (Kauf)



Inhalt
Professor Angel Berriartua (Álex Angulo) hat seit 25 Jahren die Bücher der Apokalypse studiert. Er ist zu der Überzeugung gelangt, dass der Antichrist am Weihnachtsabend in Madrid geboren wird und die Menschheit fortan in ewiger Verdammnis leben muss. Dadurch, dass er böse Taten begeht und dabei skurrile Verhaltensweisen an den Tag legt, hofft er, den Teufel heraufbeschwören zu können, um ihn dann irgendwie zu überlisten.
Es gelingt ihm in dem Death Metal-Freak Jose Maria (Santiago Segura) und in dem betrügerischen Fernsehprediger Cavan (Armando De Razza) Mitstreiter für seine Sache zu gewinnen. Zusammen geraten sie in die absurdesten Situationen, bis es zur Konfrontation mit dem Teufel in einem apokalyptischen Showdown kommt ...

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Anfangs macht das Bild noch durch etwas zu viele Kratzer Probleme - auch in der Abschlussszene passiert das noch einmal. Zu viel muss relativ zum Alter gesehen werden, denn eigentlich erwartet man keinerlei Schmutz. Nach der Titelsequenz stabilisiert sich das, aber ein paar kleinere Mängel bleiben zurück. Das feine Rauschen ist für die Qualität fast bedeutungslos, aber zumindest ein über die gesamte Szene verteiltes, starkes Flattern des Bildstandes in einer Szene nervt. Gelungen ist dagegen die Detailschärfe, die sich trotz Letterbox-Bild gut schlägt und zu keiner Zeit Feinheiten vermissen lässt. Auch Kontrast und Farben sind sehr natürlich und geben dem Geschehen Lebendigkeit. Die Kompression ist in einigen wenigen Momenten, z.B. wenn es blitzt oder starke Beleuchtungswechsel stattfinden, noch etwas unruhig, weitestgehend aber transparent.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Auch der Ton macht trotz nicht standesgemäßer Technik einen (noch) guten Eindruck. Beide Sprachen gibt es als Dolby Surround-Abmischung, wobei beide einen hohen Anteil an Surround-Effekten bieten, Dynamik aufweisen und stellenweise mit Basseinsätzen aufwarten können. Sicherlich würde alles in einer 5.1-Abmischung noch kräftiger ausfallen, aber da auch eine sehr gute Sprachverständlichkeit dabei ist und sich der Klang keine Aussetzer bzw. Störungen besitzt, darf man grad so 4 Punkte vergeben. Wer Spaß am spanischen Original hat, der kann sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
DVD 1:
  • Trailer:
    • Teaser spanisch (0:23 Min.)
    • Trailer spanisch (2:49 Min.)
    • Trailer französisch (1:31 Min.)
DVD 2:
  • Making Of (20:48 Min.)
  • Interviews:
    • Armando de Razza (21:12 Min.)
    • Santiago Segura (24:51 Min.)
    • Alex de la Iglesia (44:08 Min.)
  • Filmografien:
    • Alex de la Iglesia (2 Seiten)
    • Armando de Razzia (10 Seiten)
    • Santiago Segura (6 Seiten)
    • DVD-Credits (1 Seite)
  • Gerardmer '96 (6:05 Min.)
  • Kurzfilm "Mirindas Asesinas" (11:59 Min.)
VerpackungDoppel-KeepCase
 Auf der Disc zum Film wird man gleich mit dem Soundtrack im Menu erwartet. Hier werden lediglich ein Teaser und zwei Trailer geboten, denn die richtigen Extras gibt es auf der Bonus-DVD. Die startet voll durch mit einem sagenhaft unterhaltsamen Making Of, in dem alle Bereiche der Produktion kurz angeschnitten werden, aber auch Filmausschnitte gezeigt werden. Diese sind nicht plump gesetzt, sondern setzen Ausschnitte von den Dreharbeiten fort oder warten mit Zitaten auf, die das Geschehen ebenso auflockern wie die spaßigen Szenen mit den Darstellern.
In den ausführlichen Video-Interviews konnte man die beiden Darsteller de Razza und Segura sowie den Regisseur heranziehen. De Razza kann seine Sprachbarriere relativ gut überwinden, was beim Lesen der deutschen Untertitel ohnehin nicht auffällt, und erzählt auf sehr charismatische Art und Weise von seiner Laufbahn und dem Projekt "El Dia De La Bestia". Segura, der u.a. über sein Kunststudium und seine früheren Jobs erzählt, ist wie auch im Making Of zu Scherzen aufgelegt. So brach er damals die Ausbildung zum Lehrer ab, weil er auf 16jährige Mädels steht und somit nur in den Knast gekommen wäre. Außerdem kann er wohl schwerlich früh aufstehen und fühlt sich mittlerweile als Regisseur und Darsteller im Film sehr wohl. Die längste Zeit bekommt natürlich Regisseur de la Iglesia zugesprochen, der fast eine dreiviertel Stunde über seine Arbeitsweise, seine Kollegen und die spanische Filmindustrie plaudern darf, was sehr interessant ist. Zu allen Dreien kann man sich noch einen Überblick über das Schaffen machen, leider aber nicht in allen Fällen in ausformulierter Weise. Sehr interessant ist der Einblick in das französische Filmfestival Gerardmer 1996, bei dem "El Dia De La Bestia" den Preis des besten Filmes gewann. Das etwa 6minütige Video gestaltet sich sehr unterhaltsam.
Als besonders sehenswert stellt sich Alex de la Iglesias Kurzfilm "Mirindas Asesinas" heraus, in dem "El Dia De La Bestia"-Star Álex Angulo die Hauptrolle übernimmt und als unscheinbarer Psychopath eine Bar unsicher macht. Die Bildqualität ist nicht die Beste und die deutschen Untertitel rutschen auf dem PC in einen nicht mehr sichtbaren Bereich, aber es ist gut vorstellbar, dass absichtlich die Qualität gemindert wurde. Man hat das Gefühl einen s/w-Horrorfilm aus den 50ern anzuschauen, der dementsprechend mit einem schaurig-schönen Soundtrack unterlegt ist. Die Geschichte ist wirklich witzig erzählt, mit interessanten Details versehen und wunderbar makaber abgefilmt.
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Fazit
Neben Interner Link"La Comunidad" dürfte "El Dia De La Bestia" der wohl massentauglichste Film des spanischen Ausnahmeregisseurs Alex de la Iglesia sein, was in etwa bedeutet, dass ihn das Mainstream-Publikum abermals nicht verstehen bzw. mögen wird, dafür aber Genre-Fans von der ersten bis zur letzten Minute abfeiern dürfen.
Dabei ist die Horror-Komödie weder wirklich gruselig, noch mit Spezialeffekten vollgestopft, die den Splatter-Fan ansprechen würden, sondern eine perfekt verkettete Sammlung skurriler Personen und Vorfälle, die mit dick aufgetragenen schwarzen Humor versehen ist, der nicht selten für die sympathischen Protagonisten Schmerzhaftes bedeutet. Man merkt es de la Iglesia auch hier deutlich an, dass er ein sehr seltsames, aber ungemein amüsantes Verhältnis zum Thema Gewalt bzw. Schmerz in seinen Filmen pflegt. Diese sind bereits voller Witz angelegt. Álex Angulo (Interner Link"Pans Labyrinth") als Priester, der Böses vollbringen muss, um mit dem Teufel Kontakt aufzunehmen, schreckt vor keiner miesen Tat zurück, wird dabei aber aufgrund seiner eher schwächelnden Statur nur noch sympathischer, während Santiago Segura (Interner Link"Torrente") als fettige Langlode und Death Metal-Freak den Chaoten der Truppe mimt, der seinen völlig geistesabwesenden (und deswegen immer nackten) Vater mit Drogen ruhig stellt und gern mal in ruppiger Rocker-Manier einen kräftigen Faustschlag verteilt. Um die Geschichte ein wenig voranzubringen, wurde der Italieners Armando de Razza als TV-Quacksalber und vermeintlicher Okkultismus-Experte engagiert, der in seiner ernsten Art die mittlerweile auch in Deutschland bestens bekannten TV-Abzock-Shows parodiert und wie alle anderen heftig einstecken muss.
Das Schöne am Skript ist, dass es alle drei Figuren als Verlierertypen hinstellt, die im Grunde mit jedem Unfug durchkommen, weil sie so verletzlich sind. So wird die actionreiche Hatz nach dem Antichristen, der in der Weihnachtszeit geboren werden soll, niemals langweilig, auch wenn das Thema fast ernste Züge annimmt. Denn die Gewalttaten einer Gruppe, die scheinbar für die Rückkehr des Teufels verantwortlich ist, fackelt Leute ab, schlägt sie brutal zusammen und verhält sich dabei wie die Ausgeburt der Hölle. Dabei versteckt man eine Menge Sozialkritik, auch an Institutionen wie der Kirche, was in einer stets kompromisslosen Art und Weise vorgetragen wird, dass es beim Zuschauen eine wahre Freude ist.

Der Regisseur bezeichnet sein Werk selbst als "apokalyptisches Weihnachtslied", was die Stimmung des Films wohl bestens verdeutlicht. Man darf sich also gefasst machen auf Szenen, die noch lange im Gedächtnis bleiben werden, einen wahrhaft rockigen Soundtrack und bestens aufgelegte Darsteller, die sichtlich Spaß an ihren Rollen haben. Die Bezeichnung Kult ist nicht zu wenig dafür.



Bilder der DVD




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Día de la bestia, El (Limitiertes 3-Disc Mediabook)
News"El Dia de la Bestia" - Vorbestellung und Infos zum Iglesias Klassiker
"El Dia de la Bestia" - Exklusive Screenshots der Anolis BD
"El dia de la bestia" - Review, Bildvergleich und Pre-Sale
Dia De La Bestia, El (2DVD)
IMDb.com OFDb.de (Dia De La Bestia, El)
IMDb.com OFDb.de (Mirindas asesinas)



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